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Schluss mit 08/15-Landingpages

Landingpages machen aus Besuchern Kunden. Für dieses Ziel müssen sie aber auch die richtigen Inhalte bieten, dann profitiert man sogar bei Google.
Bastian Sens | 04.10.2017

Herzlichen Glückwunsch, Sie haben es geschafft – potentielle Kunden sind auf Ihre Website gekommen und haben Ihre Seite aus vielen Ergebnissen im Dschungel von Google ausgewählt. Doch jetzt gilt es, dort so zu überzeugen, dass aus Besuchern Kunden werden und Ihr Unternehmen Abschlüsse generiert. Dies gelingt mit einer perfekten Landingpage. Doch was macht sie so perfekt, dass Ihre Besucher sich hier dazu entscheiden, Kunden zu werden und Ihrem Unternehmen das Vertrauen schenken? Der weitere Inhalt dieses Artikels soll Sie auf diesem Weg begleiten und Ihnen wertvolle Tipps geben, damit Sie Ihre Ziele erreichen – erfahren Sie mehr…

Landingpages, also Unterseiten einer Website, sollten sich im organischen Bereich (SEO = Search Enginge Optimization = Suchmaschinenoptimierung) und im bezahlten Bereich (SEA = Search-Engine-Advertising = Suchmaschinenwerbung) grundsätzlich auf ein bestimmtes Thema konzentrieren. Ziel: den Besucher bzw. Suchenden hier „abzuholen“, seine Suchanfrage bestmöglich zu beantworten und somit für Konversionen zu sorgen. Dazu können Anfragen, Anrufe, Kauf-Abschlüsse, Downloads oder auch Eintragungen – z.B. in Ihren Newsletter – zählen.

Um diese Ziele zu erreichen, empfiehlt es sich, einige Dinge zu befolgen:

1. Legen Sie zunächst die konkreten Ziele fest, die Sie mit der Landingpage erreichen möchten. Auf dieser Basis sollten Sie anschließend die Inhalte, wie beispielsweise den Call-to-Action Button, erstellen.

2. Definieren Sie Ihre Zielgruppe, die mit dieser Landingpage angesprochen werden soll. Anhand der verschiedenen Typologien, die Sie ideal anhand der Limbic Map® (mehr dazu in dem Buch „Schluss mit 08/15 Websites“ in Tipp 48) festlegen können, sollten Sie Ihre Ansprache und Tonalität auf der Landingpage wählen. Wenn Sie wissen, wie Ihre Zielgruppe tickt, können Sie diese Kenntnisse perfekt nutzen, um diese potentiellen Käufer richtig anzusprechen.

Unterschiede bei Landingpages für SEO & AdWords


Worauf Sie bei SEO-Landingpages achten sollten:


Landingpages, die Sie für Ihre Website erstellen, haben in erster Linie den Sinn, dass Sie damit in der organischen Google-Suche gefunden werden. Die Konzentration dieser Unterseiten liegt auf wenigen Suchbegriffen, die zu einem bestimmten Thema gehören. Mit meiner Agentur Sensational Marketing haben wir für unseren Kunden hygro care® Esser GmbH | Stadtmobiliar beispielsweise ein Themen-Glossar eingerichtet. Der Produkt-Bereich und die Navigation sollten davon unberührt bleiben, um die Fokussierung dort klar auf den Produkten beizubehalten. Das Themenverzeichnis wurde im Footer der Website verlinkt. Für unseren Kunden hat es den Vorteil, dass er für themenrelevante Suchbegriffe gefunden wird und dort einen Bezug zu seinen Produkten herstellen kann. Zusätzliche Website-Besucher sorgen für neuen Umsatz.

Google achtet immer mehr darauf, dass Suchenden in den organischen Suchergebnissen relevante Inhalte angezeigt werden, die ihnen einen Mehrwert bieten und die Suchanfrage bestmöglich beantworten. Bezogen auf den Text Ihrer Landingpage bedeutet dies, dass Sie hier ruhig ins Detail gehen und das Thema darin ausführlich behandeln können.

Grundsätzlich gilt hier: Je mehr Inhalt, desto besser ist dies für Google und auch für die Nutzer. Jedoch sollten Einzigartigkeit, Informationsgehalt, Mehrwert und eine Themenrelevanz in jedem Fall gegeben sein. Dass die für Ihre Auffindbarkeit relevanten Keywords in einer angemessenen Häufigkeit vorkommen und grundlegende SEO-Optimierungen, wie beispielsweise hinsichtlich der Überschriften, Seitentitel- und Beschreibungen, beherzigt werden, setzen wir hier mal voraus.

Weitere Tipps hier für Sie im Überblick:


• Bieten Sie, befristet für eine kurze Zeit, kostenlose oder vergünstigte Varianten Ihrer Produkte an und kommunizieren Sie diesen „künstlichen Engpass“ deutlich. Das kann auch ein E-Book sein

• Nutzen Sie sämtliche Social-Media-Kanäle zur Traffic-Generierung und Bewerbung Ihrer Landingpage

• Verwenden Sie Ihren Blog – nutzen Sie dessen Traffic, um über das Thema, welches die Landingpage behandelt, umfassend zu berichten und von dort auf selbige zu verweisen

• Machen Sie sich bestehende Communities bei Xing oder Facebook zu Nutze, indem Sie darin Gruppen erstellen, die sich rein um das Thema Ihrer Landingpage drehen – so erhält Ihr Produkt bzw. Landingpage-Thema weitere Bekanntheit, da die Mitglieder kommentieren, diskutieren und teilen

• Stärken Sie Ihre Landingpage und deren Traffic durch E-Mail-Marketing: Dazu kann die Fokussierung des Themas in Ihrem Newsletter oder die Erwähnung dessen in Ihrer Signatur zählen

Was es bei AdWords-Landingpages zu beachten gilt:


Im SEA-Bereich ist es noch wichtiger, klare Strukturen auf der Landingpage zu schaffen und gewisse Dinge zu beachten, da Sie sonst bares Geld verbrennen und potentielle Kunden verlieren.

Eine AdWords-Landingpage muss nicht zwingend bei Google indexiert und somit organisch auffindbar sein. Hintergrund: Sie investieren Geld in jene Anzeigen, die Ihre Kunden auf die Landingpage bringen – dort sollte die Konzentration und Fokussierung klar auf dem beworbenen Produkt bzw. Thema liegen. Ein Menü beispielsweise lenkt die Besucher eher ab, sodass sie auf eine andere Unterseite klicken. Die Landingpage Ihrer AdWords-Kampagnen ist jedoch als Umsatzgenerator zu verstehen und darf keine hohen Absprungraten verzeichnen.

Dies ist auch der wichtigste Hinweis zu diesem Thema: Wenn Sie den Besucher auf Ihrer Landingpage optimal leiten oder führen, braucht er nicht lange, um sich seine unterbewusst gestellten Fragen zu beantworten. Wo er klicken muss, anrufen kann, welche Ersparnis und welcher Inhalt ihn erwartet, sollte schnell ersichtlich sein und mit wenigen Blicken beantwortet werden.

Meine Erfahrung zeigt: Berücksichtigen Sie die folgenden Tipps, wirkt es sich positiv auf den Erfolg Ihrer Landingpage aus.

Ihre Zielgruppe als Basis und Grundlage: Anhand der zu Beginn definierten Typologien gilt es, Bild-Tonalität und Text-Sprache festzulegen

Klare Fokussierung auf ein Thema: Auf zusätzliche, irrelevante Inhalte sollten Sie verzichten

Nur das Nötigste abbilden: Das Navigationsmenü wird hier nicht benötigt und lenkt nur ab

Prominente Platzierung des Kernthemas: Bilden Sie direkt in der Überschrift ab, worum es geht

Auflistungen als Überblick: Leser erhalten direkt einen Eindruck, um was es hier geht. Dies bietet sich für die Erläuterung der Vorteile Ihres Produktes bzw. Ihrer Leistung an

Psychologische Hilfsmittel zur Unterstützung: Aufzählungszeichen wie z.B. grüne Häkchen symbolisieren dem Leser gegenüber eine Checkliste, die er unterbewusst durchgeht und für sich abspeichert

Vertrauen erwecken: Zertifikate und Verifizierungen signalisieren dem Besucher Ihrer Landingpage, dass er Ihnen vertrauen kann

Kontaktmöglichkeiten aufzeigen: Je nach Ihrem Ziel sollte die Telefonnummer, E-Mail-Adresse oder aber ein Kontaktformular abgebildet werden

Eine Handlungsaufforderung als Schlüssel: Die klare Beschriftung Ihres Call-to-Action-Buttons unterstützt das Ziel der Landingpage und bringt den Besucher dazu aktiv zu werden

Die Berücksichtigung der aufgeführten Punkte hilft Ihnen dabei, dass aus Ihren bezahlten Zugriffen Kunden werden. So holen Sie sich das investierte Geld zurück. „ROI“ – Return on Investment – lautet hier das Stichwort. Mit einer perfekt optimierten Landingpage steigern Sie Ihre Chancen, dadurch Umsätze zu generieren, erheblich. Eine Landingpage, ein Thema. Das ist hierbei eine von vielen Empfehlungen, die jedoch unbedingt berücksichtigt werden sollte, damit Sie Ihre Besucher und deren Suchanfrage bestmöglich abfangen und bedienen können.

Weitere Details und viele wertvolle Tipps finden Sie im Buch „Schluss mit 08/15 Websites – so bringen Sie Ihr Onlinemarketing auf Erfolgskurs | 79 Tipps für Ihren Online Auftritt“.