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Deep-Learning macht den Content agil

Machine-Learning-Technologien werden auch das Content-Marketing beeinflussen. Der Erfolg dynamischer Inhalte wird messbar - schon vor dem Publishing.
Marcus Tober | 24.07.2017
 

Fast alle Bereiche des Zusammenspiels zwischen einem Online-Business und dem User sind heute datengetrieben: Erfolgsmessungen, Reportings, Kampagnen-Aussteuerung. Doch ausgerechnet beim wichtigsten Kontaktpunkt, den Inhalten, agieren viele Unternehmen noch immer nach Bauchgefühl – und betreiben die Content-Erstellung als Rätselraten. Online-Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, Inhalte zu erstellen, die sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen relevant sind.

Welche Probleme bestehen bei der Erstellung von Online-Content?

Heutzutage ist in der Online-Welt nahezu jeder Prozess automatisiert oder wird umfänglich getrackt – außer der Bereich Content. Die Erstellung von Inhalten beginnt zunächst nach einer Keyword-Recherche. Dabei sind die Zeiten der Keyword-Optimierung längst vorbei. Der Autor erhält danach anhand solcher Tabellen den Auftrag, zu einem Thema eine bestimmte Anzahl von Wörtern zu schreiben und dabei eine Liste von Keywords abzuarbeiten. Autoren sind meist recht kritisch gegenüber technischen Neurungen, verteidigen ihren kreativen Freiraum und nutzen Microsoft Word zur Content-Erstellung. Anschließend sind meist weitere Personen mit dem Abnehmen der Inhalte, der Veröffentlichung und der Performance-Messung des Contents beschäftigt.

Obwohl Kommunikations- und Informationsprozesse möglichst lückenlos sein sollten, verfügt jede dieser Personen über unterschiedliche Fähigkeiten, misst mit unterschiedlichen KPIs und reportet an unterschiedliche Vorgesetzte. Dabei sollte die Erstellung von relevanten Inhalten, die sowohl das Nutzerinteresse und auch Suchmaschinen überzeugen, oberste Priorität für Online Business haben.

Wie können mehr Kunden erreicht werden?

Die Produktion von Online-Content wird sich künftig massiv ändern – in einer agilen, datengetriebenen Richtung unterstützt von Deep-Learning-Technologien. Daher haben wir es uns mit der Entwicklung der „Content Experience“ zum Ziel gemacht, die Segmentierung, das Rätselraten und die Datenlücken zu schließen – und damit letztendlich allen Beteiligten am Content-Prozess das Leben zu erleichtern. Seit drei Jahren Zeit arbeiten wir an einer Lösung, die CRM-Managern, Online Marketern, Content-Strategen und SEOs dabei hilft,

1. das Nutzerinteresse Ihrer Zielgruppe/n zu bestimmen,
2. Themen-Anforderungen zu definieren,
3. entsprechende Inhalte zu erstellen und
4. Erfolge messbar zu machen.

Im Prinzip ist es so, als wollte man ein Haus bauen. Es gibt den Bauherren, der konkrete Wünsche hat, den Architekten, der diese Wünsche sinnvoll skizziert und die verschiedenen Handwerker, die das Haus bauen. Aber mal unter uns und an jeden, der schon einmal ein Haus gebaut hat: ist es genauso gebaut worden wie es geplant war? Wahrscheinlich eher nicht.

Deshalb hatten wir vor allem im Sinn, die Lücken im Bereich der Kommunikation und Information zwischen allen Beteiligten im Content-Prozess zu beseitigen – also den Content-Strategen, den Content-Erstellern und den Marketing Managern, die für die Distribution und Erfolgsmessung des Contents verantwortlich sind. Dafür gab es bisher noch keine Lösung und das stellte uns vor enorme Herausforderungen.

Was sind die Erfolgsfaktoren im praktischen Einsatz?

Für uns war klar, dass für die Entwicklung von Content viel mehr Daten gebraucht werden als heutzutage einbezogen werden. Um Erfolg zu haben, muss ich wissen, was der Nutzer eigentlich will, was der Wettbewerb macht und was sich saisonal zu meinen Themen unterscheidet.

Mittels Deep-Learning-Technologien, Machine Learning und Entwicklungen im Bereich Natural Language Processing können Online Marketer, Kampagnenmanager, Writer und SEOs Content entwickeln, der sich am genauen Nutzerinteresse ausrichtet und alle Daten liefert, um wirklich relevant zu werden. Damit wird der Erfolg von Online Content vorhersagbar – und zwar vor dem Publishing! Die erfolgs- und zielorientierte Entwicklung von Inhalten nennen wir "Agile Content-Entwicklung". Denn die Parallelen zur agilen Entwicklung von Software sind eindeutig. Auch dort arbeiten viele Personen an Produkten/Features. Und moderne Entwicklung von Software ist agil, transparent, ehrlich und kollaborativ. Wir wollen das gleiche für die Erstellung user-zentrierten Content erreichen.

Ein solches Tool wurde von uns mit dem Searchmetrics Content Experience entwickelt. Mehr Informationen und eine Demo gibt es hier Searchmetrics Content Experience.