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7 Tipps um Barrierefreiheit bei der E-Mail Gestaltung zu gewährleisten

E-Mails sollten auch für Personen mit Sehschwächen leicht zu erfassen sein. Bei der E-Mail Gestaltung gilt es daher, auf Barrierefreiheit zu achten.
Stefan Mies | 17.04.2013

E-Mail Design ist eine Kunst, bei der es zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen gibt – Text-Bildanteil, Farbwirkung, Struktur usw. Was dabei jedoch oftmals nicht berücksichtigt wird: E-Mails sollten auch für Personen mit Sehschwächen leicht zu erfassen sein. Bei der E-Mail Gestaltung gilt es daher, auf Barrierefreiheit zu achten.

Die durchschnittliche Aufmerksamkeit für den Inhalt einer E-Mail beträgt nur wenige Sekunden. In dieser Zeit muss der Empfänger alle wichtigen Informationen erfassen können. Strengt ihn das Lesen der Texte an oder sind Inhalte schlecht erkennbar, wird der Empfänger höchstwahrscheinlich schnell abspringen und die E-Mail löschen. Bei der E-Mail Gestaltung sollte daher immer auf eine angenehme Lesbarkeit für den Empfänger geachtet werden. Doch nicht jeder Empfänger nimmt eine E-Mail so wahr, wie es der Gestalter möglicherweise tut. Sehschwächen sind weit verbreitet. Dazu gehören neben Kurzsichtigkeit und altersbedingten Einschränkungen auch Farbfehlsichtigtkeit (z.B. Rot-Grün-Blindheit), die bei etwa 5 Prozent der Bevölkerung vorkommt. Für das E-Mail Marketing bedeutet dass, E-Mails barrierefrei zu gestalten, damit sie auch für Empfänger mit Sehschwächen leicht lesbar sind. Wir haben einige Tipps für barrierefreie E-Mail Gestaltung zusammen gestellt (die auch Empfängern ohne Sehschwäche die Nutzung erleichtern).

1. Kontraste und Weissräume setzen
Damit sich der Text deutlich vom Hintergrund abhebt, sollte immer ein ausreichend starker Kontrast verwendet werden – z.B. schwarzer Text auf hellgrauem Hintergrund. Mehrfarbige Hintergründe oder Muster sind zu vermeiden. Um Textblöcke und andere Designelemente sollte immer genügend Weissraum eingefügt werden, d.h. freie “leere” Fläche. Dies dient der Abgrenzung der einzelnen Elemente voneinander und steigert die Übersichtlichkeit.

2. Verschiedene Formatierungen verwenden
Um Links oder Überschriften hervorzuheben, werden oftmals Farben verwendet, die sich von der Schriftfarbe des Textes unterscheiden. Für Empfänger mit Sehschwäche, die diese Differenzierung nicht erkennen können, sollte eine zusätzliche Formatierung zur Hervorhebung genutzt werden – beispielsweise fette Schrift oder Unterstreichung.

3. Textliche Farbhinweise vermeiden
Farben kommen in vielen Texten auch als Wörter vor, um auf Designelemente hinzuweisen – z.B. “Klicken Sie den roten Button”. Da manche Empfänger nicht in der Lage sind, ein so beschriebenes Designelement anhand der Farbe zu identifizieren, sollten textliche Farbhinweise vermieden werden.

4. Komplementäre Farbkombinationen vermeiden
Farbkombinationen wie Rot-Grün, die von Empfängern mit Farbfehlsichtigkeit nicht unterschieden werden können, sind zu vermeiden. Im Internet finden sich diverse Sehbehinderungssimulatoren, die dabei helfen, kritische Farbkombinationen zu identifizieren.

5. Schrift nicht als Grafik einfügen
Einige Empfänger kopieren sich den Text aus einer E-Mail zur besseren Lesbarkeit in ein neues Dokument, skalieren die Schrift oder nutzen sogar Leseprogramme. Daher sollten Texte immer in Schriftform angelegt werden und nicht als Grafik. Es ist sinnvoll, neben der gestalteten HTML-Version einer E-Mail immer auch eine Textversion anzubieten. Auch sollten zu Grafiken immer Alternativtexte hinterlegt werden, die den Bildinhalt kurz beschreiben.

6. Inhaltsverzeichnis anbieten
Zumindest bei längeren E-Mails mit vielen Bausteinen sollte ein Inhaltsverzeichnis integriert werden, das den Sprung auf einzelne Inhalte per Klick ermöglicht. Dies schafft Orientierung und verhindert, dass Empfänger abspringen, wenn die für sie relevanten Inhalte erst gegen Ende der E-Mail platziert sind. Der artegic Newsletter beispielsweise erlaubt die Navivation durch die einzelnen Beiträge über ein Inhaltsverzeichnis.

7. Endgeräteunabhängig optimieren
E-Mails werden zunehmend auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets genutzt. Dies verlangt nach einer Optimierung der E-Mails für die kleineren Bildschirme – geringere Breite, verkürzte Inhalte, grössere Buttons usw. Laut der artegic Studie Mobile E-Mail Marketing 2012 kritisieren 31,6 Prozent der mobilen E-Mail Nutzer die mangelhafte Darstellung mobiler E-Mails. Für Empfänger mit Sehschwäche stellt die fehlende Mobiloptimierung sogar ein noch grösseres Hindernis dar. Hier bedarf es Technologien wie der Dynamic Mobile E-Mail, die versendete E-Mails automatisch an die Anforderungen der genutzten Endgeräte anpassen.

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