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Spamfilter, wie sie arbeiten und auf was man achten sollte.

Was vor 10 Jahren kaum ein Thema war, ist heutzutage eine Plage, die nicht nur Firmen, sondern auch immer mehr Privatpersonen heimsucht.
Ali Amir Mostofian | 09.03.2009

Zahlreiche Produkte und immer strenger konfigurierte Spamfilter trotzen Spam-E-Mails entgegen. Aber nicht nur Spam-E-Mails, immer öfter fallen auch wichtige E-Mails und Newsletter, die man selber abonniert hat dem
Spamfilter zum Opfer. In diesem Fall spricht man von „False-Positive“.



Wie kann man aber verhindern, dass so etwas eigenem Newsletter widerfährt! E-Mail und Newsletter-Dienstleiter sprechen immer mehr davon, dass sie eine hohe Zustellrate nachweisen können und sprechen von bis zu
96% Zustellrate oder auch mehr. Dass ihre Server richtig konfiguriert sind oder sie auf diverse White-Lists gelistet sind, setzen wir voraus aber ein wichtiger Faktor bleibt der Kunde und seine Texte, die er schreibt! Alles nutzt
nichts, wenn der Verfasser sich nicht an gewisse Spielregel hält und dazu muss er wissen, wie Spamfilter funktionieren.



Viele Spamfilter gehen nach einem Punkteprinzip vor und je nachdem wie streng ein Filter eingestellt ist, reichen z.B. 7 Punkte aus, um eine E-Mail als Spam zu markieren. Nachfolgend 10 wichtige Hinweise, wie diese Punkte
zustande kommen:




  • Spammer sind ganz schlechte Kodierer! Daher sollte man darauf achten, dass bei HTML-E-Mails, die Kodierung sauber und richtig sein sollte. Manche verfassen Ihre Newsletter in Word und speichern ihn als HTML und nutzen
    diesen dann für Ihr Newsletter. Spamfilter kommen mit MS-Office spezifische Kodierung nicht zurecht.


  • Verhältnis Bilder und Texte. Punkte gibt es auch dafür, wenn in einer E-Mail verhältnismäßig mehr Bilder als Texte benutzt werden sollte. Grund dafür ist, dass viele Spammer auch Texte als Bilder speichern, um von
    Spamfilter nicht erfasst zu werden.


  • Die Betreffzeile sollte keine eindeutige Nutzer-ID’s enthalten, die den Empfänger identifizieren. Genauso keine Sonderzeichen oder mehrere Leerzeichen hintereinander. Man sollte auch nicht alles im Betreff groß schreiben
    oder jedes Wort mit einem Großbuchstabe anfangen. Auch Aussagen, die etwas garantieren oder gar Kostenlos anbieten, sollte man im Betreff aber genauso im E-Mailtext vermeiden.


  • E-Mail-Links, die versenden eine E-Mail mit einem bestimmten Betreff erzwingen. Hier ein Beispiel:
    "mailto:musterman@domain.de?subject=Beispieltext" Wenn man dann auf diesen Link klicken sollte, startet z.B. Outlook und bereitet den Versand einer E-Mail an mustermann@domain.de mit dem Betreff Beispieltext vor.


  • E-Mails nicht mit Priorität Hoch senden!


  • Pornografischbezogene Wörter sollten vermieden werden. Auch solche Sätze wie „Heißer Sommer bringt heiße Preise“ sollte man vermeiden und sie Anders formulieren.


  • Generell sehr eindeutige Werbebezogene Inhalte sollten vermieden werden. Der Inhalt sollte Informationen enthalten aber nicht aggressiv auffordernd sein, etwas zu tun.


  • Sehr große Schriften, Font +2 und mehr sollten vermieden werden.


  • 1x1 Pixel große Bilder, die technische Zwecke (Tracking usw.) dienen.


  • Nicht gültige E-Mails sollten sofort aus der Versandliste für die zukünftige Mailings entfernt werden.



Je nachdem wie ein Filter konfiguriert ist, werden für das eine Vergehen nur einen Punkt für das andere aber mehrere Punkte vergeben! Beachtet man diese Regeln, sollte man sehr gute Chancen haben, damit der eigene
Newsletter nicht dem Spamfilter zum Opfer fällt und den Empfänger erreicht. Einige Dienstleister bieten auch Kontrollmechanissmen an, um die E-Mails vor dem Senden auf Spamwahrscheinlichkeit zu prüfen.



Wie man sieht, unterscheidet sich eine Werbe-E-Mail deutlich von einem Briefmailing.