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Andreas Sobing
Andreas Sobing  |  13.04.2015

Zeit- und Kostengründe sprechen für Marketing Automation

Automatisierte Kampagnen wie Triggermails können einfach gesteuert und ausgewertet werden. Marketing Automation erlaubt viel Individualisierung.
Am 28.04.2015 trifft sich die E-Mail-Marketing-Szene beim DialogSummit, um neue Trends zu diskutieren. Vorab verraten ausgewählte Experten, was sie für wichtig halten. Hier Andreas Sobing und Friedrich Mühring:

Was sind die wichtigsten Trends im digitalen Marketing?

Andreas Sobing:

Authentische Personalisierung
Die Kunden erwarten eine persönliche und individuelle Ansprache mit relevanten Inhalten. Hierfür sind die Kunden auch gerne bereit mehr Informationen von sich preiszugeben. Auch der Zeitpunkt der Ansprache ist entscheidend. Es werden noch zu viele unspezifische „Massenmails“ versendet und zu wenige direkt auf den Kunden zugeschnittene Mails. Die Personalisierung nimmt nicht nur zu in Form von Empfehlungen sondern auch Bildern, Text, Call to Action Buttons und persönlichen URLs sowie personalisierte Landingpages

E-Mail Marketing Automation
Die Automation bekommt aus Zeit- und Kostengründen eine immer höhere Relevanz. Automatisierte Kampagnen wie z.B. bei Triggermails können einfach gesteuert und ausgewertet werden. Zusätzlich eignet sich die Marketing Automation für einen besonders hohen Grad der Individualisierung.

Friedrich Mühring:

Mobile Marketing
Die Leistungen und Marketingaktionen sollen nah an den Kunden gebracht werden. So wird es immer wichtiger den Empfang auf mobilen Endgeräten zuzuschneiden. Verändertes Nutzerverhalten gegenüber fest installierten PCs machen es erforderlich eine besondere Aufbereitung der Werbeinhalte auch an Mobiltelefonen oder Tablets anzubieten. Speziell die verkleinerten Displays führen zu reduziertem Inhalt, was es nötig macht die nur tatsächlich verkaufsrelevanten Informationen zu transportieren. Die ständige Erreichbarkeit der Mobilfunkgeräte ermöglicht dem Kunden zudem eine direkte Reaktion auf die Werbebotschaft.

Welche Bedeutung hat Data-Driven Marketing für Sie?


Andreas Sobing:
Das Data-Driven Marketing hat eine große Bedeutung für uns und bildet die Grundlage für fast alle Kampagnen. Hier spielt die Beschaffenheit der Daten eine wichtige Rolle. Im DWH müssen aus allen Kanälen problemlos die betreffenden Daten zusammen treffen und können dann von den Abteilungen unterschiedlich verwendet werden. Der Kunde muss die Möglichkeiten haben alle ihn betreffenden Daten zu ändern. Als Grundlage zu einer gefestigten Kundenbindung dient Data-Driven Marketing dazu den Kunden besser zu verstehen und ansprechen zu können.

Wohin entwickelt sich das E-Mail-Marketing?

Friedrich Mühring:

Der Einsatz von E-Mail Marketing im nahen Kundenkontakt ist unumgänglich. Marketing Unternehmen können auf immer mächtigere Tools im digitalen Alltag zugreifen um ihre Kampagnen zielgerecht und personalisiert auszuspielen. Es gilt eine höchst mögliche Relevanz der Werbebotschaft zu genau der passenden Minute des Tages zu erreichen. Sei dieses Ziel auch noch so lobenswert soll der Kunde aber auch seine eigene Entscheidungsfähigkeit behalten um die Aussteuerung der Werbemaßnahmen zu mindern oder genau auf sich einstellen zu können.

Welche Beispiele personalisierter Kampagnen kennen und mögen Sie?

Andreas Sobing:

Auch bei größeren Reaktivierungsaktionen lassen sich erstaunliche Erfolge erzielen. So vermeldete die Kölner Werbeagentur 360° Kommunikation ganz stolz das Ergebnis eines Rückgewinnungsmailings für die Großhandelskette Handelshof: eine Erfolgsquote von 34 Prozent. In drei verschiedenen Mailing-Varianten waren insgesamt 16.000 Kunden angeschrieben worden. Größte Beachtung fand die Variante, bei der jeder Empfänger unter der Headline „Gesucht“ sein eigenes Foto aus dem Einkauufsausweis erblickte. Die Kassensysteme der dreizehn Handelshof-Großmärkte stellten schließlich fest: Gut ein Drittel der Empfänger tätigten nach zweijähriger Pause wieder einen Kauf.

Was sind die größten Fehler, die derzeit gemacht werden?


Friedrich Mühring:

Wer laut ist wird gehört werden - die Resonanz daarauf folgt garantiert. Im Digitalen Metier sollte man den Kunden nicht mit etlichen E-Mails beladen, die er nicht möchte. Viele Unternehmen arbeiten leider mit dem Grundsatz, dass mehr auch gleichbedeutend mit besser ist. Qualität und besonders Originalität sollte hoch im Fokus stehen. Wer diese Schritte wagt wird stets die digitale Vorreiterrolle erreichen.


Mehr Informationen zum DialogSummit in Twitter und auf http://www.dialogsummit.de

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