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Content schafft Auftrieb für Online-Shops

Themenwelten und Storytelling spielen eine wesentliche Rolle, um Kunden möglichst lange im Onlineshop zu halten.
Neofonie GmbH | 20.11.2017

Wenige große Marktplätze wie Amazon, eBay, Zalando & Co vereinnahmen nach Angaben des bevh über 30 Prozent der gesamten E-Commerce-Umsätze in Deutschland - und das nicht ohne Grund. „Viele dieser großen Online-Shops bieten dem Kunden Sicherheit bei der Bestellung und Zahlungsabwicklung und darüber hinaus Kauforientierung durch zuverlässige Produktempfehlungen“, so Boris Kraft, Mitgründer von Magnolia. Jan Herrmann, E-Commerce Experte bei Neofonie, nennt weitere Gründe für die Dominanz: „Amazon ist stark auf User Generated Content ausgelegt, Nutzerbewertungen spielen eine große Rolle. Darüber hinaus sorgen bei führenden Marktplätzen wie Zalando umfangreiche SEO-orientiere Produktexte für einen Großteil des Traffics.“

Der Content sorgt für Kaufimpulse
Doch gerade kleinen und mittelgroßen Online-Shops bietet Content Commerce echte Chancen, um nachhaltige Kundenbeziehungen zu schaffen. Premiumprodukte und -marken sind auf Marktplätzen von Standardprodukten kaum zu unterscheiden. Höherwertige Inhalte und Formate können hier für die nötige Differenzierung und für Kaufimpulse sorgen. Dabei geht es laut Philip Schroth von Shopware darum, die Geschichte hinter dem Produkt zu erzählen. „Ein moderner Onlineshop muss den Kunden in den Bann ziehen und das Gefühl vermitteln, sich eben nicht in einem digitalen Verkaufsladen zu befinden. Themenwelten und Storytelling spielen dabei eine wesentliche Rolle, um den Kunden abzuholen, ihn möglichst lange auf dem eigenen Onlineshop zu halten und zu binden”, so Schroth.

No-Line-Commerce trifft auf Künstliche Intelligenz
Lucas Schnabel ist sich zudem sicher, dass der Content noch persönlicher bzw. personalisierter werden muss: „Der Content sollte im Idealfall auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Online-Shoppers maßgeschneidert sein, nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch, passend zum Device. An der Stelle braucht es Technologie-Know-how und smarte CMS Lösungen.“ Jan Herrmann bestätigt die wachsende Technologie-Komplexität. „Neofonie wird in Kundenprojekten verstärkt nach flexiblen E-Commerce Lösungen gefragt, die auch umfangreiche CMS Funktionalitäten enthalten. Hinzu kommen Datenanalysen, die die Basis für personalisierte Inhalte liefern“, verdeutlicht Herrmann. André Menegazzi ist überzeugt, dass Content Commerce online und offline gleichermaßen funktionieren muss: „Der Kunde hat online und im stationären Handel grundsätzlich dieselben Ansprüche und wechselt die Welten fließend. No-Line-Commerce ist der richtige Ansatz, um den Kunden über die passenden Inhalte abzuholen und zwar überall und jederzeit, ganz gleich ob via Smartphone, Alexa, Smartwatch oder Second-Screen.“

Boris Kraft geht noch einen Schritt weiter und freut sich auf die Zukunft des E-Commerce, in der KI-Technologien das sagen haben: Conversational Commerce, kurz C-Commerce, wird seiner Meinung nach das E-Commerce Thema in den nächsten Jahren sein.


Foto: rawpixel.com