print logo

Adressen im E-Mail-Marketing gewinnen

Möglichkeiten, mit denen die Adressgewinnung zum Kinderspiel wird. Worauf Sie jetzt unbedingt achten sollten.
Adressen im E-Mail-Marketing gewinnen © freepik / gesrey
 

Eins ist klar: Ohne Newsletter-Empfänger läuft im E-Mail-Marketing gar nichts. Da können Sie die kreativsten Ideen und die schönsten Designs haben, doch wenn keiner mitliest, bringt Ihnen das weder einen wirtschaftlichen Vorteil, noch hilft es Ihrer Kundenbindung. Da heißt es zunächst die Adressgewinnung an erste Stelle Ihrer Prioritätenliste zu befördern. Doch wie kommen Sie an Empfänger, die Sie ganz datenschutzkonform mit Ihren Newslettern kontaktieren dürfen?

 

Worauf müssen Sie vor dem ersten Newsletter achten?

Bevor Sie Ihre Newsletter an potenzielle Adressen und Kunden verschicken können, müssen zunächst bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Höchstwahrscheinlich haben Sie schon einmal von der Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO gehört. Diese regelt die Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Eine Verarbeitung der Daten ist nur dann rechtmäßig, wenn vorher eine Einwilligung erfolgte. Mit Hilfe der Double-Opt-In, auch DOI genannt, können Sie ganz sicher gehen, dass der Kunde Ihre Newsletter bekommen möchte. Im ersten Schritt erheben Sie die Kontaktdaten, das ist verpflichtend nur die E-Mail-Adresse, und im zweiten Schritt wird eine Mail an den potenziellen Abonnenten verschickt. In dieser wird dann im besten Falle bestätigt, dass der Erhalt der Newsletter tatsächlich gewünscht ist. Diese Double-Opt-In Version ist sogar Pflicht, wenn Sie rechtskonforme E-Mails versenden wollen. Damit wird sichergestellt, dass keine fremden Adressen eingetragen oder Kunden durch unzumutbare Werbung genervt werden.

 

Tipps, um offline Abonnenten zu gewinnen

Direkt vorweg: Nichts geht über das persönliche Gespräch. Nutzen Sie den direkten Kontakt, um für Ihren Newsletter zu werben, aber auch um gleichzeitig Anregungen zu sammeln und Wünsche für den Inhalt einzuholen. Wollen Ihre Abonnenten Tipps, Updates oder Tutorials?

Beginnen Sie ruhig in Ihrem persönlichen Umfeld, denn diese Personen sind an Ihrem Erfolg interessiert und helfen sicherlich gerne. Behalten Sie dabei immer Kopf: Ein Newsletter ist ein Service an Ihre Abonnenten, also tun Sie Ihrem Kunden einen Gefallen, nicht andersherum. Um den Kreis der Abonnenten zu erweitern, eignen sich des Weiteren Einschreiblisten, die im Laden, auf Messen, Meetings und Branchen-Get-Together ausgelegt werden können. Hier finden Sie eine Vorlage für eine analoge Einschreibeliste. Falls Sie Multiplikatoren, wie Blogger, Influencer und Journalisten persönlich kennen, dann überzeugen Sie sie von Ihrem Newsletter! Wenn Sie Glück haben, werden Sie auf diesem Wege weiterempfohlen. Da das einzelne Eintippen der E-Mails in das System den ein oder anderen abschrecken könnte, gibt es die Möglichkeit eine App auf das Smartphone oder Tablet herunterzuladen und darüber die Adressen zu sammeln. Durch die Handlichkeit der beiden Geräte lassen sich diese ebenfalls einfach mit auf Messen oder in Läden nehmen.

Da QR-Codes bekanntlich neugierig machen und zum Ausprobieren einladen, bietet es sich an, die Codes ans Schaufenster zu kleben. Wer weiß, vielleicht machen Sie so sogar den ein oder anderen Laufkunden auf sich aufmerksam. Mithilfe eines Generators lässt sich der QR-Code ganz einfach selbst erstellen. Nutzer können mithilfe der integrierten Funktion des URL-Shorteners auch direkt im Tool QR-Codes erstellen und nutzen.  Der QR-Code lässt sich ganz einfach auf Flyer, Visitenkarten und Give-Aways anbringen. Aber Achtung, auch hier brauchen Sie eine Einwilligung. Wenn Sie den QR-Code nutzen, um die Kunden auf Ihre Website zu führen, können Sie ein Anmeldeformular einbinden, welches alle Anforderungen der DSGVO erfüllt.

 

Adressgewinnung über den Onlineweg

Anmeldungen für Newsletter können jedoch auch sehr gut auf der eigenen Website untergebracht werden. Sie haben verschiedene Optionen, um auf diesem Wege die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden zu bekommen. Zum einen die sogenannte Squeeze-Page, eine vorgeschaltete Landingpage. Bevor der Kunde weitergeleitet wird, muss er sich entscheiden, ob er sich registriert oder „Nein, danke“ wählt. Diese Form der Akquise hat eine Anmeldequote von bis zu 40%. Durch den Abo-Slider werden in einer Diashow durch die Bilder Emotionen bei dem Kunden hervorgerufen. So ist es sinnvoll eines dieser Bilder zu nutzen, um den Newsletterbutton unterzubringen, so kann die Anmeldequote zwischen 3%-5% liegen. Pop-ups werden zwar als störend empfunden, sind aber auch äußerst erfolgreich, wenn es darum geht neue Abonnenten anzuwerben. Je nach Art des Pop-ups können zwischen 17%-40% der Besucher dazu bewegt werden, sich für den Newsletter anzumelden. Das Wichtigste ist die Sichtbarkeit des Anmeldebuttons! Dieser kann auch direkt in den Text eingebunden werden. Wenn der Inhalt der Website spannend für den Kunden war, ist der Weg zur Anmeldung recht kurz. Die Anmeldequote kann bei bis zu 50% liegen. Extra verlockend wirkt die Kombination der Sofortrabatte, wenn die Anmeldung für den Newsletter erfolgt, die durchschnittliche Anmelderate liegt dann bei 20%.

Wer nun eine sehr lange, übersichtliche URL hat, möchte diese verständlicherweise nicht auffällig präsentieren. Um dem entgegenzuwirken, gibt es den sogenannten URL-Shortener.

Durch die Nutzung eines URL-Shortener, können lange URLs gekürzt und formschön in die Website, Social Media Postings oder in eine E-Mail eingebunden werden. Ein gekürzter Link ist allerdings nicht nur schöner anzuschauen, sondern wird mit Tracking Parametern angereichert, sodass Sie eine genaue Traffic-Analyse einsehen können.

 

Alles auf einem Blick

Um neue Adressen zu gewinnen, brauchen Sie also nur etwas Kreativität und die richtigen Tools. Machen Sie es dem Kunden so einfach wie möglich sich anzumelden, bieten Sie dazu auf jeder Seite die Option den Newsletter abonnieren zu können und wenn möglich variieren Sie die Anmeldeoptionen. Mit kleinen Belohnungen steigt der Anreiz für die Kunden und sie sind eher gewillt ihre Adresse zu hinterlegen. Wichtig: Nur die Angabe der E-Mail-Adresse darf als Pflichtfeld gekennzeichnet werden, alle anderen sind nur auf freiwilliger Basis auszufüllen.

Auch wenn die digitale Anwerbung neuer E-Mail-Adressen heutzutage die erste Anlaufstelle ist, vergessen Sie nicht, dass persönliche Gespräche ein wertvoller Faktor sind. Wecken Sie auch die Neugier der Menschen, indem Sie QR-Codes erstellen. Eines der großen Vorteile eine E-Mail-Marketing-Tools, sind die zusätzlichen Funktionen, wie zum Beispiel die Möglichkeit dass Ihre Adressliste gefiltert werden kann und sie von ungültigen oder fehlerhaften Adressen bereinigen kann.