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Smartphones everywhere … Newsletter auf mobilen Endgeräten

Marketer sehen sich längst der Tatsache gegenüber, Newsletter auch für die mobile Nutzung anpassen zu müssen. Doch wie wird Ihr Newsletter "mobil"?
Julia Nati | 09.05.2011

Die Gruppe der Menschen, die E-Mails auf mobilen Endgeräten empfangen und lesen, ist im stetigen Wachstum. Der Trend ist unübersehbar – wer sich im öffentlichen Raum bewegt, wird dies schon selbst festgestellt haben. Egal ob in der U-Bahn, im Zug, an Flug- oder Bahnhöfen … Smartphones everywhere.
Die Statistiken belegen den Trend: Nach Angaben des Statistisches Bundesamtes hat die mobile Internetnutzung im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent zugenommen. Im Januar von comScore MobiLens veröffentliche Daten zeigen, „dass im 3-Monats-Durchschnitt [...] Smartphone-Nutzer in Deutschland bereits 23 Prozent aller Konsumenten ausmachten – und ihr Anteil wächst rapide. Im vergangenen Jahr ist ihre Zahl mit 5,1 Millionen neuen Usern um 65 Prozent gewachsen.”

Dennoch stecken wir in Deutschland in diesem Bereich im Vergleich zu den USA noch in den Kinderschuhen. Aktuell beschäftigen wir uns vornehmlich mit der optimalen Darstellung auf Smartphones & Co. Vor uns liegen spannendere Aufgaben, etwa der Umsetzung von auf mobile Nutzung angepassten Marketing-Kampagnen, mit dem Fokus auf Sales oder Markenbildung. Auch wird die Entwicklung von Cross-Media-Strategien in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen.

Aber wie so oft – der Beginn ist mühsam und erfordert größere Sorgfalt. Insofern ist die aktuelle „erste Phase” des mobile Marketings, die sich viel mit Darstellung und Usability beschäftigt, grundlegend wichtig.


Ein immer größerer Teil von Newsletter-Lesern wird mobil – wir als „Macher” versuchen dies bei einigen Kunden in gewissen Teilen schon zu berücksichtigen:


1. INHALT
Wichtiger als je zuvor wird der Slogan „Content is King”. Was schon immer galt, wird jetzt nur noch essentieller: Daher sollten Sie relevante Inhalte veröffentlichen, die dem Leser einen klaren Mehrwert bringen.

Hierbei gilt: Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Lesers. Er ist unterwegs und möchte auf den ersten Blick erkennen, was Sie im sagen möchten. Dann wird er entscheiden:

• Interessant, jedoch viel > lese ich später am PC erneut
• Unleserlich oder nicht-relavante Infos > lösche ich sofort
• Hoch-aktuell > antworte/reagiere sofort

2. DARSTELLUNG
• Darstellungstest über Darstellungstest. Leider ein leidliches Thema, um das man aber auch nicht herumkommt. Neben den zahlreichen Mailprogrammen, testen wir vor dem Versand eines Newsletters mit dem in unserer Mail-Software integrierten Tool auch die Darstellung auf einigen mobilen Geräten. (Markanteile in Deutschland: Nokia Symbian 47,7%, Apples iPhone OS 19,5%, Microsoft 13,7% Quelle: comScore MobiLens).


• Layout: Eine klare Struktur vereinfacht dem User das Lesen. Eine Alternative könnte sein, dem mobilen Empfänger eine schlichtere und verkürzte Form des Newsletters anzubieten. Hier müssen Sie jedoch den Kosten-Nutzen-Faktor beachten. Wie groß ist die Zielgruppe Ihrer mobilen Leserschaft? Was ist Ihre Zielsetzung?

• Links: Bei den Links wird es noch wichtiger, dass diese klar als solche zu erkennen sind. Eine Häufung sollte mit Rücksicht auf den „Fingerklick” statt Mausklick vermieden werden.

3. SONSTIGES
• Halten Sie die Größe Ihres Mailings so gering wie möglich und nehmen dabei Rücksicht auf die derzeit langsamere Übertragungsgeschwindigkeit und die teilweise (leider) teuren Verbindungspreise ohne Flatrate. Bilder sollten dafür so stark wie möglich skaliert werden.


Da es für Deutschland in diesem Bereich kaum Literatur bzw. Beispiele gibt, gilt es für jeden Anbieter, eigene Erfahrungen zu sammeln. Auch wir stecken in den Kinderschuhen, eine allgemeine Strategie für “mobil” gibt es dezeit (noch) nicht …


Quellen:
http://www.comscore.com/ger/Press_Events/Press_Releases/2011/1/Google_Android_Shows_Fastest_Growth_Among_Smartphone_Platforms_in_Germany
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2011/02/PD11__060__63931,templateId=renderPrint.psml

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