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Lassen Sie Ihre Abmelder gehen!

…aber halten Sie die Unentschlossenen.
Bastian Hagmaier | 02.04.2014

Der Grundsatz „Reisende soll man nicht aufhalten“ gilt im eMail-Marketing genauso wie im täglichen Leben: Wenn sich jemand entschieden hat zu gehen, soll man ihn auch gehen lassen. Oder in Bezug auf Ihren Newsletter: wer genug hat und sich zum Abmelden entschieden hat, sollte nicht aufgehalten werden. Den Austritt aus Ihrem Verteiler zu erschweren oder den User aktiv daran zu hindern, hilft nicht. Im Gegenteil: wer auf einer Abmeldeseite erst mit verschiedenen Sicherheitsmechanismen wie Eingabe der eMail-Adresse, eines Passworts oder sogar eines Captchas aufgehalten wird, verliert nicht nur ein erhebliches Stück Markenbindung. Der User wird nur noch aktiver versuchen, auch aus sonstiger Kommunikation mit Ihrem Unternehmen auszusteigen oder neigt im schlimmsten Fall zu negativen Reviews, Bewertungen oder Social Media Kommentaren. Von dem Klick auf „Spam“ und der damit verbundenen negativen Reputation bei den eMail-Providern ganz abgesehen. Kurzum: Sie werden durch das Erschweren des Unsubscribes keine positiven Umsatzeffekte erzielen können.

Ist ein One-Click-Unsubscribe, also die Abmeldung direkt durch den Klick in der eMail, daher die Lösung? Nicht unbedingt. Es gibt verschiedene Gründe, warum Ihre Subscriber auf „Abmelden“ klicken. Teils wollen die Kunden Ihren Newsletter nur seltener erhalten. Teils ist der Inhalt nicht relevant. In manchen Fällen sind aber auch nur bestimmte Teile Ihres Newsletter-Portfolios nicht mehr interessant: z.B. der Sales-Newsletter oder die täglichen Angebote, während Informationen zu Veranstaltungen oder Neuerscheinungen durchaus noch gefragt sein könnten.

Um diesen Effekt messbar zu machen, verglichen wir das Abmelde-Verhalten von über 35.000 Usern bei Kunden aus unterschiedlichen Branchen und mit unterschiedlichsten Abmelde-Logiken. Dabei unterschieden wir erstens zwischen Abmeldeseiten, die einfach nur die Möglichkeit bieten, sich abzumelden. Allerdings über einen bewusst gestalteten Zwischenschritt, völlig ohne zusätzliche Optionen oder Login-Notwendigkeit. Und zweitens Seiten, die Optionen zum Interesse oder vor allem zur Abmeldung von einzelnen „Flags“ enthielten, also Abmeldungen von einzelnen Themengebieten oder Newsletter-Arten. Dabei flossen in die Auswertung auch spätere Abmeldung mit ein um ein versehentliches „nicht-Abmelden“ bei Fehlbenutzung ausschließen zu können.

Das Ergebnis war eindeutig:
Während eine One-Click-Unsubscribe definitionsgemäß eine Quote von 100% zwischen „Besuch der Abmeldeseite“ und tatsächlicher Abmeldung bildete, hatte die erste Gruppe von Kunden, die ihre Seite immerhin ansprechend gestaltet, aber dann eine sofortige Abmeldung als einzige Option anbietet, eine Quote von 93,03% Abmeldungen (schwankend zwischen 88% und 95%). Die zweite Gruppe mit der Option, sich von bestimmten Themengebieten abzumelden hingegen, konnte eine Quote von 85,07% vorweisen, mit einer Schwankung von 76% bis 93% und einem Ausreißer von nur 44,88% (aus der Durchschnittsberechnung ausgeschlossen), da hier zusätzlich noch weitere Daten wie die Post-Adresse verändert werden können.

Was bedeutet das für Sie und Ihre Abmeldeseite? Nicht jeder, der auf Abmelden klickt, will unbedingt von jeglicher Kommunikation ausgeschlossen werden. Ca. 15% aller Abmelder können Sie im Vergleich zu einem reinen One-Click-Unsubscribe durch eine attraktiv gestaltete Abmeldeseite davon überzeugen, sich nicht vollständig abzumelden oder sogar ihre Interessen feiner zu spezifizieren. Nutzen Sie diese Möglichkeit! Bieten Sie eine Abmeldeseite mit einer hohen Usability an, die auf sinnvolle Weise die Auswahl von Newsletterarten, Interessen und/oder der Möglichkeit, die Frequenz der Newsletter zu bestimmen ermöglicht.

Unser Accountmanagement berät Sie gerne und die Spezialisten aus unserer Custom Integrations-Abteilung setzen die Seiten schnell und professionell für Sie um oder unterstützen Sie bei der Einbindung.

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