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Das richtige Thema finden und planen

Spannende Themen für das Content Marketing findet man an vielen Stellen. Mit einem Redaktionskalender kann man diese auch effizient planen.
Ramona Schäffer | 09.10.2017

Täglich begegnet uns eine Vielzahl an Inhalten in der digitalen Welt. Aufgrund dieser Fülle kann sich nur qualitativ hochwertiger und thematisch relevanter Content bei den Usern und der Suchmaschine durchsetzen. Um diesen zu erschaffen, hilft meist eine redaktionelle Arbeitsweise, welche beim Projektmanagement, sowie der Erstellung und Verbreitung von Inhalten helfen kann.

Um ein ansprechendes, für die User signifikantes Thema zu finden, bedarf es einer gewissen Vorbereitung. Ein wildes darauf los Brainstormen führt mit Sicherheit zu kreativen Ergebnissen, welche anschließend allerdings aufwändig evaluiert und bewertet werden müssen.

Deshalb müssen vorab einige wichtige Faktoren festgelegt werden: Die Zielgruppe sollte mithilfe der festgelegten Ziele klar definiert sein. Anschließend können Themenfelder ausgearbeitet werden, die für das Unternehmen und dessen Zielgruppe relevant sind. Auch die Seeding-Möglichkeiten sollten von vorneherein klar sein, denn der schönste, zielgruppenfokussierte Content bringt nichts, wenn er nicht verbreitet wird.

Wurde aus diesen Punkten eine Strategie und ein Konzept entwickelt, kann es auch schon an die Themenfindung gehen. Der Content sollte stets eine Verbindung zwischen dem Produkt oder der Dienstleistung und dem Kunden aufbauen. Dafür muss nicht immer von Null begonnen werden. Auch ein Durchforsten bereits bestehender Inhalte bietet oftmals Potentiale in der Content-Optimierung. Ist schon Content vorhanden, der meiner Zielgruppe einen Mehrwert bietet oder sie gut unterhält, aber noch nicht holistisch ist? Diesen aufzubereiten und neu zu veröffentlichen ist oftmals der schnellste und effektivste Weg.

Neben der Zielgruppenfokussierung lohnt sich ein Blick auf die Inhalte der Wettbewerber. Welche funktionieren dort gut und wie könnte man sie selbst noch besser umsetzen? Aber auch Themen, die die Konkurrenz noch nicht abbildet, sind die perfekte Ausgangslage, um sich von den Anderen abzuheben und sich für seine User unverzichtbar zu machen.

Strategische Themenfindung


Toolbasierte Daten helfen ebenfalls bei der Findung neuer Themen. Wer sich einen Überblick über die Interessen seiner Zielgruppe verschaffen will, wirft am besten einen Blick in die Zielgruppendaten der Social-Media-Kanäle. Dort erfährt man viele Details wie Beruf, Geschlecht, Alter und Hobbies seiner Zielgruppe und kann dadurch die Themen noch genauer auf sie zuschneiden. Auch Keyword-Recherchen dienen nicht nur zur Suchmaschinenoptimierung von Texten, sondern auch zur Potentialanalyse eines Themas. Keyword-Tools wie Google Suggest schlagen Longtail Keywords vor, mit deren Hilfe das Thema allumfassend behandelt werden kann.

Ebenso kann die Customer Journey des Unternehmens herangezogen werden, um neue Themen zu entdecken. Beispielsweise können Studien, die sich mit der Customer Journey der Branche beschäftigen, zu umfangreichem Content mit Infografiken ausgearbeitet werden.

Auch Personalisierung ist im Content Marketing ein Thema, das immer mehr Relevanz erfährt. Durch die immer leichter und schneller werdende Datenerfassung können Online-Inhalte noch genauer auf die Nutzer zugeschnitten werden. Dies führt dazu, dass der Besucher länger auf der Seite verweilt und sich noch intensiver mit den Inhalten dort auseinandersetzt, was wiederum ein gutes Signal für die Suchmaschine ist.

Hat man ein potentielles Thema gefunden, sollte dieses auch auf seine Aktualität hin überprüft werden. Tools wie Google-Trends zeigen die Entwicklung der Suchanfragen zu diesem Thema und helfen dabei, abzuschätzen, ob das Themeninteresse noch steigen kann oder schon am Stagnieren ist.

Themenplanung


Egal, ob es sich bei dem zu erstellenden Content um einen Blog handelt, der regelmäßig bespielt werden muss, oder um eine einmalige Erstellung einer Landing Page, die über mehrere Monate hinweg geplant werden muss: Ein Redaktionsplan ist immer ein gutes Werkzeug, um den Status Quo im Blick zu behalten. Durch seine Hilfe kann festgehalten werden, welche Themen bereits veröffentlicht wurden, welche noch ausstehen und welches Teammitglied wofür verantwortlich ist. Zudem können darin viele weitere Faktoren berücksichtigt werden, die je nach Content Art eine wichtige Rolle im Planungsprozess spielen.

Es bietet sich an, den Redaktionsplan zu erstellen, noch bevor die endgültigen Themen feststehen. Relevante Events, saisonale Gegebenheiten oder branchenabhängige Peakzeiten können dort notiert und Themen speziell darauf ausgerichtet werden.

Je nach Aufwand und Komplexität der Content-Planung kann der Redaktionskalender zu einem allumfassenden, mehrseitigen Dokument werden. Generell lässt sich dieses mit etwas Excel-Kenntnissen gut selbst anfertigen oder mit Hilfe von Vorlagen oder Online-Tools erstellen.

Fazit


Die Erstellung und Planung von Content ist somit ein stetiger Prozess, der bei jeglichen Content-Arten angewandt werden kann. Im Fokus sollte stets der Mehrwert für den Kunden und die Verbindung zum eigenen Unternehmen bzw. zum Produkt stehen. Wird dieser Prozess stets beachtet und ist das Thema vielversprechend, hilft es, den User und die Suchmaschine zufrieden zu stellen und zu einer positiven Entwicklung der Kennzahlen beitragen.