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Doppelt erfolgreich: automatisierte E-Mails

Warum automatisierte E-Mail-Serien doppelt erfolgreich sind. Yvonne Perdelwitz von postina.net erläutert zwei Fallbeispiele

Automatisierte E-Mails werden in vielen Bereichen eingesetzt. Beispielsweise werden Anmeldebestätigungen für Newsletter automatisiert versendet. Sympathisch sind auch automatisierte Geburtstagsmails, die pünktlich zum Geburtstag des Kunden mit einem kleinen Gimmick oder Geschenk gratulieren. Besonders erfolgreich sind automatisierte E-Mails zu Beginn einer Kundenbeziehung. Sie eignen sich für die Präsentation des eigenen Produktportfolios und um mehr über den Kunden zu erfahren.

WARUM AUTOMATISIERTE E-MAIL SERIEN DOPPELT ERFOLGREICH SIND

DOPPELTE ÖFFNUNGS- UND KLICKRATEN

Eines der Projektbeispiele, das die Heidelberger Agentur für E-Mail und Online Marketing postina.net am 8. und 9. Juni auf den mailingtagen 2011 präsentieren, sind die automatisierten E-Mailings ihres Kunden Nabenhauer Consulting. Im 14-tägigen Rhythmus über drei Monate nach Anmeldung hinweg erhalten die über www.xing-erfolgreich-nutzen.com generierten Neuanmelder aufeinander abgestimmte E-Mails mit verschiedenen Gratisdownloads. Nach dieser Festigung des Verteilers beginnen Mailings mit Verkaufscharakter. Im Durchschnitt erzielten die ersten sechs Eventmails eine unique Öffnungsrate von 61 Prozent und eine unique Klickrate von 28 Prozent. Diese Werte sind beinahe doppelt so hoch, wie bei "normalen" Newslettern. Dies ist kein Einzelfall, Studien und Projekte von Mitbewerbern kommen auf ähnlich hohe Werte.

DOPPELTE ZIELSETZUNG

Neben der sukzessiven Präsentation des eigenen Produkt- und Leistungsportfolios eignen sich sinnvoll geplante E-Mail-Serien auch dazu, mehr über den Kunden zu erfahren. Denn um die Newsletteranmeldung nicht unnötig kompliziert zu gestalten, und aus Gründen der Datensparsamkeit, werden bei der Abonnenten-Generierung meist nur die persönlichen Daten und die E-Mail-Adresse erfragt. Mit zeitgesteuerten Willkommensmails können diese Datensätze zu einem späteren Zeitpunkt um relevante (Verkaufs-) Informationen angereichert werden.

Ein schönes Projektbeispiel präsentierte Ulf Richter von optivo in seinem Vortrag auf der diesjährigen E-Mail-Expo in Frankfurt. Mit dem Kunden Lindner-Hotels wurde eine mehrstufige Willkommensmail-Serie ins Leben gerufen. Im ersten Step wurden Interessengebiete und das Geburtsdatum abgefragt. Dazu wurde eine Umfrageseite erstellt und das Ausfüllen der Daten mit einer Gewinnmöglichkeit verknüpft. Mithilfe der so generierten Informationen wurden E-Mails mit auf die Interessengebiete abgestimmten Inhalten versendet.

Die Mailingserie war ein großer Erfolg: die einmalige Öffnungsrate lag bei 64 – 74 Prozent, die einfache Klickrate bei 17-33 Prozent, also ganz deutlich über den Erfolgen des regelmäßigen Newsletters, in den die neuen Abonnenten nach Abschluss der Serie integriert wurden.
Den ausführlichen Powerpoint-Vortrag von Ulf Richter finden Sie hier (http://emailexpo.messefrankfurt.com/content/emailexpo/frankfurt/de/exhibitors/Vortragsprogramm/vortraege/_jcr_content/mainParsys/downloadbox/downloadboxParsys/download_3/file.res/optivo_12.00.pdf).

FAZIT

Es kann sich lohnen, die erste sehr aktive Phase der "Newsletterbeziehung" zu nutzen, um den Kunden dauerhaft zu binden. Sein Interesse an Ihrem Unternehmen ist frisch und eine ansprechende Firmenpräsentation, die ihn systematisch "abholt" wird wahrgenommen, wie die hohen Öffnungs- und Klickraten beweisen. Dieser erste Zeitraum bietet sich zudem an, (Kauf-) Interessen zu erfragen und somit zielgerichteter die eigenen Leistungen anzupreisen.