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Neue Leads durch Google AdWords und Facebook Ads

5 simple und effektive Tipps, wie man mit Anzeigen in Google und Facebook hochwertige Adressen für den E-Mail-Verteiler gewinnen kann.
Robin Heintze | 22.01.2018

Sie müssen jetzt erst einmal ganz tapfer sein. Denn kein Mensch will Ihren Newsletter. Wirklich. Oder sorgt bei Ihnen die Information, dass eine neue Mail in Ihrem Posteingang angekommen ist, für Glücksgefühle?

Menschen wollen keine Newsletter, sondern Sie wollen Nutzen. Das heißt es geht nicht um den Newsletter, sondern um die Inhalte darin, die einen echten Mehrwert stiften.

Wenn Sie sich damit beschäftigen, wie Sie neue Leser in den Newsletter bekommen, sollten Sie zuerst auch die Frage stellen: „Warum sollte überhaupt jemand meinen Newsletter haben wollen?“ – Wenn die einzige Antwort in die Richtung „damit ich mehr Umsatz durch die Werbung darin mache“ geht, dann werden die folgenden Tipps Ihnen daher nichts bringen.

Sollten Sie auf die Frage aber eine Antwort wie „weil ich grandiose Inhalte biete, die das Leben der Leser verbessern und die dazu noch gelegentlich von passenden Produktempfehlungen begleitet werden“ sein, dann können Sie mit den folgenden Empfehlungen hochwertige E-Mail-Adressen sammeln. Und mit diesen können Sie dann auch richtig Umsatz machen.

Tipp Nr. 1: AdWords Traffic über Informations-Keywords


Grundsätzlich können bei Google drei unterschiedliche Arten von Suchanfragen und damit auch von Keywords unterschieden werden.

1. Navigational Search:

Nutzer geben bei Google bestimmte Name ein, um auf die passende Website zu gelangen. Das passiert in erster Linie aus Gewohnheit, Faulheit oder Unwissenheit darüber, ob es eine .com oder .de Domain ist. So gehören zu den häufigsten Suchanfragen auch regelmäßig Wörter wie „facebook“, „youtube“ oder „amazon“. Bei BING wird übrigens häufig nach „google“ gesucht.

2. Informational Search:

Der größte Teil der Suchanfragen bei Google zielt auf konkrete Informationen ab. Entweder ausformuliert (häufig bei Sprachsuchen) wie „wie kann ich meinen Blutdruck senken?“ oder als stark reduzierte „Frage“ wie „ernährung bluthochdruck“ oder „reisetipps namibia“.

3. Transactional Search:

Kaufaffine Nutzer, bei denen der Weg zum Abschluss nicht mehr weit ist. Suchanfragen beinhalten konkrete Indikatoren wie „kaufen“.

Für die Gewinnung von Adressen sind ausschließlich Informations-Suchanfragen geeignet. Bei diesen können Sie über das Aufzeigen von Kompetenz auf der Landingpage, grundsätzlichen ersten Informationen sowie der Ankündigung von tiefergehenden Tipps und konkreten Empfehlungen im Newsletter und/oder einem kostenlosen E-Book genau dieses Informationsbedürfnis befriedigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich diese Keywords für die meisten Werbungtreibenden nicht direkt monetarisieren lassen und somit weniger Wettbewerb besteht, was zu geringeren Kosten pro Klick führt.


Tipp Nr. 2: Das Google Display Netzwerk clever nutzen


Neben den Anzeigen über und unter den Suchergebnissen bietet Google auch unzählige Werbeplätze mit Bannern oder Text-Bild Kombinationen auf anderen Website über das Display Netzwerk an. Hier ist es entscheidend, dass Sie bei der Auswahl des Targetings Ihrer Zielgruppe die richtigen Hebel ansetzen. Die folgenden Optionen stehen grundsätzlich zur Verfügung:

• Keywords: Begriffe, die auf der Seite auftauchen
• Placements: Konkrete Websites/Domains und Unterseiten
• Themen: Katalog an Themenclustern, mit denen sich Seiten beschäftigen
• Interessen: Interessensgebiete von einzelnen Nutzern
• Demographie: Nutzermerkmale zu Alter und Geschlecht

Die Empfehlung ist hier, verschiedene Optionen miteinander zu verknüpfen, damit eine genauere Auslieferung erfolgt. So bietet es sich an, dass Sie Placements und Keywords kombinieren, damit Sie nur auf den zum Thema passenden Unterseiten angezeigt werden.

Tipp Nr. 3: Facebook Lead Ads für qualifizierte Adressen


Facebook bietet die Möglichkeit, mit wenigen Klicks, ohne die manuelle Eingabe von Daten durch den Nutzer, qualifizierte Leads zu sammeln. Das Format wurde anfangs nur auf mobilen Endgeräten bereitgestellt, ist aber inzwischen auch für Desktop Nutzer verfügbar.

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Dabei zeigen Sie den Nutzern z. B. einen konkreten Download oder anderen Vorteil, den sie bekommen, wenn Sie sich für den Newsletter registrieren.

Bei dem Klick auf die Anzeige startet ein Prozess, in dem die Nutzer nur noch bestätigen müssen, dass ihre Daten an das Unternehmen übergeben werden dürfen. Facebook zieht sich dafür die E-Mail-Adresse, die im Profil hinterlegt wurde.

Die Methode eignet sich insbesondere für Smartphone Nutzer, da bei diesen der Weg über eine separate Landingpage oft nicht die gleichen Conversion Rates erreicht wird, wie auf dem Desktop.

Wichtig für den Einsatz der Lead Ads ist, dass die gewonnenen Mailadressen möglichst automatisch in das Versandsystem laufen, damit die Nutzer auch schnell kontaktiert werden können und manueller Aufwand vermieden wird. Für einen ersten Test ist dies allerdings nicht notwendig.

Tipp Nr. 4: Statistische Zwillinge mit Facebook Lookalike Audiences gewinnen


Dass Facebook mehr über die Probleme, Interessen und Vorlieben seiner Nutzer weiß, als teilweise deren eigene Eltern oder Partner, ist hinlänglich bekannt. Egal, ob Sie das gut oder schlecht finden: Für Ihr Marketing sollten Sie es nutzen.

Mit den Lookalike Audiences haben Sie die Möglichkeit, die statistischen Zwillinge Ihrer aktuellen Newsletter Leser direkt anzusprechen. Dazu laden Sie eine Liste mit Mailadressen als Custom Audience hoch und Facebook prüft, welche davon im System bekannt sind.

Anschließend müssen Sie noch auswählen, wie eng die Übereinstimmung der Interessen etc. der Nutzer, die bereits in Ihrer Datenbank sind mit denen, die Sie ansprechen wollen. Je größer die Übereinstimmung ist, desto kleiner, aber auch desto qualifizierter ist die Zielgruppe.

Die Empfehlung ist, für einen ersten Test die 1 Prozent der Nutzer anzusprechen, die die größte Überschneidung haben wie im Beispiel hier.

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Damit erreichen Sie Nutzer, die mit einer großen Wahrscheinlichkeit Interesse an Ihren Themen haben.

Tipp Nr. 5: Retargeting nicht zu nutzen, verbrennt Adress-Potential


Kontaktieren Sie Nutzer, die auf Ihrer Website oder in Ihrem Shop waren, aber noch nicht gekauft haben doch anstelle von Produktwerbung mit Anzeigen für Ihren E-Mail-Newsletter. Am besten natürlich in Kombination mit einem E-Book oder anderen Incentivierungen.

Damit erreichen Sie Nutzer, die ein konkretes Interesse an Ihren Themen haben, Ihre Marke kennen, aber offenbar noch nicht zum Kaufabschluss bereit waren.

Empfehlenswert ist es, die Kampagnen über Google Remarketing in Kombination mit Google Analytics zu steuern. Damit haben Sie die Möglichkeit, ohne großen Aufwand spezielle Listen mit Nutzern auf Basis des Surfverhaltens anzulegen und die Kampagnen schnell und kostenkontrolliert zu starten.

Bilden Sie in Analytics auch Listen mit Nutzern, die bereits Kunde sind und welchen, die auf Newsletter Inhalte reagiert, bzw. den Anmeldeprozess durchlaufen haben. Diese sind oder waren bereits in Ihrer Datenbank und müssen nicht erneut kontaktiert werden.

Fazit


Wenn Sie tolle Inhalte im Newsletter mit echtem Nutzen und Mehrwert für die Leser bieten, dann können Kampagnen über die Reichweiten von Google und Facebook zur richtigen Adressmaschine werden. Kommunizieren Sie die Vorteile, die Sie Newsletter Lesern bieten, auch konkret auf der Landingpage, damit diese geradezu magnetisch von Ihren E-Mails angezogen werden.