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Pressearbeit per E-Mail: Die häufigsten Fehler

In der E-Mail-Kommunikation mit Journalisten werden häufig Fehler gemacht, die leicht vermieden werden könnten.
Nico Zorn | 10.10.2006

- Nichtssagender Betreff
Journalisten erhalten dutzende von Pressemitteilungen pro Tag. Eine E-Mail mit dem Betreff „Pressemitteilung“ hat wenig Chancen, das Interesse des Betrachters zu wecken. Verwenden Sie stattdessen eine aussagekräftige Betreffzeile, die neugierig macht und bereits die wichtigsten Informationen beinhaltet.

- Die falschen Empfänger
E-Mail-Adressen von Redaktionen und Journalisten lassen sich mit relativ geringem Aufwand sammeln und die Versandkosten von E-Mails sind äußerst gering. Dies führt dazu, dass viele Unternehmen ihre Mitteilungen „wild durch die Gegend“ schicken. Das ist nicht nur von geringem Erfolg gekrönt, sondern produziert auch reihenweise verärgerte Journalisten. Stattdessen sollten Sie Ihren Verteiler gezielt zusammenstellen und vorab überprüfen, ob der Journalist sich tatsächlich für Ihre Mitteilung interessieren könnte.

- Werbung statt Informationen
Denken Sie daran, dass eine Pressemitteilung eine Information für die Öffentlichkeit darstellt – und keine Werbung! Reißerische Werbeslogans oder übertriebenes Eigenlob haben in einer Pressemitteilung nichts verloren und können von dem Empfänger sogar als Spam verstanden werden. Bleiben Sie immer bei den wichtigsten Fakten und achten Sie vor allem auf Sachlichkeit

- Große Anhänge
Die meisten Journalisten bevorzugen einfache Textmails anstelle von PDF- oder Word-Dateien im Anhang der Mail. Das ist leicht nachvollziehbar, denn große Anhänge blockieren schnell die Internetverbindung. Hinzu kommt, dass Word-Dateien Viren enthalten können und von einigen Redaktionen grundsätzlich nicht geöffnet werden. Die Alternative: Versenden Sie den vollständigen Text der Mitteilung als Plaintext und setzen Sie Links zu HTML- und PDF-Versionen.

- Unprofessioneller Versand
E-Mail-Adressen im BCC-Feld („Blindkopie“) sind für viele Mailprogramme ein Spam-Kriterium. Das gleiche gilt für Adressen im CC-Feld – hinzukommt, dass die Adressen bei dieser Variante für alle anderen Empfänger sichtbar sind, was viele Journalisten verärgern dürfte. Für den Versand von Pressemitteilungen sollten Sie also unbedingt eine professionelle E-Mail Marketing Software einsetzen, damit ein zuverlässiger Versand gewährleistet ist.

- Der falsche Zeitpunkt
Achten Sie auch auf den Versandzeitpunkt. Wer Pressemitteilungen Freitag abends oder Montag morgens verschickt, riskiert, dass die Meldung in der E-Mail-Flut vom Wochenende untergeht. Eine wichtige Rolle spielt natürlich auch der Redaktionsschluss, den Sie vorab erfragen sollten.

Übrigens: Weitere Tipps zum Thema E-Mail Marketing finden Sie im monatlichen ELAINE E-Mail Marketing Newsletter.
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