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E-Mail Marketing: So entkommen Sie der Spamfalle

Internet-User setzen zunehmend Spamfilter ein, um sich vor Werbemüll zu schützen. Läuft Ihr Newsletter Gefahr, in die Spamfalle zu tappen?
Nico Zorn | 04.05.2005

Der Versand von unerwünschter E-Mail-Werbung hat in den letzten Monaten erheblich zugenommen. Der US-Filterspezialist MessageLabs geht davon aus, dass mittlerweile über die Hälfte aller weltweit versendeten Mails Spam sind. So ist es auch kein Wunder, dass Internet-Provider ihre Kunden mit Spamfiltern vor dem unerwünschten Werbemüll schützen.

Die Spamfilter werden jedoch zunehmend auch für seriöse E-Mail-Marketer zum Problem, denn teilweise fallen auch erwünschte Newsletter den Filtern zum Opfer („False Positives“). In den USA werden laut einer Studie des Unternehmens ReturnPath alarmierende 17 Prozent der erwünschten Newsletter geblockt. Beachtet man als Newsletter-Herausgeber einige Regeln, kann man jedoch den Anteil der „False Positives“ deutlich senken.

- Die Abmeldung von Ihrem Newsletter sollten Sie den Abonnenten so bequem wie möglich gestalten. Wenn Sie den Abbestell-Link im Newsletter „verstecken“, kann dies dazu führen, dass die Empfänger den Newsletter als Spam kennzeichnen anstatt sich abzumelden. In P2P-basierten Spamfilter-Systemen wie Cloudmark wird der Newsletter anschließend bei allen anderen Usern ebenfalls gefiltert. Aus diesem Grund sollten Sie auch Empfänger, die sich bei Ihnen beschweren, umgehend manuell aus der Verteilerliste austragen.

- Vermeiden Sie typische Spam-Begriffe wie „Viagra“, „hot“, „heiß“ und komplett großgeschriebene Wörter. Eine E-Mail mit dem Betreff „HEISSE P R E I S E und scharfe Angebote – JETZT ZUGREIFEN!!!“ wird mit hoher Wahrscheinlichkeit gefiltert. Auch Euro- oder Dollarzeichen sollten im Betreff nicht verwendet werden.

- Vermeiden Sie eine stark werbliche Sprache und setzen Sie Ausrufezeichen sparsam ein.

- Stellen Sie sicher, dass Ihre E-Mail Marketing Software (beziehungsweise Ihr Diensteilster) nicht mehr erreichbare E-Mail Adressen automatisch aussortiert (Bounce-Management). Eine hohe Anzahl an Bounces wird von vielen Providern als Spam-Kriterium interpretiert.

- Bitten Sie Ihre Abonnenten, die Absenderadresse des Newsletters in ihr Adressbuch oder in ihre „Whitelist“ einzutragen um zu verhindern, dass der Newsletter versehentlich gefiltert wird. Die Absenderadresse Ihres Newsletters sollen Sie dementsprechend nach Möglichkeit nicht ändern.

- Achten Sie auch auf die Hyperlinks in Ihrem Newsletter und vermeiden Sie Links, die anstatt einer Domain die IP-Nummer oder typische Spam-Begriffe enthalten.

- Wenn Sie für den Versand Ihres Newsletters eine ASP-Plattform verwenden, sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Dienstleister ausschließlich seriöses E-Mail Marketing (Permission Based) betreibt. Verlangt Ihr Anbieter von seinen Kunden die Einhaltung einer „Anti Spam Policy“? Verschicken Sie den Newsletter über einen eigenen Server, sollten Sie überprüfen, ob er einwandfrei konfiguriert ist. Sicherheitslücken werden gerne von Spammern ausgenutzt, was nicht nur großen Ärger bedeutet, sondern auch dazu führt, dass Ihre IP von den Providern anschließend geblockt wird.

- Ist Ihre E-Mail Marketing-Software in der Lage, den Versandvorgang zeitversetzt abzuarbeiten? So genannte Volumen-Filter blocken Absender, die in kurzer Zeit eine bestimmte Anzahl an Mails an den Server schicken. Aus diesem Grund sollte der Versandvorgang künstlich „gestückelt“ werden.

- Versenden Sie Ihren Newsletter ausschließlich mit existierenden Absenderadressen und bauen Sie den Absender in der Form „Name newsletter@unternehmen.de“ auf. Im „An:“-Feld sollte in jedem Fall die E-Mail-Adresse des Empfängers stehen.

Doch was tun, wenn der Newsletter trotz allem von Providern geblockt wird? In diesem Fall hilft häufig nur noch ein Gespräch mit den entsprechenden Providern oder gegebenenfalls ein Wechsel der IP-Adresse, beziehungsweise des ASP-Dienstleisters.

Übrigens: Weitere Tipps zum Thema E-Mail Marketing finden Sie auch im monatlichen ELAINE E-Mail Marketing Newsletter: http://www.elaine.de/newsletter