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Visuelle Rhetorik: Holen Sie die Werbung aus ihrer Routine heraus

marmato GmbH | 20.10.2008

Gute Werbung orientiert sich oftmals an Schemavorstellungen in den Köpfen der Verbraucher. Visuelle Rhetorik beschreibt eine Möglichkeit, dieses Schema bewusst zu durchbrechen und auf kreative Art und Weise mittels gewollt-witzigen Stilbruchs die Aufmerksamkeit des Betrachters zu erregen. Wir zeigen, wie Sie visuelle Rhetorik im Newsletter einsetzen können.

Für die visuelle Rhetorik ist entscheidend, dass der Stilbruch von der angesprochenen Zielgruppe dekodiert werden kann. Sie wirkt originell und einprägsam, weil die bewusst veränderte Botschaft einen Aufmerksamkeitsanker mehr als die konventionelle setzt. Visuelle Rhetorik funktioniert auf Wort-, Text-, Bild- und Farbebene.
Auf Wortebene können Stilmittel wie das Ersetzen oder Weglassen von Buchstaben oder das Vertauschen oder Falschschreiben von Wörtern aufmerksamkeitssteigernd wirken. Wenn Sie also „ohnepausegeöffnet“ haben, erregen Sie Aufmerksamkeit - zum Beispiel schon in der Betreffzeile.

Auf Textebene gehören Wortspiele zu den effektivsten Mitteln. Hierbei nutzen Sie die Doppeldeutigkeit von Wörtern oder die verschiedenen Bedeutungsinhalte ähnlicher Worte für Ihre Zwecke. Bieten Sie als Reiseanbieter zum Beispiel „Aben ohne teuer“ an. Auch hier eignet sich die Betreffzeile als der Ort, wo über Lesen oder Löschen der Mail entschieden wird.

Auf Bildebene gehört die Analogie zu den wirksamsten Stilmitteln. Dabei werden Motive aus ihrem eigentlichen Sinnzusammenhang verwendet, um einen anderen, vergleichbaren Zusammenhang zu veranschaulichen. Beliebt sind hierbei oftmals Bilder aus dem Sportbereich. Kreativ sind allerdings auch immer Assoziationen, die nicht zu den Gemeinplätzen gehören und durch Ihre Verknüpfung überraschen. Die „Faust und das Auge“ (die ja bekanntlich zusammenpassen) oder der „Bleistift und der Spitzer“ können, ins rechte Licht gerückt, bildlich den gewünschten Effekt erzielen.
Die Bild-Text-Komposition bietet viele Möglichkeiten, den Newsletter interessant zu gestalten. Als erklärender, die Pointe tragender Teil kann der Text in der Text in der E-Mail gut mit einem anschließenden Produktangebot harmonieren.

Farben wirken assoziativ und drücken Gefühle aus. Besonders bei Produkten wie Reisen spielt die Farbkomposition eine tragende Rolle im Newsletter. Farben kann man aber auch bewusst einsetzen, um zu irritieren und Paradoxien zu schaffen. Als Beispiel sei die lila Kuh in der Milka-Werbung erwähnt.
Im Newsletter spielt die Farbe insbesondere in der Gestaltung des Headers eine tragende Rolle. Hier wirkt die Farbe vor allem als Wiedererkennungsmerkmal. Darüber hinaus können Farben aber auch ein Produkt besonders hervorheben oder Stimmungen transportieren. Frühlings- oder Winterfarben können zum Beispiel mit der entsprechenden Jahreszeit einhergehen.

Mittels visueller Rhetorik lässt sich aufmerksamkeitsstarke Werbung gestalten. Gerade der Newsletter als regelmäßig wiederkehrendes Werbemedium ist auf gestalterische Elemente auf Text-, Bild- und Farbebene angewiesen. Dabei unterstützt die visuelle Rhetorik die Werbebotschaft insofern, als dass sich der Betrachter mit ihr näher beschäftigen muss, sie entschlüsseln muss. So wird der Newsletter nicht „eben mal schnell“ gelesen, sondern transportiert Werbung optimal zum Kunden.

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Link zur Orignialmeldung: http://www.marmato.de/information/presse/20102008-visuelle-rhetorik-holen-sie-die-werbung-aus-ihrer-routine-heraus.html