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So bringen Sie Ihre E-Mail-Liste in Form

Das Prinzip des Frühjahrsputzes macht auch bei Ihrer E-Mail Liste Sinn. Räumen Sie auf. Ich sage Ihnen hier, wie!
Melanie Riedel | 11.09.2013

Kennen wir ja alle. Auch Keller Entrümpeln von Kisten, die man schon die letzten fünf Jahre nicht mehr geöffnet hat, ist uns vertraut.

Wenn Sie schon einige Jahre im Geschäft sind, haben Sie vielleicht eine E-Mail Liste von Hunderten, Tausenden oder sogar Millionen. Abgesehen von der Grösse, haben Sie mit Sicherheit viel Blut und Schweiss und natürlich auch Geld investiert, um eine Datenbank aufzubauen mit Interessenten an Ihren Produkten oder Ihre Branche allgemein. Opt-in Newsletter-Abonnenten zu gewinnen ist nicht mehr so leicht heutzutage.

Aber gerade deswegen und auch wenn es Ihnen schwer fällt: Räumen Sie auf! Entfernen Sie alle inaktiven, ungültigen oder unzustellbaren E-Mails aus Ihrem Verteiler, bevor Sie die nächste Kampagne starten!

Sie fragen jetzt vielleicht "Warum habe ich mit so viel Herzblut Anmeldungen generiert, wenn ich die Abonnenten nun wieder gehen lasse?"

Wobei Sie sich viel mehr fragen sollten "Warum soll ich meine Reputation als Absender riskieren, indem ich Nachrichten an inaktive/tote Adressen schicke?"

Es gibt verschiedene Abonnenten-Typen da draussen. Diese sollten Sie unterschiedlich behandeln:

Typ 1: Aktive Leser, die Ihre E-Mails regelmässig öffnen und Inhalte daraus teilen über Social Media oder andere Kanäle. Diese sind zweifellos die wertvollsten Adressen in Ihrer Datenbank. Hegen und pflegen Sie sie, indem Sie ihnen regelmässig Sonderangebote, Informationen oder auch ein einfaches "Dankeschön für die Treue" zukommen lassen. Damit sichern Sie ihre langfristige Loyalität.

Typ 2: Leser, die nur ab und zu Ihre Nachrichten öffnen. Nur dann, wenn die Betreffzeile oder Ihr Angebot wirklich heraussticht aus der Masse in der Inbox und ihr Interesse weckt. Diese Abonnenten wollen Sie auf jeden Fall an Bord behalten. Aber haben Sie unbedingt ein waches Auge auf deren Onlineverhalten. Überlegen Sie sich vielleicht sogar eine spezielle Kampagne mit besonderen Angeboten, um die Aufmerksamkeit dieser Gruppe zu gewinnen.

Typ 3: Das sind die Empfänger, von denen Sie überhaupt nichts haben. Sie haben seit Monaten keine Ihrer E-Mails geöffnet. Mit hoher Wahrscheinlichkeit haben sie sich vor Jahren in Ihrem Verteiler angemeldet und seitdem Ihren Job verändert oder Ihre E-Mail-Adresse gewechselt.
Daneben gibt es natürlich über Bots generierte Adressen, Spamfallen, Wegwerf-Domains oder Gewohnheits-Beschwerer. Diese sorgen unter Umständen dafür, dass Ihre E-Mails vom ESP geblockt oder Sie sogar abgeschaltet werden.
Wenn Sie trotzdem weiterhin an alle versenden, kostet das Geld, verringert Ihren ROI und macht Ihre Absender-Reputation kaputt.

Der Schlüssel zu einer sinnvollen E-Mail-Datenbereinigung ist die Identifizierung, welche Adressen ins gute und welche ins schlechte Töpfchen wandern. Inaktive Nutzer (NICHT tote/ungültige!) können und sollten Sie natürlich zuerst zu reaktivieren versuchen (lesen Sie z.B. auch hier http://wp.me/p299bW-gu) mit speziellen Kampagnen. Sie sollten aber erkennen, wann es Zeit ist, jemanden gehen zu lassen.

Ihr Ziel muss es sein, zustellbare E-Mails an Empfänger zu schicken, die diese auch lesen wollen. Damit vergrössern und stabilisieren Sie Ihre Leserschaft langfristig und erhöhen die Aufmerksamkeit. Was Ihnen am Ende mehr Interessenten auf der Website einbringt und mehr Umsatz.

Sind Sie also bereit zum Aufräumen? Zögern Sie nicht, je früher Sie damit anfangen, desto besser!


Melanie Riedel
MR Consulting
http://www.mr-consulting.net
http://emailexperte.wordpress.com/