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Ihr Leitfaden für die optimale Betreffzeile

Ich gebe Ihnen hier Tipps, wie Sie dafür sorgen, dass Ihre Kampagne heraussticht aus der Masse und geöffnet und gelesen wird.
Melanie Riedel | 16.07.2013

Um Leser auf Ihre Website zu kriegen, müssen Ihre E-Mails angeklickt werden. Und damit das passiert, müssen sie die erste Schwelle überschreiten und überhaupt erst einmal geöffnet werden. Den größten Einfluss darauf hat der Absender, wie diverse Studien gezeigt haben. Danach folgt aber auf dem Fuss die Betreffzeile.

Ich gebe Ihnen hier Tipps, wie Sie dafür sorgen, dass Ihre Kampagne heraussticht aus der Masse und geöffnet und gelesen wird.

Zuerst ein paar Mythen…

…mit denen ich aufräumen möchte. Spamfilter werden aus vielerlei Gründen ausgelöst. Aber selten wird das Wort "umsonst" oder "Sale" allein Ihre Nachricht in den Spamordner führen. Filter ändern sich permanent und es erfordert eine Kombination mehrerer Dinge, Ihre E-Mail als Spam zu klassifizieren. Haben Sie also keine Angst, ein Ausrufezeichen am Ende Ihres Betreffs zu verwenden. Das allein wird nicht den Ausschlag geben.

Der Schlüssel ist, bestimmte Worte sparsam zu verwenden. Spamfilter vergeben Punkte an "Spam-Worte", und wenn diese Punkte eine bestimmte Grenze überschreiten, wird eine E-mail als Spam klassifiziert. Erst dann. Was mittlerweile fast wichtiger ist, ist beispielsweise die Senderreputation.

Was funktioniert…

Je relevanter und persönlicher eine Betreffzeile ist, desto besser funktioniert sie. Das kann durch einen regionalen Bezug zum Leser sein oder durch die persönliche Anrede. Betreffzeilen in Frageform performen oft gut. Natürlich keine unrelevanten Fragen, sondern solche, die Ihre Leserschaft, deren Interessen und Ihr Kampagnenziel umfassen. Damit bekommen Sie die Aufmerksamkeit und schüren das Interesse, weiter zu lesen.

Diverse Studien haben gezeigt, dass längere Betreffzeilen geringere Öffnungs- und Klickraten erzielten als kürzere. Ein Betreff mit einer Zeichenlänge von 28-39 Zeichen brachte die höchsten Werte (laut MailerMailer-Studie). Wenn man bedenkt, wie viele Zeichen auf einem Smartphone dargestellt werden (was ja immer mehr zum E-Mail-Empfang genutzt wird), ist das keine grosse Überraschung. Als grobe Richtlinie kann also gelten: Gestalten Sie den Betreff mit maximal 50 Zeichen, oder platzieren Sie zumindest den Kern der Botschaft am Anfang.

Neue Strategien…

✓ Ein neuer Trend ist die Verwendung von ✶ Symbolen ✶, um sich im Posteingang abzuheben. In angemessenem Umfang und sinnvoll eingesetzt, können ✈ Symbole tatsächlich die Öffnungsrate erhöhen. Aber zu viele davon verwirren eher, also nutzen Sie sie sparsam ☂ und nur, wenn sie relevant ☀ sind.

Manchmal höre ich auch, dass z.B. der Empfängername im Betreff die Öffnungsrate nicht signifikant beeinflusst. Wenn Sie eine sehr allgemeine E-Mail an einen grossen Verteiler schicken mit offensichtlich sehr unpersönlichen Inhalten, macht der Name im Betreff die E-Mail natürlich nicht relevanter. Die Antwort hier ist wie in so vielen Fällen: Testen Sie!

So kriegen Sie Öffnungen!

- Halten Sie Ihren Betreff nutzenorientiert! Warum sollte Ihr Leser die E-Mail öffnen? Sagen Sie es ihm!
- Fassen Sie sich kurz! Denken Sie an die goldene Regel der 50 Zeichen!
- Seien Sie relevant! Stellen Sie den Nutzen für Ihren Empfänger heraus!
- Achten Sie auf Aktualität! Im Betreff ist kein Platz für veraltete Themen!
- Platzieren Sie eine Handlungsaufforderung! Die Leser reagieren, wenn Sie Ihnen sagen, wie! Fragen Sie sich also, warum Sie die E-Mail verschicken und was Sie erreichen wollen beim Leser!
- Testen, testen, testen! Nutzen Sie A/B Splittests und probieren verschiedene Betreffzeilen aus. Welche funktioniert am Besten für Ihre Leserschaft?
- Bauen Sie Erwartungen auf! Es muss klar werden im Betreff, was den Empfänger in der E-Mail erwartet und warum er sie lesen soll.

Melanie Riedel
MR Consulting
http://www.mr-consulting.net
http://emailexperte.wordpress.com/