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E-Mail-Software-Auswahl: Professional Services

Professionelle Dienstleistungen können sehr vielfältig sein und spielen bei der Auswahl des
Software-Anbieters eine große Rolle.
Bruno Florence | 07.12.2015

Manchmal benötigen Unternehmen Unterstützung bei der Umsetzung ihres E-Mail-Marketing-Programms. Wenn Sie Teile der Aufgaben an eine Agentur, einen Berater oder einen E-Mail-Software-Anbieter vergeben, können Sie dessen Wissen und Erfahrung nutzen und sich schnell durch die Hilfe dieser externen Ressourcen verbessern. Insbesondere durch das Wissen um Werkzeuge und deren Funktionen sowie den schnellen Zugang zu Daten um Empfehlungen auszusprechen.

Außer der strategischen Überlegung, die Kompetenzen im eigenen Hause zu entwickeln oder nicht, gibt es noch andere Gründe, die diese Entscheidung beeinflussen können:

- Zeit- und Ressourcenmangel bei der Umsetzung und Implementierung von Teilen oder ganzen Kampagnen.
- Mangel an Kenntnissen und Fähigkeiten im E-Mail-Kanal.
- Mangel an technischen Fähigkeiten in HTML und/oder Design.
- Ein externer Blick kann das Programm stärken oder neue Lösungen, Taktiken und Ideen bringen.
- Die immensen technischen Einzelheiten bestimmter Aufgaben (wie das Programmieren responsiver E-Mails).
- Mangel an Zugang zu IT-Ressourcen, die zur Integration benötigt werden.
- Gescheiterte Anwerbung von Personal für das Management und die Implementierung von E-Mail-Kampagnen.

Dienstleistungsmodelle
Anbieter unterschieden sich in der Art und dem Umfang in dem sie professionelle Dienstleistungen anbieten. Dies kann ein ausschlaggebendes Merkmal für die Auswahl sein. Nicht alleine die Funktionalität eines Tools, sondern auch die Dienstleistungen und der Support machen eine gute Beziehung zum Anbieter aus.

48 Prozent aller befragten Unternehmen bieten ein lizensiertes Partnerprogramm an. Das bedeutet, dass nicht jede Agentur Partner werden kann und eine Vorqualifizierung stattfindet. Lizensierte Programme stützen sich auf sehr detaillierte Mechanismen der einzelnen Partnerstufen (Gold-, Silber-, Bronzepartner).

Andere Unternehmen verweisen auf wiederum externe Spezialisten für die einzelnen Dienstleistungen. Dennoch bieten fast alle mindestens einige Dienstleistungen selbst an. Der Schwerpunkt der Dienstleistungen und Partner kann einfach festgestellt werden, indem man sich die aktuelle Zusammensetzung der Kunden anschaut.

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Selbstverständlich bieten nicht alle Anbieter die gleiche Breite an Dienstleistungen. Mit 92 Prozent ist das Deliverability Consulting die am Meisten inhouse angebotene Dienstleistung.

Interessanterweise werden Data- und Business-Intelligence-Services (nur) von 75 Prozent der Anbieter inhouse angeboten, obwohl dies gerade für Data-Driven-Channel-Anbieter eine entscheidende Fähigkeit darstellt.

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Operational Outsourcing
Manche Aufgaben können leichter ausgelagert werden, als andere. Oft wird man feststellen, dass bestimmte Aufgaben im Hause bleiben, auch wenn der E-Mail-Kanal als völlig ausgelagert angesehen oder als Full-Service-Angebot erledigt wird. Und während ein Anbieter oder eine Agentur in bestimmten Aufgaben wirklich gut ist, können in anderen Schwächen bestehen.

Hier sehen Sie sieben Schritten eines typischen operativen Prozess der E-Mail-Erstellung vom Briefing bis zum Reporting und der Analyse.
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Wir haben die einzelnen Prozessschritte nach der Schwierigkeit der Auslagerung geordnet – von am Einfachsten auszulagern bis am Schwersten auszulagern.

1. Die Kampagnenausführung (Schritt 6) ist recht einfach zu delegieren oder auszulagern. Sie enthält das Laden der E-Mail auf die Plattform, das Aussenden von Qualitätssicherungsnachrichten, das Einholen von Freigaben, das Senden selbst und das Testen von Optimierungen.

2. Grafik-Design (Schritt 3) ergibt ein Bild oder Design (oft ein Photoshop der E-Mail). Ein talentierter Grafikdesigner wird die Zwänge der E-Mail mit in Betracht ziehen (die Art der Darstellung in Webmail-Clients, responsive Darstellung, etc.) um eine Datei zu erstellen, die einfach in HTML übertragen werden kann.

3. HTML-Produktion (Schritt 4): Es erfordert eine sowohl technische als auch kreative Fähigkeit, das Grafik-Design in HTML zu übertragen. Die technische Fähigkeit ist wichtig um das HTML und die spezifischen Einschränkungen, die bei E-Mail bestehen, zu meistern und gleichzeitig responsive Codierung anzubieten.

4. Das Design und Texten einer E-Mail (Schritt 2) impliziert das Wissen um den Empfänger und die Beherrschung der Schreibtechniken für das Direkt-Marketing. Schlussendlich muss man auch die Design-Regeln von E-Mail beherrschen und wissen, wie das Kopieren im responsiven Format funktioniert.

5. Die Auslagerung von Reporting und Analyse (Schritt 7) beinhaltet die statistische Analyse aber auch damit verbundene Leistungen wie Data-Mining. Es kann einen externen Blick auf Ihre Daten geben und deren Entwicklung geben ohne die (internen) Befangenheiten. Außer in großen Betrieben sind diese Statistiken und Fähigkeiten eher unüblich. Daher kann hier eine Externe Quelle sehr nützlich sein.

6. Die Erstellung von Datenbankselektionen und Zielgruppen (Schritt 5) erfordert exzellente Kenntnis der Datenbank und deren Inhalt. Dies kann an einen externen Service-Anbieter ausgelagert werden, der weiß, wie die Datenbank funktioniert.

7. Das Briefing (Schritt 1) ist am Schwierigsten auszulagern. Es beinhaltet die Spezifikation aller Informationen des Projekts. Es erfordert Kenntnis der Kunden, Produkte und deren Lebenszyklus. Typischerweise sollte dieses Wissen im Unternehmen selbst vorhanden und weiterentwickelt werden.

Self-Service versus Full-Service
Viele E-Mail-Software-Anbieter bieten professionelle Dienstleistungen durch eigene Mitarbeiter, aber nicht alle sind darauf spezialisiert, sondern sehen sich eher als Technologie-Anbieter anstatt eines Dienstleisters.

Mehr zur Analyse und Einblicke in den Markt der E-Mail-Marketing-Software-Anbieter und Hilfe bei der Auswahl des richtigen Anbieters finden Sie im E-Mail-Marketing Software Guide.