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Tipps für eine bessere E-Mail-Marketing Strategie

Eine gute Strategie zahlt sich langfristig immer aus, aber wo fangen wir an?
Melanie Riedel | 17.01.2013

Es ist leicht, einen einfachen E-Mail-Newsletter zu starten, aber es ist eine Herausforderung, eine wohl durchdachte E-Mail-Marketing Strategie aufzusetzen, um wirklich erfolgreich zu sein.
Eine gute Strategie zahlt sich langfristig immer aus, aber wo fangen wir an? Wenn Sie Ihre Ziele ZU hoch ansetzen, kann es passieren, dass Sie gar nicht erst anfangen. Deshalb definiert eine realistische Strategie nicht nur Endziele, sondern auch die Schritte auf dem Weg dorthin. Das kann im übertragenen Sinn zuerst ein mühsames Krabbeln, dann Gehen und schliesslich befreites Rennen sein. In kleinen Schritten kommen Sie damit zur Ideallösung.

Bei den folgenden Punkten kann Ihnen die reine Fokussierung auf die OPTIMALE Lösung im Weg stehen beim Erreichen einer GUTEN.
Deshalb: Schauen und entscheiden Sie für sich, wie weit Sie kommen wollen und planen Sie die Schritte, um dorthin zu gelangen.


1. Die Kommunikation mit Kaufabbrechern per E-Mail

Für Onlineshops sind E-Mails an Kaufabbrecher, die Ihren Warenkorb im Shop dann doch nicht umgesetzt haben, hocheffektiv. Die Umwandlungsrate hier kann bis zu 16 Mal höher sein als bei einem normalen Newsletter. Deshalb sollten solche Trigger-E-Mails auf jeden Fall Teil Ihrer Strategie sein.

Ideallösung:
Die optimale E-Mail für Kaufabbrecher beinhaltet ein Angebot, das genau auf die individuellen Produkte zugeschnitten ist, die der Kunde im Warenkorb hatte. Vielleicht sogar als Serie von E-Mails und aufgegriffen über andere E-Mail-Kanäle (z.B. den nächsten Newsletter) innerhalb eines kurzen Zeitrahmens nach dem Kaufabbruch.

Erster Schritt in die richtige Richtung:
Richten Sie einen Autoresponder ein, der automatisch ein allgemeines Angebot oder eine Erinnerung an den unentschlossenen Käufer schickt nach dessen Abbruch.

2. Die Kalkulation des ROI

Der ROI bei E-Mails kann gigantisch sein. Die Kalkulation kann zusätzliche Investitionen in diesem Bereich rechtfertigen. Auch Stärken und Schwächen Ihrer Marketingstrategie werden so aufgedeckt. Aber es ist nicht ganz so leicht, die richtigen Daten zu bekommen und die richtigen Formeln zur Kalkulation des ROI zu finden.

Ideallösung:
Die optimale ROI Kalkulation zeigt Ihnen die exakte Höhe der Akquisitionskosten pro Kontakt. Sie sehen die Produktionskosten jeder Kampagne und können Verkäufe und Umsätze genau den unterschiedlichen Kampagnen zuordnen. Kurz und gut, Sie bekommen einen Überblick, was funktioniert und was nicht.

Erster Schritt in die richtige Richtung:
Machen Sie eine möglichst gute Schätzung der Investitionen in Ihr E-Mail-Programm und beginnen Sie, die Ergebnisse zu messen. Und finden Sie darüber heraus, wo Sie Budget verschwenden und wo Potentiale liegen. Das kostet Sie vielleicht nur 30 Minuten, bringt Ihnen aber schon Verbesserungsideen.

3. Testen und Kampagnen-Optimierung

E-Mail-Marketing ist sehr gut messbar. A/B Splittests sind weit verbreitet zur Optimierung von Kampagnen-Ergebnissen. Bereiten Sie mehrere Versionen Ihrer E-Mail-Botschaft vor und nutzen Sie dann die mit den besten Ergebnissen.

Ideallösung:
E-Mail-Optimierung ist im Idealfall ein fortwährender Prozess der Verbesserung. Split-Tests werden variiert, um die aktuellen Templates mit Inhalten zu befüllen, Designs anzupassen und neue Angebote zu verbreiten und unterschiedliche Zielgruuppensegmente zu definieren. Diese Optimierungsläufe werden sowohl für allgemeine Kampagnen als auch für aktionsbezogene und Transaktions-E-Mails verwendet. Dabei sollte nicht nur die E-Mail-Botschaft optimiert werden, sondern eben der ganze Prozess in Richtung Konversion und Sales.

Erster Schritt in die richtige Richtung:
Eine einfache Version ist das Testen von verschiedenen Betreffzeilen. Aber bleiben Sie da nicht stehen. Testen Sie Ihr Haupttemplate und optimieren Sie es auf gute Klick- und Conversionraten.

4. Relevanz für den Kunden

Wir alle Streben nach höheren Konversionsraten unserer Nachrichten. Mit der richtigen Kombination aus Daten, Strategie und Kreativität können wir relevantere Botschaften schaffen. Mehr Relevanz führt normalerweise zu einer höheren Konversion und loyaleren Kunden.

Ideallösung:
Im Idealfall haben wir eine riesige Datenmenge an Informationen über unsere Kunden, die wir nutzen können, um jeden Kunden für sich optimal ansprechen zu können. Kundendaten, Kaufverhalten, Kontaktdaten, Interessen, E-Mail- und Website-Verhalten sind alle miteinander verknüpft und bilden ein komplettes Bild des Kunden. Für den wir dann die ideale darauf zugeschnittene Botschaft kreieren können mit Hilfe von Scoring und Profilierung.

Erster Schritt in die richtige Richtung:
Leider werden viele Mailings noch immer auf die Schnelle produziert, nachdem Motto "schnell zusammengebaut und raus damit". Eine identische Botschaft an den ganzen Verteiler, ohne auf die Kundeninteressen und -präferenzen einzugehen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist es, nicht-relevante Inhalte pauschal an alle zu vermeiden. Nutzen Sie vorhandene Daten und beginnen Sie zumindest mit einer grundlegenden Profilierung als Anfang.

Nach einer E-Mail-Marketing Strategie zu agieren heisst, erst zu denken und dann zu tun. Es heisst aber eben nicht, kleine Optimierungen zu verschieben auf der Jagd nach der perfekten Lösung. Gerade auch die niedrig hängenden Früchte können E-Mail-Marketing Ressourcen freischaufeln. Verbesserte Ergebnisse können Ihren Chef überzeugen, mehr zu investieren in der Zukunft, um Ihrem Idealziel näher zu kommen. Deshalb mein Tipp: Starten Sie mit kleinen ersten Schritten in die richtige Richtung und verlieren Sie dabei das grosse Ziel nicht aus den Augen!

Melanie Riedel
MR Consulting
http://www.mr-consulting.net
http://emailexperte.wordpress.com/