Torsten Schwarz im Interview mit einem der renommiertesten Vertreter des amerikanischen E-Mail-Marketing. Loren McDonald von Silverpop stand im Webinar Rede und Antwort zu den aktuellen E-Mail-Marketing-Trends in den USA. Das sind die Kernaussagen:
Triggermails erreichen bald die Bedeutung regulärer Broadcast-E-Mails wie dem Newsletter. Das sind individuelle E-Mails nachdem jemand zum Beispiel seinen Warenkorb verlassen hat oder ohne sich bestimmte Produkte zwar intensiv angeschaut, jedoch nicht gekauft hat. Auch wenn in einem Fall rein mengenmäßig nur vier Prozent der Mails eines Unternehmens Triggermails waren, so erzielten die Mails vierzig (!) Prozent der Erlöse.
Abbestellen ist Out – stattdessen werden Empfänger, die von der hohen Frequenz der E-Mails genervt sind, in ein Preference Center geleitet. Auf dieser Seite kann man entweder wirklich alles abbestellen oder einfach seine Entstellungen wie Themen oder Frequenz ändern.
Deliverability wird noch wichtiger: Für US-Provider sind Zertifizierungs- und Reputationsdienste nur noch Grundvoraussetzung für die Auslieferung von kommerziellen E-Mails. Aber es ist keineswegs wie bei uns eine Garantie der Zustellung. Stattdessen kommen neue Filterkriterien hinzu: Wer schlechte Öffnungs- und Klickraten hat, scheint wohl für die Leser uninteressant zu sein und landet im Spamfilter. Besonders Hotmail macht sich sehr viele Gedanken dazu, wie man das Posteingangsfach etwas aufräumen kann. Die Permission alleine genügt also nicht mehr für erfolgreiches E-Mails-Marketing.
E-Mail to Social ist schwer im Kommen. Einige Unternehmen entwerfen schon E-Mail-Programme, die gezielt Menschen zum Weiterleiten der Nachrichten an die eigenen Freunde auffordern. Nur eine reine Weiterleitfunktion reicht da nicht aus. Wichtiger ist, dass der Inhalt der Botschaften „shareworthy“ ist.
Die ersten Unternehmen beginnen bereits damit, ihre Empfänger dahingehend zu beobachten, inwieweit sie Nachreichten auch weiterleiten. Nur wenige zun das nämlich. Diese jedoch werden dann gezielt angesprochen, um Botschaften auch weiterzuleiten. Etwas unsicher sind sich Unternehmen jedoch noch, ob man diese Menschen dann auch direkt in Facebook oder Twitter ansprechen sollte. In jedem Fall wird das im Sinne des „Customer Value“ ein wichtiger Wert werden. Rapleaf bietet das bereits als Dienstleistung an.
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