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Online-Werbung: mit einem blauen Auge an die Spitze

marmato GmbH | 28.06.2010

Laut der aktuellen Voraussage „Global Entertainment and Media Outlook“ der Unternehmensberatung PrivewaterhouseCoopers steht der Werbebranche ein signifikanter Umbruch bevor: Bis 2014 soll das Online-Werbegeschäft die Printwerbung von Platz zwei der größten Marketing-Plattformen verdrängt haben. Diese Entwicklung hat Gründe – und Folgen.

Schon seit Jahren muss die Printbranche empfindliche Einbrüche der Werbeerlöse im Anzeigenbereich hinnehmen; und laut dem Vier-Jahres-Ausblick, den PrivewaterhouseCoopers jetzt veröffentlicht haben, setzt sich diese Entwicklung sogar noch schneller als erwartet fort. Ganz klarer Gewinner dieser Entwicklung ist die Online-Werbung: Zwar wurde diese von den Folgen der Rezession nicht verschont, aber schlicht weitaus weniger hart getroffen als andere Medien. Doch warum kommt das Online-Marketing mit einem blauen Auge davon und geht langfristig sogar als Gewinner aus der Krise, während andere Branchen noch Jahre später unter den Nachwehen leiden?

1. Mehr Werbung für weniger Geld

Was die Kosten für Kampagnen angeht, hat Online-Marketing die Nase eindeutig vorn. Im Vergleich zu den teuren klassischen Werbemedien TV und Print kann in der Onlinesparte bereits mit einem vergleichsweise kleinen Budget Großes erreicht werden. Das haben gerade in der Krise viele Unternehmen erkannt und Werbebudgets nicht nur gekürzt, sondern zugunsten des Onlinemarketings umgeschichtet.

2. Online-Werbung und Social Media – eine kongeniale Verbindung

Social Media boomt – Plattformen zur sozialen Vernetzung wie Facebook und Twitter erfreuen sich seit Jahren stetigen Zulaufes. Auf Facebook sind heute weltweit über 400 Millionen User (über 10 Millionen allein in Deutschland) registriert – Tendenz steigend. An diese Netzwerke dockt Online-Werbung nahtlos an und eröffnet ein schier endloses Feld an zusätzlichen, hochwertigen Kontakten: Die „Share-With-Your-Network“-Funktionalität erlaubt es Usern, Inhalte aus Newslettern oder Webseiten mit einem einzigen Klick auf ihrer Profilseite zu posten und somit dem ganzen Freundeskreis zugänglich zu machen. Dies ist nur aufgrund der Medienhomogenität zwischen Online-Werbung und Social Web möglich und schlüssig, konservative Werbeformen schauen hier sprichwörtlich „in die Röhre“.

3. Mediennutzung im Wandel

Breitbandinternet, TV on Demand, internetfähige Handys, News-Feeds: Mit dem Albtraum der Print- und TV-Branche wird der Traum der Online-Werbebranche Realität. Die Mediennutzung befindet sich mitten in einem signifikanten Wandel, gefragt sind heute personalisierte Inhalte, interaktive Anwendungen und mobile Lösungen statt der unflexiblen Einheitsversorgung durch klassisches Fernsehen und Printprodukte. Große Verlagshäuser haben den Trend erkannt, verstärken ihre Onlineaktivitäten und retten sich dadurch ihren Teil vom neuen „Werbeetat-Kuchen“; klarer Gewinner ist jedoch auch hier die Online-Werbung, die jeden dieser neuen Trends mitmacht und für sich nutzt.

4. Messbarer, effizienter, zielgerichteter

Die bessere Auswertbarkeit der Resultate von Online-Werbung ermöglichen es Werbetreibenden, Erfolg und Misserfolg einer Kampagne genau zu analysieren und Folgekampagnen entsprechend anzupassen. Personalisierte Inhalte können an klar definierte Zielgruppen versendet werden, sogar individueller Content ist möglich. Durch diese exakte Steuerung bleiben Streuverluste gering und für Marketer wird eine unübertroffen gute Kostenkontrolle möglich – ein weiterer Punkt für die Internetwerbung.

Fazit: Unternehmen jeder Branche tun gut daran, sich gegenüber der aktuellen Entwicklung aufgeschlossen zu zeigen und die verschiedenen Werbemedien mit ihrer jeweiligen Zielsetzung abzugleichen. Online-Marketing nimmt weiter Fahrt auf – wo es sich anbietet, lohnt es, auf den Zug aufzuspringen. Wer sich gegen diese rasante Entwicklung jedoch sperrt, wird sich bald auf dem Abstellgleis wiederfinden.

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