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3 gute Gründe für Private Affiliate Networks

Private Affiliate Networks verringern das Betrugsrisiko. Advertiser haben den Vorteil, Gebühren zu sparen und Exklusivität zu genießen.
Annie Brieg | 18.03.2019
© Pixabay / JuralMin
 

Jedem frisch ins Affiliate Marketing eingestiegenem Publisher stellt sich anfänglich die Frage, woher eigentlich Advertiser bezogen werden können, die ihn regelmäßig mit lukrativen Werbekampagnen versorgen. Anstatt sich selbst auf die mühselige Suche nach zahlreichen Kooperationspartnern zu begeben, wird in der Regel auf öffentliche Affiliate Networks zurückgegriffen. Dort werden zahlreiche Aktionen verschiedenster Werbetreibender feilgeboten und von dem Netzwerk automatisch mit Publishern verknüpft. Als weniger häufig genutzte Alternative zu dieser auf Quantität setzenden Variante gibt es die Möglichkeit, einem privaten Affiliate Network beizutreten.

Private Affiliate Networks unterscheiden sich von ihren öffentlichen Vettern insofern, als dass sie von einem einzigen Advertiser betrieben werden, der sich intensiv um die persönliche Betreuung seiner Publisher kümmern kann. Der Zutritt zu diesem Netzwerk erfolgt auch nicht über eine öffentlich zugängliche Registrierungsmaske, sondern ausschließlich über die Einladung des Betreibers. Doch welche Gründe sprechen für den Beitritt in ein privates Affiliate Network?

1. Finanzielle Vorteile


Der Preis eines öffentlichen Affiliate Networks? Hoch. Zumindest für den Advertiser. Für diesen fällt nämlich neben einer für gewöhnlich vierstelligen Setup-Gebühr auch ein monatlicher Nutzungsbeitrag sowie eine Provision von ca. 30 Prozent auf jede erfolgreiche Transaktion an. Beim Betreiben eines eigenen Partnernetzwerkes entfallen solche Kosten und lassen den Advertiser massive Einsparungen vornehmen. Dieses zusätzliche Budget kann stattdessen in den Payout der Publisher fließen und somit einen großen Anreiz darstellen, Teil des privaten Netzwerkes zu werden.

2. Exklusivität


Aufgrund des limitierten Zugangs zu einem privaten Affiliate Network kommt die Aufnahme einem Privileg gleich. Schließlich kann beinahe ein Jeder Teil eines öffentlichen Netzwerkes werden. Mit dem Sonderstatus als Mitglied einer speziellen Closed Group können sich allerdings nur ausgewählte Publisher rühmen. Dementsprechend kommen diese in den Genuss exklusiver Kampagnen, die ausschließlich in dem privaten Network zirkulieren. Darüber hinaus macht sich die Mitgliedschaft in einem solchen Netzwerk hervorragend in der Vita als Werbetreibender. Für potentielle Kooperationspartner ist die Zugehörigkeit zu einem privaten Affiliate Network ein Zeichen für die Kompetenz und Effizienz eines Publishers - schließlich ist dieser nicht grundlos aufgenommen worden - und steigert somit deren Interesse an einer zukünftigen Zusammenarbeit.

3. Höherer Sicherheitsfaktor


Im Vergleich zu einem öffentlichen Affiliate Network besteht bei einem privaten Netzwerk ein vollkommen anderes Verhältnis zwischen dem Advertiser und den für ihn arbeitenden Publishern. Durch die geringere Anzahl aller Beteiligten entsteht eine Atmosphäre, die sich von der Anonymität der Massen weg in Richtung Familiarität bewegt. Aufgrund dessen wird eine engere Zusammenarbeit zwischen Betreiber und Kooperationspartnern ermöglicht, die sich durchaus positiv auf die wirtschaftlichen Endergebnisse auswirken kann.

Des Weiteren sorgt das entstehende Vertrauensverhältnis für eine erhöhte Sicherheit auf beiden Seiten: Bei einer für beide Parteien erfolgreichen Kooperation auf freundschaftlicher Basis müssen sich Advertiser weniger um die potentielle Abwerbung der eigenen Publisher durch konkurrierende Netzwerke sorgen - wo man sich wohlfühlt, da bleibt man. Zudem verringert das Bestehen eines intensiveren Kontaktes zwischen den Partnern das Betrugsrisiko immens. Die eigene Moral betreffend ist es nämlich um ein Vielfaches einfacher, jemanden zu hintergehen, zu dem man keine persönliche Beziehung aufgebaut hat.

Neben diesen Sicherheitsvorteilen besteht in einem privaten Affiliate Network auch ein größerer Schutz der Daten des individuellen Publishers. Anders als in vielen öffentlichen Netzwerken erfolgt die Datenzirkulation in den meisten Fällen ausschließlich zwischen diesem und dem Advertiser. Eine Weiterleitung an Third Parties ist nicht der Regelfall und sollte wenn im Kooperationsvertrag explizit hervorgehoben werden.

Wer sich von diesen Vorteilen, die eine Mitgliedschaft in einem privaten Affiliate Network mit sich bringt, angesprochen fühlt, sollte dieses durchaus als Option in Betracht ziehen. Ein Beispiel für solch eine Closed Group ist kampare.de, das Kooperationsnetzwerk von Active Response zur Vermarktung von Onlinekampagnen. Nichtsdestotrotz bedeuten die genannten Vorteile nicht, dass den großen öffentlichen Netzwerken restlos abgeschworen werden sollte. Um seine Einkünfte zu steigern, kann ein Publisher durchaus parallel in beiden Varianten aktiv sein. Welche Vorgehensweise am erträglichsten ist, hängt immer von dem individuellen Vorhaben ab.