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Newsletter-Response kann vom Sternzeichen abhängen

Auswertung von Öffnungs-und Klickraten in Abhängigkeit des Sternzeichens von E-Mail-Empfängern ergeben bestimmte, kleinere Unterschiede.
XQueue GmbH | 02.04.2012

Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz. Aber wertet man die Öffnungs-und Klickraten in Abhängigkeit des Sternzeichens von E-Mail-Empfängern aus, dann stellt man bestimmte, kleinere Unterschiede fest. Soweit so gut. Als aufgeklärter Online-Marketer geht man selbstredend davon aus, dass diese Unterschiede rein zufälliger Natur sind, natürliche Streuung, nicht mehr.

Analysiert man diese Effekte aber genauer, findet man Erstaunliches: einige Unterschiede sind nämlich statistisch so signifikant, dass sie kaum durch Zufall erklärt werden können (Irrtumswahrscheinlichkeit < 0,1%). Bei einem B2C-Versender im Outdoor-Segment öffneten Zwillinge, Krebse, Löwen und Waagen überdurchschnittlich gut, während Widder, Jungfrauen, Schützen und Fische unterdurchschnittliche Response zeigen, die restlichen Sternzeichen sind statistisch unauffällig.

Damit keine Missverständnisse aufkommen, noch einmal: das ist kein Aprilscherz, sondern das objektive Ergebnis eines bewährten statistischen Testverfahrens, speziell des asymptotischen, zweiseitigen Chi-Quadrat-Unabhängigkeitstests nach Pearson (mit Berechnung der adjustierten standardisierten Residuen) sowie des exakten Tests von Fisher.

Aber wie kann das sein? Dass menschliches Verhalten mit den Tierkreiszeichen korrelieren kann, weiß man spätestens seit Gunter Sachs‘ (er hat Mathematik studiert!) 1997 erschienenen Bestseller „Die Akte Astrologie. Wissenschaftlicher Nachweis eines Zusammenhangs zwischen den Sternzeichen und dem menschlichen Verhalten“ nachlesen. Dort werden an zahlreichen Beispielen - etwa Eheschließungen, Berufswahl oder Autounfällen - ähnliche Muster statistisch abgesichert aufgezeigt. Und warum sollten die Verhaltensmuster von Newsletter-Öffnungen und Klicks nicht auch vergleichbare Abhängigkeiten zeigen?

Motiviert durch diese ersten Ergebnisse haben wir etwas weiter geforscht: Gibt es einen Zusammenhang der Response und dem Tierkreiszeichen zum Zeitpunkt der Versendung? Wir haben keinen gefunden. Hängt die Response von den Mondphasen ab? Kein Zusammenhang. Gibt es Unterschiede zwischen den Newslettern verschiedener Unternehmen? Ja, sogar sehr große. Ein auffälliges Muster dabei war, dass responsestarke und responseschwache Sternbilder zeitlich eher Gruppen bildeten. Ganz auffällig war es beim oben erwähnten Beispiel: Die Tierkreiszeichen des Halbjahres von Mai bis Oktober (also Empfänger, die in der helleren Jahreshälfte geboren wurden) reagierten mit Ausnahme von Jungfrau (24.8. bis 23.9.) überdurchschnittlich, während die Tierkreiszeichen des restlichen Halbjahres mit Ausnahme von Wassermann unterdurchschnittlich reagierten. Bei einem B2C-Versender aus dem Modebereich war das Responsemuster ziemlich genau entgegengesetzt.

Ein Zusammenhang mit Sternen ist damit natürlich noch lange nicht aufgezeigt, möglicherweise hat einfach die Jahreszeit der Geburt einen Einfluss auf spätere Online-Präferenzen. Dass Geburtszeitpunkte eine Rolle spielen können, legen zumindest eine ganze Reihe von Studien nahe. Und selbst wenn es solche Zusammenhänge gibt, ist nicht sofort ersichtlich, wie diese zur Responsesteigerung genutzt werden können.

All das klingt natürlich außerordentlich suspekt. Wir verstehen das, und empfehlen deshalb allen Zweiflern und Skeptikern, diesen Test mit eigenen Daten zu wiederholen. Um niemanden mit mathematisch-statistischen Details zu Testmethodiken langweilen zu müssen, bieten wir an, den Test kostenlos für Sie durchzuführen. Schicken Sie uns einfach ihre anonymisierten Daten zu, unsere neue E-Mail-Marketing-Plattform XQ:Maileon bietet neben zahlreichen anderen interessanten neuen Auswertungen auch diese Analyse.


Autoren: Frank Strzyzewski, Lukas Sadurski

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