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Studie: mehr E-Mails in deutschen Inboxen

Aktuellen Studien zufolge wurden 2017 mehr E-Mails als in den Vorjahren verschickt. Doch sind diese E-Mails auch willkommen?
Reinhard Janning | 07.02.2018
© Pixabay
 

So wurden einer Auswertung der E-Mail-Anbieter Web.de und GMX zufolge 2017 über 770 Milliarden E-Mails in Deutschland allein verschickt (Spam-E-Mails wurden hierbei bereits herausgerechnet).

Besonders Newsletter-Anbieter, Online-Shops und soziale Netzwerke seien dabei die stärksten "Absender" und auch Unternehmen nutzten 2017 die E-Mail verstärkt als Direktkanal, um Kunden anzusprechen.

Falsch liegen sie damit nicht, denn einer Adobe-Studie aus dem Jahr 2017 zufolge bevorzugen zwei Drittel aller Kunden den Kontakt via E-Mail. Kein Wunder, so wird der Empfänger weder unvorbereitet am Telefon erwischt, noch muss er bangen, dass sich der Postbote verspätet und wichtige Informationen nicht rechtzeitig ankommen. Stattdessen kann der Kunde direkt reagieren, mit der Antwort warten und hat die gesamte Kommunikation immer auf Abruf bereit in seiner Inbox.

Zu viel des Guten?



Doch in der Euphorie sollten Unternehmen nicht vergessen, dass der Kunde zwar gerne mit Unternehmen via E-Mail Kontakt aufnimmt, aber bei unaufgeforderten Nachrichten nur bedingt positiv reagiert. Unter den meistgenannten Gründen unterschiedlichster Studien zu Kundenabsprüngen werden immer wieder zu viele und irrelevante E-Mails genannt.

Zusätzlich wird auch die Aufmerksamkeitsspanne zwangsläufig nachlassen, wenn Unternehmen all ihre Informationen via E-Mail (Newsletter) versenden. Die Lösung für dieses Dilemma liegt auf der Hand: weg von der Jagd nach hohen Empfangszahlen hin zu aussagekräftigen Interaktionsraten.

Nicht jeder Kunde muss in den E-Mail-Verteiler



Sprich, verzichten Sie getrost darauf, den Leads und Kunden E-Mails zu senden, die nicht oder negativ darauf reagieren. Ignorieren Sie das ständige Wettrennen um riesige Datenbanken. Konzentrieren Sie sich stattdessen darauf, den interessierten Kontakten relevante Informationen zukommen zu lassen.

Das muss nicht immer in Form eines regelmäßigen Newsletters geschehen. Verschicken Sie spontane E-Mails bei individuell zugeschnittenen Angeboten oder reagieren Sie auf das Kundenverhalten. So kann eine Erinnerungs-E-Mail bei einem verlassenen Warenkorb im Online-Shop wahre Wunder für Ihre Umsatzraten wirken.

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