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Zustellbarkeit von E-Mails prüfen

Yvonne Perdelwitz berichtet über ihre jüngsten Tests mit einem spezialisierten Tool zur Messung der Zustellbarkeit. Das Ergebnis ist interessant.

Dr. Torsten Schwarz analysiert seinen absolit-Newsletter mit verschiedenen Instrumenten. Mit der Versandsoftware Agnitas selbst, mit dem professionellen Auswertungstool eTracker und seit einem knappen Jahr nun auch mit "Senderproof". Yvonne Perdelwitz berichtet in der Kolumne "Hinter den Kulissen" über ihre jüngsten Tests mit dem spezialisierten Tool zur Messung der Zustellbarkeit.

"Senderproof" kann:
Im INBOX-MONITOR die Zustellbarkeit von E-Mails analysieren. Dazu werden knapp 700 Probeadressen dem Verteiler beigefügt. Der Inbox-Monitor deckt die meisten Maiboxprovider ab und ist dabei insbesondere auf die europäischen Anbieter spezialisiert. Das Tool analysiert, wo die Mails ankommen, im Spam landen oder eventuell gar nicht erst erscheinen.
Zudem gibt es eine INBOX-PREVIEW bei der überprüft wird, wie die Darstellung in unterschiedlichen Endgeräten und E-Mail Clients aussieht.
Beim SPAM-TEST wird die Zustellbarkeit in verschiedenen Spamfiltern getestet.
Beim BLACKLIST-MONITOR wird getestet, ob die Versende-IPs oder die Versandadresse auf sogenannten Blacklists von Providern stehen und insofern die E-Mails gar nicht erst zugestellt werden.

Ergebnisse:
Die Ergebnisse aus dem INBOX-MONITOR haben uns doch überrascht. Der Newsletter kommt in einigen Webmailern gar nicht erst an. Darunter viele hierzulande relativ unbekannte Anbieter, aber zum Teil auch bei Arcor, Outlook.com (ehemals Hotmail) und einigen Länderversionen von Yahoo. Auch bei der Mircosoft Hosting Gesellschaft Office 365 haben wir teilweise Zustellprobleme.
Daraufhin haben wir uns die beschickten Webmailer noch einmal genauer angeguckt und eine eigene "Gewichtung" vergeben, darauf basierend, welche Adress-Endungen wir überhaupt im Verteiler haben. Bei dieser genaueren Form des Testens kamen wir (durchschnittlich) auf knapp 90% Zustellbarkeit.

Für die Zustellbarkeit eines Mailings ist generell eine Mischung aus Reputation von Versende-IP, Reputation der Versende-Adresse und Qualität des Inhalts und der Programmierung maßgeblich.

Einschränkend muss gesagt werden, dass Firmenserver und nicht webbasierte E-Mail Clients mit dem Inbox-Monitor nicht getestet werden können. Das Ergebnis ist für Firmenkunden-Verteiler also nur bedingt aussagekräftig.

Hier ist der SPAMTEST relevanter. Problematisch ist wie immer Google Apps (ehemals Postini), auch Gmail, Outlook.com und GMX machen uns Probleme. Bei den restlichen Spamfiltern (insgesamt 25) kommen wir durch. Der Spamtest von "Senderproof" ist ausführlich und es wird eingängig erklärt, was sich hinter welchem Spamfilter verbirgt und wie er arbeitet.

Mit der INBOX-PREVIEW haben wir nur zum Teil gearbeitet, da wir den Newsletter prinzipiell schon immer mit einem ähnlichen Tool testen.
Zudem wird er mit einer Schablone/einem Template gebaut, was bei ordnungsgemäßer Befüllung garantiert, dass die Darstellung in verschiedenen Endgeräten und E-Mail Clients gut ist.

Leider konnten wir die Agnitas-Versende-IPs nicht durch den BLACKLIST-MONITOR schicken, da sie uns nicht rechtzeitig zur Veröffentlichung dieses Artikels vorlagen. Stattdessen haben wir den Test mit der kompletten IP-Range von Mailingwork ausprobiert und hier das positive Ergebnis erhalten, dass keine der etwa 310 IP-Adressen blackgelistet ist.

Fazit:
Die Ergebnisse der Tests sind sehr interessant, da man sonst diese Art von Werten nirgends erhält. Sie müssen zum Teil eingeordnet werden, indem zum Beispiel eine relevante "Gewichtung" im Inbox-Monitor vorgenommen wird. Das Tool ist für eine professionelle Überprüfung großer Kampagnen konzipiert und geeignet.

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