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In 5 Schritten zum digitalen B2B-Marketing

Für Beginner: Strategie festlegen, Daten sammeln, Tools auswählen, Content streuen.
Sybit GmbH | 18.09.2023
In 5 Schritten zum digitalen B2B-Marketing © freepik / ijeab
 

Im B2B leider noch oft Realität: Marketing-Ressourcen sind knapp, es fehlt an Personal, Budget und einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Vertrieb. Auch sind durchgängige Prozesse genauso wie eine einheitliche Datenbasis meistens gar nicht oder nur teilweise vorhanden. Wie führt man trotzdem eine gewinnbringende Marketing-Strategie ein? Wie können Unternehmen das richtige Marketing-Tool finden? Und wie wächst man vom Newsletter-Verteiler zur Lead-Maschine?

Diese Checkliste soll Sie bei der Auswahl einer Strategie für den Start in das digitale Marketing unterstützen.

1. In Buyer Personas und nicht in Zielgruppen denken

Identifizieren Sie Ihre wichtigsten Zielgruppen und erstellen Sie mehrere, detaillierte Buyer Personas – eventuell auch für die unterschiedlichen Business-Units. Anders als eine Zielgruppe ist eine Buyer Persona ein konkretes Gesicht. Bei ihr handelt es sich um eine fiktive Person, die Ihren typischen Kunden repräsentiert. Im B2B ist oft ein größeres Buying Center involviert. Das ist der Ansatz: Geschaftsführer, Vertriebsleiter, IT-Leiter oder Einkaufsleiter könnten alle Ihre Buyer Personas sein.

2. Die richtigen Daten sammeln

Verfolgen Sie mit Marketingmaßnahmen eher das Ziel der Neukundengewinnung, Branchenerweiterung, Umsatzsteigerung oder wollen Sie neue Produkte am Markt platzieren? Dann wird Ihre Strategie dementsprechend unterschiedlich ausfallen. Egal für welches Ziel Sie sich entschieden haben, die Grundlage jedes digitalen Marketingprozesses sind kundenbezogene Daten. Diese werden entweder manuell oder effizienter über automatisierte Schnittstellen aus unternehmenseigenen Anwendungen oder Portalen von Drittanbietern in das jeweilige Marketing-Tool geladen.

3. Marketing-Tools finden

Um Kundendaten effektiv zu nutzen, sind Marketingplattformen nötig, die einerseits alle relevanten Funktionen abdecken, andererseits aber auch Schnittstellen zu den anderen Systemen im Unternehmen bieten (wie z. B. CRM-System oder Webshop). Dazu sollte sie vorab die relevanten Kanäle kennen und Ihre Prozesse zusammen mit dem Vertrieb und den E-Commerce-Verantwortlichen definieren. Das allein reicht jedoch nicht aus. Die Anwender aus der Marketing-Fachabteilung müssen auch in die Lage versetzt werden, Automatisierung in der Praxis tatsächlich anzuwenden. Entscheidend ist auch eine einfache und intuitive Benutzer-Oberfläche, state of the art-Funktionen und, last but not least: DSGVO-konforme Einwilligungsprozesse.

4. Content Strategie erstellen

Entwickeln Sie eine Content-Strategie, die wertvolle Inhalte für Ihre Ihre einzelnen Buyer Personas liefert. Erstellen Sie einen Redaktionsplan für Blogbeiträge, Whitepapers, E-Books, Fallstudien, Videos oder Infografiken. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Inhalte ansprechend, informativ und relevant sind. Bewerten Sie jede Interaktion mit einem Scorewert und legen fest, ab welchem Schwellenwert der Lead für den Vertrieb relevant wird, weil die Verkaufschance entsprechend hoch ist.

5. Die Ansprache personalisieren

Eine persönliche Ansprache und individuelle Angebote führen eher zu einem Abschluss, als wenn Kunden den Eindruck haben, sie erhalten nur allgemein gültige Informationen. Dies können Sie erreichen, indem Sie Ihre Zielgruppen nach unterschiedlichen Attributen segmentieren und Personalisierungstokens nutzen. Mit entsprechenden Marketing-Automation-Tools und einer wachsenden Datenbasis bauen Sie Kontakt-Listen und Trigger-basierte Kampagnen. So werden die Empfänger entsprechend ihrer Interessen und ihres Verhaltens persönlich angesprochen.

Fazit

Erst wenn Sie sich für eine Marketingstrategie mit definierten Buyer Personas entschieden haben, die Bedürfnisse Ihrer Kunden und deren relevanten Kanäle kennen, lohnt es sich ein passendes Marketing-Automation-Tool auszuwählen und ihren Content personalisiert auszuspielen. Gehen Sie Schritt für Schritt vor und starten Sie mit dem, was Sie haben. Stufe 2 sind dann: Leadqualifizierung, Scoring und umfassende Automatisierung.