print logo

Das Märchen von der Überflutung der Inbox durch Marketing E-Mails

Der State of the Inbox Report zum 4. Quartal 2014 von Return Path räumt mit diesem Irrglauben auf.
Return Path | 02.03.2015

Die Vorstellung vom digitalen Konsumenten, der mit einer schier gigantischen Anzahl an Marketing E-Mails in seinem Posteingang zu kämpfen hat – vor allem in der Vorweihnachtszeit – und deshalb immer weniger mit diesen Mailings interagiert, findet weite Verbreitung. Die Ergebnisse des State of the Inbox Reports von Return Path aus dem letzten Quartal 2014 zeichnen jedoch ein anderes Bild.

So zeigt der aktuelle Report, dass die Anzahl der empfangenen E-Mails im Quartalsdurchschnitt im letzten Monat vor Weihnachten zwar anstieg, dieser Zuwachs sich mit Ausnahme von wenigen Spitzentagen jedoch im Bereich von unter zehn Prozent bewegte. Auch die Lese- und Beschwerderaten zeigten wenig Veränderung und blieben im Quartalsdurchschnitt weitgehend stabil. Ein wichtiger Hinweis darauf, dass der oft beschworene E-Mail Verdruss auf Seiten der Empfänger eine Fehleinschätzung darstellt.

Anstieg der Marketing E-Mails im Posteingang zum Jahresende nur moderat

Zwischen Oktober und Dezember 2014 gingen im Durchschnitt 9,4 Werbemails pro Tag pro Posteingang ein. Ab Mitte November stieg die Anzahl der täglich zugestellten E-Mails an, wobei das durchschnittliche Maximum bei zwölf Mails pro Posteingang lag. Die Tage mit den meisten E-Mails waren der Black Friday am 28. November – der Tag, an dem in Amerika nach Ende der Thanksgiving Feiertage traditionell der Start der Weihnachtseinkaufssaison eingeläutet wird – sowie der Cyber Monday am 1. Dezember. Von einem regelrechten Ansturm an kommerziellen Nachrichten kann also keine Rede sein.

Stabiles Engagement während der Vorweihnachtszeit

Auch den oft beschworenen E-Mail Verdruss konnte der Return Path Report nicht belegen. Die Leserate blieb mit 22,4 Prozent annähernd stabil. Sie sank während der vorweihnachtlichen Einkaufssaison lediglich um 0,4 Prozent im Vergleich zum Quartalsdurchschnitt.

Und auch die Spam-Beschwerderate hielt sich in dieser Zeit im Vergleich zum Quartalsdurchschnitt konstant. E-Mails, die unter die Kategorie „Shopping“ fallen, wurden dabei von den Empfängern besonders selten als Spam markiert. Durchschnittlich betraf dies nur 63 von 10.000 E-Mails. Damit ist diese Rate deutlich niedriger als die von Mailings aus den Kategorien „Reisen“, „Nachrichten“ oder „Finanzen“.

Der typische E-Mail Posteingang? – Vorsicht vor Generalisierungen

Der State of the Inbox Report Q4/2014 verweist darauf, dass im durchschnittlichen Posteingang nur 18 Prozent der E-Mails Teil einer persönlichen, zwischenmenschlichen Kommunikation sind. Die übrigen Mailings haben überwiegend kommerziellen Charakter.

Der Report zeigt aber auch auf, dass sich ein Großteil der Inboxen vom Durchschnitt unterscheidet und nur wenige die durchschnittlichen neun bis zehn E-Mails am Tag erhalten. Nur ein Viertel der Empfänger fiel in die Kategorie von sechs bis zehn E-Mails täglich, weitere 15 Prozent erhielten elf bis 20 E-Mails. Das Volumen von mehr als 20 Mailings, die am Tag im Posteingang landen, überschritten nur 14 Prozent. Fast die Hälfte der Empfänger (46 Prozent) erhielt weniger als sechs E-Mails täglich.

Viele Marketing-Experten schätzen den E-Mail-Kanal für seinen außergewöhnlichen ROI. Es existiert aber auch der Mythos, dass die Empfänger Marketing E-Mails im besten Fall tolerieren, aber selten mögen, und dementsprechend negativ auf einen Anstieg des E-Mail Volumens reagieren. Die Daten des State of the Inbox Report von Return Path wiederlegen diese Annahmen.

„Wenn verantwortungsbewusste Unternehmen und Marken verbraucherfreundliche und für den Adressaten relevante E-Mails versenden, dann reagieren die Abonnenten auf ihre Mailings oft sogar sehr positiv“, resümiert Jan Niggemann, Regional Director Central Europe von Return Path. „Mit unseren Lösungen können Marketer das Engagement und die Trends im Verhalten ihrer Abonnenten beobachten und eine anhaltende Zufriedenheit sicherstellen.“

Methodik der Studie:
Für die Analyse untersuchte Return Path die anonymisierten und aggregierten Inbox-Daten von über 2 Millionen aktiven E-Mail Abonnenten. Dabei wurden über 3,8 Milliarden Werbemails ausgewertet, die zwischen Oktober und Dezember 2014 verschickt wurden.

Der vollständige State of the Inbox Report Q4/2014 steht in englischer Sprache hier zum Herunterladen bereit: http://returnpath.com/wp-content/uploads/2015/02/State-Of-The-Inbox_Q4-2014.pdf