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Die wichtigsten Tipps für Newsletter-Templates

Mit diesen Basics und Trends werden Sie die Öffnungs- und Klickrate Ihres nächsten Newsletters deutlich verbessern können.
Antonia Zimmerlich | 01.10.2018
© Pixabay
 

E-Mails gehören zu den effizientesten Tools, um die bevorzugte Zielgruppe zu erreichen und damit den Umsatz anzukurbeln. Unternehmen wissen um diese Stärke und setzen fleißig auf E-Mail-Marketing. Das bleibt für Verbraucher nicht ohne Folgen, denn ein Großteil der täglich weltweit über 280 Milliarden versendeten Mails besteht heute aus Newslettern. Damit Unternehmen in dieser Flut an elektronischer Post überhaupt auffallen, müssen sie aus der Masse herausstechen. Doch in der Praxis setzen viele Firmen immer noch auf E-Mail-Marketing der 1990er Jahre und wechseln für jede Mail-Kampagne das Design. Im Folgenden werfen wir einen genaueren Blick auf die wichtigsten Tipps und aktuellen Trends, mit denen Marketer auch im Jahr 2018 Empfänger in Leads verwandeln können.

Gleiches Marketingziel bei sich ändernden Rahmenbedingungen


Newsletter gehören zu den Bestandteilen des Online-Marketings mit der wohl längsten Geschichte. Unternehmen nutzen Mailings schon seit den 1990er Jahren und in großem Rahmen seit Beginn der 2000er Jahre, um Kunden zu erreichen und diese zum Handeln zu bewegen. Diese Kernausrichtung ist bis heute unverändert. Allerdings haben sich in der Zwischenzeit Gewohnheiten und Erwartungen der Nutzer verändert. Einer der Gründe hierfür ist die Art und Weise, wie wir das Internet heute nutzen. So spielt mittlerweile das Smartphone eine zentrale Rolle beim Lesen von Newslettern oder beim Surfen im Netz. Allein diese Gewohnheit hat einen massiven Einfluss auf das Design von Newslettern: Es muss sich an ganz unterschiedliche Bildschirmgrößen anpassen, damit es nutzerfreundlich bleibt. Darüber hinaus werden Internetnutzer immer ungeduldiger. Webinhalte und eben auch Newsletterinhalte müssen „snackable“ sein. Nutzer sollten den betreffenden Content einfach lesen und das Wesentlich schnell erfassen können.

Moderne E-Mail-Newsletter müssen diese Veränderungen der Nutzungsgewohnheiten und Technik berücksichtigen. Ansonsten riskieren Unternehmen hohe Absprungraten und Abmeldequoten. Dadurch können die Vorteile des Newsletters wie direkte Erreichbarkeit von Kunden und geringe Streuverluste schnell verpuffen.

Design und technische Ausführungen von Templates


Im Newsletter-Marketing spielen Templates und deren Design eine wichtige Rolle. Erstere liefern die Designvorlage und das Layout, die letztlich „nur“ noch mit dem passenden Content befüllt werden müssen. Ist ein ansprechendes, zur Marke passendes Template einmal erstellt, kann es immer wieder für den Newsletterversand genutzt werden. Ein erneuter Design- und Programmieraufwand entfällt. Zugleich lassen sich durch eine einheitliche Newslettergestaltung sowohl Branding als auch Marketing ohne zusätzlichen Aufwand an den Kunden bringen. Die Marke bleibt stark in ihrer Präsenz.

Templates für Newsletter gibt es in verschiedenen Ausführungen:

HTML-Vorlagen
Manche Newsletter werden als HTML-Templates angelegt. Diese Vorlagen sind in der Programmiersprache HTML angelegt und meist mit einem WYSIWYG-Editor verbunden, über welchen Bilder und Text eingefügt werden können. Vorteil der HTML-Templates ist der hohe Grad an Individualisierung. Nachteilig ist der höhere Aufwand, der für das Qualitätsmanagement betrieben werden muss.

Template-Libraries
Manche E-Mail-Versender bieten ihren Kunden kostenlose HTML-Vorlagen an, die sie für Newsletter einsetzen können. Kunden können Funktionselemente hinzufügen und mit einem Editor bearbeiten. Von Nachteil sind dabei jedoch die geringen Individualisierungsmöglichkeiten.

Individuelle Templates auf CMS-Basis
Es gibt Template-Systeme, die wie ein Content-Management-System verwaltet und bedient werden können. Die Newsletter-Templates bieten dann einen großen Funktionsumfang. Einziger Wermutstropfen sind die vergleichsweise höheren Entwicklungskosten für Templates.

„Baukasten“-Templates
Manche Newslettersoftware arbeitet nach dem Baukasten-Prinzip. Anwender können ihr Newsletter-Design anhand von verschiedenen Bausteinen selbst zusammenstellen. So einfach die Anwendung sein mag, so wenig individuell werden in der Regel die so erstellen Newsletterdesigns.

Template-Editoren mit Drag&Drop-Funktion
Eine Erweiterung des Baukastensystems sind sogenannte „Drag&Drop-Templates“. Marketer können die Newsletter-Templates auf diese Weise sehr stark individualisieren, benötigen dafür aber keine HTML-Vorkenntnisse. Vorteile sind die saubere Codierung, die hohe Funktionalität sowie die einfache Nutzung. Nachteilig ist die Bindung an einen bestimmten Anbieter.

Design-Basics für Templates


Ganz gleich, für welchen Template-Typ Sie sich entscheiden: Sie sollten immer auf folgende Design-Basics Ihrer Newsletter-Templates achten:

Kein Design ohne Plan: Überlegen Sie sich im Vorfeld genau, wen Sie mit Ihren Mailings erreichen möchten und in welchem Umfang die Empfänger mit Ihrer Marke vertraut sind. Wichtig sind außerdem die mit dem Newsletter verbundenen Marketingziele. Soll der Newsletter zum Beispiel direkt in Ihren Online-Shop verlinken? Soll es primär um Information gehen? Auf der Basis Ihrer Zielgruppen und Ihrer Marketingziele sollten Sie deshalb einen genauen E-Mail-Marketing-Plan aufstellen. Er wird als Grundlage für das Newsletter-Design verwendet.

Farbschema passend zur Marke und Branche: Passen Sie das Farbschema Ihres Newsletter-Templates an Ihr Corporate Design an. So stärken Sie das Vertrauen in das Mailing und erhöhen den Wiederkennungswert. Wählen Sie außerdem Farben, die zu Ihrer Branche passen. Belassen Sie es bei Ihrer Farbpalette aber bei maximal zwei bis drei Farben, damit der Newsletter übersichtlich bleibt.

Gut sichtbarer Call-to-Action (CTA): Erstellen Sie CTA-Elemente so, dass für Leser eindeutig wird, was sie tun sollen. Halten Sie die Elemente einfach, aber auffällig. Arbeiten Sie zum Beispiel mit Komplementärfarben sowie Icons, um die CTAs hervorzuheben.

Klug eingesetzte Icons: Icons können ganze Sachverhalte mit nur einem Zeichen erläutern. Sie können Icons zum Beispiel vor die einzelnen Abschnitte Ihres Newsletters setzen und so die Aufmerksamkeit für diese Elemente erhöhen. Achten Sie dabei darauf, dass die Icons exakt zum Thema und Sachverhalt passen und selbsterklärend sind.

Individuelles Headerbild: Der Header Ihres Newsletters kann entscheidend dafür sein, ob Ihr Newsletter gelesen wird oder nicht. Gestalten Sie den Header am besten immer individuell und passend zum Thema des Newsletters. Greifen Sie im Header-Design außerdem das Farbschema Ihres Newsletter-Templates auf. Zusätzlich können Sie den Header mit passenden Icons ergänzen, um ihn noch ansprechender zu machen. Das Headerbild gilt zudem als erfolgreichster CTA, also Verlinkung nicht vergessen!

Verschiedene Bildschirmgrößen: Denken Sie daran, dass Ihre Kunden Ihre Newsletter mit ganz unterschiedlichen Geräten abrufen werden. Somit sollte das Design responsiv sein und sich an jede Displaygröße anpassen können.

Inhalte verlinken: Achten Sie darauf, dass Sie in Ihrem Newsletter so viele Elemente wie möglich verlinken. Schließlich soll die E-Mail auch Traffic für Ihre Website liefern. Je mehr Klickmöglichkeiten vorhanden sind, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass Ihre Leser da ankommen, wo sie hinwollen.

Trends für erfolgreiche, zeitgemäße Mailings


Trend #1: Nutzen Sie ein unkonventionelles Layout, das aus der Masse heraussticht
Viele Newsletter folgen einem Standard-Layout, das dem einfachen Schema „von oben nach unten“ oder „von links nach rechts“ folgt. Dadurch werden Mailings schnell langweilig und sprechen die Leser nicht wirklich an. Sie können Ihre Newsletter-Empfänger gerne ein wenig „herausfordern“, indem Sie zum Beispiel ein „Schlangen-Layout“ ausprobieren. Die Headlines der einzelnen Abschnitte Ihres Newsletters werden dabei abwechselnd rechts oder links eingerückt. In Kombination mit kontrastierenden Hintergründen fällt Ihr Layout so auf jeden Fall auf und weckt Interesse beim Leser.

Trend #2: Verwenden Sie Templates, die wie eine Infografik aussehen
Ein Großteil der Internetnutzer überfliegt Newsletter lediglich und liest die Textblöcke nicht Stück für Stück durch. Wenn Sie Ihren Newsletter jedoch wie eine Infografik aufbereiten, durchbrechen Sie dieses Muster. Schon eine einfache Liste kann Empfänger zum genauen Lesen animieren. Ebenso helfen Icons und Bildgrafiken dabei, komplexere Sachverhalte einfach zu erläutern.

Trend #3: Nutzen Sie unverwechselbare Bestandteile Ihres Brandings im Template
Gerade in überfüllten Inboxes von Mail-Programmen können Newsletter mit bekanntem Design herausstechen, weil sie einen hohen Wiedererkennungswert besitzen und Vertrauenswürdigkeit generieren. Verwenden Sie deshalb am besten Elemente Ihres Corporate Designs im Newsletter. Zu diesen Bestandteilen gehören sowohl Farben, Ihr Logo als auch prägnante Typografien.

Trend #4: Nutzen Sie Weißraum klug und ausreichend in Ihren Newslettern
Ein mit farbigen Flächen überfüllter Newsletter kann schnell unübersichtlich oder unseriös wirken. Lassen Sie deshalb auch Weißraum zu. So können Sie zum Beispiel einzelne Elemente oder Überschriften mit Weißraum akzentuieren, sodass diese mehr Aufmerksamkeit von Ihren Lesern erhalten. Ein weiterer Vorteil: Durch den weißen Hintergrund lassen sich zum Beispiel Texte auf Bildschirmen deutlich besser lesen. Weißraum sorgt für eine entspannte Atmosphäre und ein entspanntes Gehirn handelt deutlich lieber.

Trend #5: Nutzen Sie Fehler, um sich mit einer charmanten E-Mail zu entschuldigen
Gerade wurde die neue Mail-Kampagne gestartet und Sie stellen fest, dass das Mailing einen gravierenden Fehler enthält. In diesen Fällen ist Panik alles andere als hilfreich. Sehen Sie Fehler stattdessen als Chance, um erneut in Kontakt mit Ihren Kunden zu treten. Eine E-Mail, die charmant auf diesen Fehler hinweist, macht Ihre Mail-Kommunikation menschlicher und somit auch persönlicher. Sie können sich mit diesen Mails übrigens auch mit einem Gutscheincode oder ähnlichen „Goodies“ entschuldigen. So tragen Sie zu einer noch besseren Kundenbindung bei.

Trend #6: Nutzen Sie User-Generated-Content
Von Nutzern geschaffene Inhalte wie Rezensionen oder Bewertungen schaffen nicht nur im E-Commerce, sondern auch im Newsletter-Marketing zusätzliches Vertrauen. Fügen Sie immer wieder entsprechende „Trust-Signale“ in Ihre Newsletter ein. Gerade für Dienstleister und Online-Shops sind unabhängige und „echte“ Bewertungen durch Kunden wichtige Marketing-Elemente, die das Vertrauen Ihrer Kunden in die Angebote stärken. Empfehlenswert ist es an dieser Stelle, Kundenmeinungen mit echten Namen und echten Bildern zu verwenden. Je authentischer diese Reviews sind, desto ansprechender und vertrauenserweckender wird Ihr Newsletter für die Empfänger.

Nur mit passendem Design zu erfolgreichem E-Mail-Marketing


Templates sind hervorragend geeignet, um kleinteilige Zielgruppen mit E-Mails anzusprechen und zur Interaktion zu bewegen. Wichtig ist dabei, dass das Template sowohl zur Zielgruppe als auch zum Unternehmen und den Marketingzielen passt. Das Newsletter-Design hat somit maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg Ihrer Mails. Mit diesen Trends und Basics haben Sie jetzt viele Ideen erhalten, um Ihre nächsten Newsletter erfolgreich zu gestalten.

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© 99designs

2018 zeichnen sich erfolgreiche Newsletter-Designs durch ein unkonventionelles Layout aus, mit welchem sie sich von der breiten Masse abheben. Darüber hinaus können an Infografiken angelehnte Newsletter das Mailing für Leser interessanter und leichter konsumierbar machen. Ausreichend verwendeter Weißraum sorgt für eine bessere Lesbarkeit des Contents. Fehler nutzen Sie am besten als Chance für eine weitere Mail, mit der Sie den Kontakt zu Ihrer Zielgruppe stärken können. Mit User-Generated-Content schaffen Sie Inhalte, welche für mehr Vertrauen in Ihre Newsletter sorgen können.

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