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GraphicMail  |  02.11.2010

Outlook versus E-Mail Marketing Software

„Warum für eine E-Mail Marketing Software zahlen, wenn es auch umsonst geht? Outlook kann das doch alles und damit kenne ich mich schon aus.“
Diese Aussage hört man als E-Mail Marketer nicht selten, weil die Vorteile, die man mit einer professionellen Lösung hat, einfach nicht sofort ersichtlich sind. Oft erstellen und versenden Kunden ein paar Kampagnen mit Outlook und entscheiden sich dann in ihrer Verzweiflung doch für eine professionelle Variante.

Was spricht nun aber gegen Outlook?

1. Bei der Gestaltung Ihres Newsletters kommen Sie schnell an Ihre Grenzen. Die Erstellung ist sehr aufwendig und kompliziert, da die Funktionen in Outlook einfach nicht für die Erstellung schöner HTML-Newsletter geeignet sind. Wenn Sie irgendwann ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht haben, ist jedoch noch lange nicht gewährleistet, dass der Newsletter beim Empfänger auch so angezeigt wird. Nicht selten weicht die Darstellung in anderen E-Mail Clients stark von der Ansicht in Outlook ab.

2. Eine sehr beliebte Funktion, die auch gut bei den Empfängern ankommt, ist die Personalisierung. In Outlook müssen Sie leider auf diese Funktion verzichten.

3. Ist der Newsletter dann fertig und kann versendet werden, kommt das nächste Problem auf einen zu. Wenn an mehrere hundert Adressen versendet werden soll, geht das nur in mehreren Schüben. Dabei besteht die Gefahr, dass an manche Adressen doppelt versendet wird. Insgesamt raubt es auch sehr viel Zeit bis endlich alle E-Mails versendet wurden.

4. Schnell werden auch einige E-Mails wieder zurückkommen, unter denen viele Abwesenheitsnotizen sowie Abmeldungen, aber auch E-Mails sind, die nicht zugestellt werden konnten. Die große Verantwortung, diese Rückläufe dann zu bearbeiten und die Verteilerlisten immer auf dem neuesten Stand zu halten, liegt beim Versender. Diese Aufgabe sollte mit größter Sorgfalt durchgeführt werden, um wütenden Empfängern keinen Grund zu geben, wegen unerwünschter Werbe E-Mails vor Gericht zu gehen.

5. Außerdem ist eine sorgfältige Adressenverwaltung vonnöten, um das Spamrisiko gering zu halten. Wenn nämlich Empfänger trotz Abmeldung weiterhin E-Mails bekommen, kann es sein, dass sie sich bei Ihrem Provider beschweren und der Versender dann auf die Blacklist kommt. Um das Spamrisiko zu erhöhen, reicht es sogar schon aus, wenn Empfänger die E-Mail als Spam markieren oder E-Mails wiederholt an nicht-existierende Adressen versendet werden. Auch mit dem Inhalt der E-Mail sollte man vorsichtig sein, denn wenn über den eigenen Server verschickt wird, hat man nicht den Vorteil auf den Whitelists der ISPs zu stehen. Die Zustellungsraten sind somit viel geringer. Beim Versenden an viele Empfänger blinkt nämlich gleich mal das Warnsignal bei den Providern auf, da dies ein Merkmal für Spam ist.

6. Wenn es irgendwann einmal so weit kommt, dass vom Versender ein Opt-in Proof gefordert wird, also eine Bestätigung des Empfängers, die E-Mails erhalten zu wollen, wird es kompliziert. Auch hier müssen die Listen sehr sorgfältig geführt werden.

7. Nach dem Versenden der E-Mails wäre es schön, ein paar Statistiken mit Öffnungsrate, Klickrate, Abmelderate etc. zu sehen. Dies ist jedoch in Outlook kaum und wenn dann nur bedingt möglich, außer Sie erledigen das alles manuell und geben sich mit ungefähren Zahlen zufrieden. Statistiken sind jedoch wichtig, um den Erfolg einer Kampagne überprüfen zu können und mehr über die Interessen der Empfänger zu erfahren. Ansonsten versenden Sie blind eine Kampagne nach der anderen ohne zu wissen, ob sie auch wirklich gelesen werden.
Viele Punkte sprechen also für eine professionelle E-Marketing Lösung und gegen die Versendung über Outlook. Wer nun noch mit dem Kosten-Argument kommt, kann leider auch nicht punkten, denn wen man die Zeit aufrechnet, die man verwendet, um Kampagnen in Outlook zu erstellen und zu versenden sowie um Adressen zu verwalten, kommt man sicher nicht besser weg als wenn eine kostengünstige, effiziente Lösung gewählt wird -geschweige denn von der Professionalität und dem Ärger, den man sich erspart.


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