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10 Praxistipps für hohe Double Opt-in-Raten

Wie Sie Stolpersteine beim Double Opt-in für Ihre Newsletter vermeiden
Rene Kulka | 14.06.2012
Nutzer bestätigen beim Double Opt-in den Newsletterempfang durch einen Klick auf den Aktivierungslink in der Bestätigungsmail. In der Praxis erweist sich dieses Verfahren für viele Empfänger als ein Stolperstein. Im Extremfall können dem E-Mail-Marketer bis zu 50 Prozent dieser Kontakte verloren gehen. Ich habe zehn Praxistipps für möglichst hohe Double Opt-in-Quoten.

1. Ankündigung der Bestätigungsmail
Erklären Sie dem Nutzer gleich nach der Dateneingabe, dass für den Newsletterempfang noch eine Bestätigung per E-Mail erforderlich ist. Ein solcher Hinweis könnte lauten: "Ihre E-Mail-Adresse ist vorgemerkt. Sie erhalten in wenigen Momenten eine Bestätigungsmail. Klicken Sie zur Aktivierung …". Erklären Sie, welche Gründe diese Vorgehensweise hat. Auf der sicheren Seite sind Sie mit einem Hinweis wie "um einer Anmeldung durch Dritte vorzubeugen" oder "um die Gültigkeit Ihrer E-Mail-Adresse zu verifizieren".

2. Handlungsanweisung für den Nutzer
Weisen Sie den Nutzer gleich im Anschluss an die Anmeldung durch eine Landing Page darauf hin, dass er zeitnah sein E-Mail-Postfach aufsuchen und das Abonnement aktivieren kann. Idealerweise filtern Sie hierbei anhand des Domänenteils der E-Mail-Adresse (Adressinformation nach dem @-Zeichen), welcher E-Mail-Dienst genutzt wird. Dadurch können Sie einen Direkt-Link zu dem jeweiligen Internet Service Provider oder Webmailer anbieten. Nutzt der neue Kontakt beispielsweise eine GMX-Adresse, so führt der entsprechende Link auf die Login-Seite von www.gmx.de. Der begleitende Call-to-Action könnte dann lauten: "Bestätigen Sie Ihre Anmeldung gleich in Ihrem persönlichen GMX-Postfach".

3. Adressbucheintrag unterstützen
Bitten Sie den Nutzer, Ihre Versandadresse bereits vorab in seinem persönlichen Adressbuch oder in seiner Liste sicherer Sender abzuspeichern. Informieren Sie hier, welchen Vorteil die Speicherung hat ("Um sicher zu gehen, dass Sie den bestellten Newsletter auch erhalten …"). Im Idealfall bieten Sie auch einen Link an, der eine Anleitung für Adressbucheinträge bei wichtigen E-Mail-Diensten gibt. Sie können auch eine so genannte vCard senden. Mit dieser elektronischen Visitenkarte kann der Nutzer Ihre Adressbuchinformation einfach und schnell ablegen.

4. Auf mögliche Verzögerungen hinweisen
Im Idealfall werden Bestätigungsmails kurzfristig innerhalb weniger Sekunden zugesendet. Sorgen Sie dennoch eventuellen Verzögerungen bei der Zustellung vor. Hier hilft ein Hinweis an den Nutzer, dass ihn die Bestätigungsmail unter Umständen erst nach einigen Minuten erreicht.

5. Warnung vor einer Filterung
Immer wieder werden E-Mails von Anti-Spam-Programmen oder E-Mail-Diensten irrtümlich gefiltert. Diese Gefahr ist für eine Bestätigungsmail besonders hoch, da es sich meist um einen neuen und bislang unbekannten Sender handelt. Geben Sie deshalb einen Hinweis, dass Ihre Bestätigungsmail eventuell in einen Spam-, Junk- oder vergleichbaren Ordner einsortiert wurde.

6. Bestätigungsmail erneut senden
Bieten Sie dem Nutzer an, dass Sie die Bestätigungsmail bei Bedarf erneut senden. Denkbar ist dieses Angebot für den Fall, dass die Bestätigungsmail nach wenigen Minuten noch nicht eingetroffen oder für den Nutzer nicht gleich auffindbar ist.

7. Bieten Sie Kontaktmöglichkeiten
Platzieren Sie an prominenter Stelle Kontakt- und Feedbackmöglichkeiten. Damit kann der Nutzer bei unvorhersehbaren Problemen auf Sie zukommen. Anbieten können Sie eine spezielle E-Mail-Adresse, eine kostenfreie Rufnummer, einen Chat oder unter Umständen auch einen "Klappt nicht?"-Button. Sofern möglich und erwünscht, können Sie für Rückfragen auch einen Ansprechpartner mit Kontaktdaten benennen.

8. Vertraute Versandadresse und aktivierender Betreff
Nutzer sichten zunächst meist nur die Versandadresse. Daher sind ein hoher Wiedererkennungseffekt und ein gleich bleibender Name hier besonders wichtig. Für Ihre Bestätigungsmail sollten Sie eine noreply@-Adresse unbedingt vermeiden. Denn: E-Mail-Marketing heißt Dialog und die Kommunikation sollte jederzeit in beide Richtungen möglich und gewünscht sein. Wichtig ist auch, dass Ihre Bestätigungsmail einen aussagekräftigen Betreff enthält. Optimal ist eine Handlungsaufforderung wie "Bestätigen Sie bitte die E-Mail-Adresse …".

9. Aktivierungslink als Bestätigung
Für die Bestätigung durch den Nutzer ist ein zu klickender Aktivierungslink der Bestätigung durch eine leere Antwortmail vorzuziehen. Diese Klick-Variante ist "gelernt", einfach durchzuführen und kaum fehlerbehaftet. Stellen Sie bei dem Aktivierungslink sicher, dass dieser nicht zu lang ist. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Zeile mit dem Aktivierungslink in der E-Mail umgebrochen wird und dieser nicht mehr funktioniert. Geben Sie dennoch sicherheitshalber einen entsprechenden Hinweis "Kopieren Sie bitte die URL in die Adresszeile Ihres Browsers, sofern der Aktivierungslink nicht funktionieren sollte.".

10. Im Vorschaufenster sichtbarer Aktivierungslink
Nutzen Sie das Vorschaufenster für ein erfolgreiches Double Opt-in durch den Nutzer. Der Aktivierungslink sollte deshalb in der Bestätigungsmail in Header-Nähe und gut sichtbar platziert werden.

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