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Die perfekte Newsletter-Betreffzeile

Tipps & Informationen rund um die Optimierung des Newsletter-Betreffs: Zeichenanzahl, Gestaltungsmöglichkeiten, Inhalte und Preheader.
Newsletter2Go GmbH | 30.07.2015

Der richtige Newsletter-Betreff spielt im E-Mail Marketing eine unvergleichbar wichtige Rolle. Er ist der einzige Newsletter-Inhalt, der schon vor dem Öffnen sichtbar ist. Die Aufgabe des Betreffs ist es, die Empfänger zum Öffnen eines Mailings zu animieren. Ein guter Betreff ist damit die Grundvoraussetzung für erfolgreiches E-Mail Marketing. Er ist die Voraussetzung dafür, dass eine gute Klickrate und eine hohe Conversionrate überhaupt erreicht werden können.

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Problem dabei: All das muss auf sehr wenig Platz geschehen. Mit nur wenigen Worten muss man dem Empfänger einen guten Grund liefern, den Newsletter zu öffnen. Man vergisst schnell, dass der Empfänger im Gegensatz zum Verfasser noch keine Verbindung zum Inhalt hat und der Betreff für ihn (fast) den einzigen Einblick bietet. Egal, wie lesenswert der Inhalt ist, nur über den Betreff kann die Relevanz vermittelt werden. Die Entscheidung über Öffnen oder Nicht-Öffnen trifft der Empfänger dabei innerhalb von Sekunden. Genau den richtigen Betreff zu finden, ist also eine Kunst für sich. In diesem Artikel zeigen wir, wie man für seinen Newsletter die Betreffzeile optimieren kann.

Wie sieht eine gute Betreffzeile aus?

Checkliste: Newsletter Betreffzeile optimieren
Wichtigster Inhalt zuerst ✓
Länge bzw. Zeichenanzahl beachten ✓
Newsletter hält, was der Betreff verspricht ✓
Rabatte und Gutscheine mit konkreten Zahlen ✓
Spam-Regeln beachten ✓
Persönliche Angebote ✓
Zeitlich begrenzte Angebote ✓

Die wichtigsten Punkte beim Newsletter-Betreff sind die Länge, der Inhalt und die Positionierung der Inhalte. Häufig hört man, dass ein Betreff umso besser sei, je kürzer er ist. Noch wichtiger als eine möglichst kurze Länge sind jedoch Klarheit und dass die wichtigsten Inhalt weit vorne positioniert werden. Das Zauberwort lautet Relevanz: Man sollte im Betreff den Punkt des Mailings treffen, und zwar so früh wie möglich. So erreicht man, dass der Newsletter-Betreff immer noch verständlich ist, wenn aufgrund von Überlänge ein Teil des Texts abgeschnitten wird.

Auch wenn ein kreativer, ansprechender Betreff generell wünschenswert ist, sollte man sich die Kreativität lieber für die eigentliche E-Mail aufheben. Im Newsletter-Betreff sollte man lieber so eindeutig wie möglich beschreiben, worum es in der E-Mail geht. Man kann davon ausgehen, dass Newsletter eher geöffnet werden, wenn im Betreff die Inhalte schon klar werden. Dabei sollte man auch langfristiger denken: Wird in der E-Mail eingehalten, was der Betreff verspricht, wird auch der nächste Newsletter lieber geöffnet.

Das heißt nicht, dass der Betreff langweilig sein muss. Es geht nur darum, dass im Newsletter die Erwartungen erfüllt werden, die der Betreff weckt. Verrät man zum Beispiel im Betreff „Exklusive Angebote“ oder „Geheime Tricks“, sollten diese auf in Fall in der E-Mail wiederzufinden sein.

Eine Möglichkeit, wie man die Betreffzeile optimieren und attraktiver gestalten kann, ist das Bewerben von Rabatten oder Gutscheinen. Diese sollten unbedingt mit Zahlen verbunden und dadurch greifbar gemacht werden. Wenn die Leser nicht sofort einen Nutzen für sich identifizieren können, hat der Betreff gegebenenfalls schon seine Wirkung verspielt. Dabei muss man aber auch aufpassen, nicht zum Ziel von Spam-Filtern zu werden. Spam-Begriffe und andere Auslöser von Spam-Kategorisierungen wie das Schreiben in Großbuchstaben oder die Verwendung zu vieler Sonderzeichen sollte man vermeiden.

Um noch mehr Anreize für das Öffnen des Newsletter zu schaffen, kann man es mit einer zeitlichen Begrenzung von Angeboten versuchen. Ein Beispiel-Betreff könnte lauten: „20€ Gutschein nur noch bis Mittwoch“ oder etwas persönlicher, „Ihr 20€-Gutschein, nur bis Mittwoch gültig“. Da man auf der Grundlage von Annahmen und Vermutungen nur schwer Aussagen über die tatsächlichen Reaktionen der Zielgruppe machen kann, lohnt sich das Testen mehrerer Varianten per A/B-Test. Damit kann man verschiedene Betreff-Varianten gegeneinander testen und anschließend die Betreffzeile optimieren. An alle Empfänger wird diejenige Variante versendet, welche die beste Öffnungsrate erreicht.

Wie lang sollte der Betreff beim Newsletter sein?

Die Länge des Betreffs führt immer wieder zu Diskussionen. Wie lang darf der Betreff sein, damit er in verschiedenen E-Mail-Clients und auf unterschiedlichen Endgeräten nicht abgeschnitten wird? Technische Entwicklungen wie Smartwatches und Tablets führen dazu, dass die Länge des Newsletter-Betreffs immer weiter beschnitten wird. Wieder und wieder liest man, dass der Betreff deshalb möglichst kurz sein sollte. Die höchsten Leseraten erreichen aber nicht die extrem kurzen Betreffs: Tatsächlich zeigt eine aktuelle Studie von ReturnPath, dass die Öffnungsrate bei einem Betreff zwischen 61 und 70 Zeichen am höchsten ist (ReturnPath, 2015).

Wie kann man diese Ansprüche miteinander vereinbaren? Die kurze Antwort: Indem man den relevanten Anteil im Betreff vorne anstellt. Ein Angebot für 10% Rabatt auf alle Damenschuhe könnte ein Onlineshop auf verschiedene Arten kommunizieren, je nachdem welche Aussagen am relevantesten für die Leser ist:

10% Rabatt auf Damenschuhe bis Sonntag

Nur bis Sonntag – 10% Rabatt auf Damenschuhe

Damenschuhe reduziert – 10% Rabatt bis Sonntag

Alle drei Betreffzeilen haben prinzipiell den gleichen Inhalt. Kürzt man sie extrem, bleiben jedoch völlig unterschiedliche Aussagen übrig. Man sollte sich also genau überlegen, welcher Inhalt am wichtigsten ist.
Überblick: Maximale Länge des Betreffs
Verschiedene Webmail-Clients wie Google Mail oder web.de sowie Mail-Programm wie Outlook oder Thunderbird stellen beim Newsletter-Betreff unterschiedlich viele maximale Zeichen dar. Eine aktuelle Übersicht über die maximale Länge der Betreffzeile finden Sie im Newsletter2Go-Blog.

Tipp: Das Wort „Newsletter“ im Betreff ist in den meisten Fällen reine Platzverschwendung.

Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es beim Betreff?

Insgesamt hat man beim Betreff natürlich weniger Gestaltungsfreiheit als beim Inhalt von Newslettern. Man kann weder HTML-Formatierungen noch Bilder nutzen, sondern muss sich auf den Text konzentrieren. Das bedeutet aber nicht, dass man beim Betreff gar nichts ausrichten kann. Es gibt trotzdem einige Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen man die Betreffzeile optimieren kann. Erstens kann man eine Vielzahl von Unicode-Symbolen in die Betreffzeile einfügen. Wenn diese passend zum Betreff und zum Inhalt der E-Mail gewählt sind, können Sie durchaus wirkungsvoll sein.

Zweitens können in den Betreff Personalisierungsplatzhalter eingebaut werden. Damit können die Empfänger zielgerichtet und ganz persönlichen angesprochen werden. Beim Einsatz von Personalisierungen sollte man aber unbedingt darauf achten, sie wirklich nur in Kombination mit persönlichen Inhalten zu benutzen. Das können zum Beispiel persönlich relevante anlassbezogene Mailings oder Newsletter mit individuellen Angeboten sein. Andernfalls können Personalisierungen schnell nach hinten losgehen. Die meisten Empfänger wissen heute, mit wie wenig Aufwand persönliche Ansprachen in den Newsletter-Betreff eingefügt werden können. Sie werden schnell durchschauen, wenn man mithilfe von Personalisierungen versucht, ihnen ein unpersönliches Werbe-Mailing als individuell zu verkaufen. In solchen Fällen sollte man von Personalisierungen lieber die Finger lassen.

Welche Bedeutung hat der Preheader?

Der Preheader ist eine Textzeile, die in manchen E-Mail Clients und Webmailern ergänzend zum Betreff angezeigt wird. Dort kann man kurze Zusammenfassungen oder zusätzliche Informationen unterbringen, die im Betreff keinen Platz gefunden haben oder thematisch nicht dazu gepasst haben. Gibt man keinen Preheader an, ziehen sich manche Programme automatisch bestimmte Texte aus dem Mailing, z.B. den Hinweis auf die Webversion. Dabei kann der Preheader sehr praktisch sein, gerade wenn man nicht alle wichtigen Informationen zu Beginn des Betreffs unterbringen konnte. Auch wenn der Preheader gegebenfalls ebenso früh abgeschnitten wird, hat man mit der Kombination der beiden Textfelder die Möglichkeit, mehr Inhalte unterzubringen.

Was gibt es in Bezug auf das Betreffzeile optimieren beim mobilen E-Mail Marketing zu beachten?

Mehr als die Hälfte aller E-Mails werden 2015 schon auf mobilen Endgeräten geöffnet und gelesen. Die größte Einschränkung für den Newsletter-Betreff: Es steht noch weniger Platz zu Verfügung. Die Betreffzeilen werden sehr früh abgeschnitten, und zwar je nach Device und App nach einer unterschiedlichen Anzahl an Zeichen. Die Herausforderung ist, auf wenig Platz zu überzeugen und auch bei unterschiedlicher Darstellung immer verständlich zu bleiben. Bei Smartphones und insbesondere bei Smartwatches ist es wichtig, die Kombination der ersten Zeichen des Betreffs mit den ersten Zeichen des Preheaders zu bedenken. Wer das bedenkt und die Checkliste zum Betreffzeile optimieren verinnerlicht, dem sollten hohe Öffnungsraten sicher sein.