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E-Mail-Marketing: 3 erfolgreiche Unsubscribe-Methoden (und ein Don't)

Der Abmelde-Link gehört zum E-Mail-Marketing wie die Butter auf das Brot.
Reinhard Janning | 01.08.2017
 

Denn der Empfänger hat nicht nur gesetzlich das Recht darauf, jederzeit den Erhalt von werbenden E-Mails zu widerrufen. Einem kundenzentrierten Unternehmen sollte außerdem daran gelegen sein, dass niemand Marketing-E-Mails erhält, der sie gar nicht lesen möchte. Doch wie kann man den Prozess gestalten?

Ein "Unsubscribe", also eine Abmeldung von einem Newsletter oder jedweder Marketing-E-Mails, sollte dabei nicht als komplette Niederlage gewertet werden. Gerade heutzutage kommunizieren Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise und nicht jeder bevorzugt die E-Mail. Es kann sehr wohl sein, dass dieser Kontakt Ihre Aktivitäten weiterhin auf sozialen Netzwerken verfolgt, sich für Events anmeldet und bei Ihnen einkauft.
Gerade deshalb sollte es nicht nur ein einfacher, sondern auch ein angenehmer Prozess sein und kein schlechtes Gewissen oder ungutes Gefühl beim Kontakt hervorrufen.

Im Folgenden möchte ich daher, inspiriert von einer sehr schönen Infografik der EmailMonks, drei hervorragende und eine eher bescheidene Möglichkeit vorstellen, wie man den Unsubscribe-Prozess gestalten kann.

1. Spart Zeit: ein Klick für die Abmeldung

Der Klassiker sieht so aus, dass der Kontakt einfach nur den "E-Mail-Newsletter abmelden"-Link unten am Fuß der E-Mail klicken muss und schon wird er aus dem Verteiler (aber nicht aus der Kundendatenbank) genommen.

2. Gibt Optionen: das Preference-Center

Beim Preference-Center kann der Kontakt selber einstellen, ob er vielleicht eine andere Frequenz oder andere Inhalte bevorzugt.
Viele Kontakte fühlen sich schier überwältigt von der Masse der E-Mails die sie erhalten, weshalb es schon reichen würde, wenn sie selbst entscheiden können, ob sie täglich, wöchentlich oder monatlich eine E-Mail erhalten wollen. Der Vorteil hier liegt eindeutig darin, dass verschiedene Gründe für den "Unsubscribe"-Wunsch berücksichtigt werden und Sie nicht zwangsläufig Ihre E-Mail-Kontakte verlieren, sondern sie sogar besser kennenlernen.

3. Geht auf Nummer Sicher: die Bestätigungs-E-Mail

Wer den Abschied von den Marketing-E-Mails etwas persönlicher und vielleicht sogar noch mit einer humorvollen Note gestalten will, kann dies mit einer (nicht-werblichen!) Bestätigungs-E-Mail tun. Gerade im deutschen Rechtsrahmen sollte die jedoch mit einem Datenschutzbeauftragten oder Fachanwalt besprochen werden, damit sie nicht als Spam deklariert werden kann.

4. Viel zu aufwändig: das Feedback-Quiz

Vor ein paar Jahren war es sehr in Mode, beim Verlassen einer Seite, der Kündigung eines Service oder der Abmeldung von einem Newsletter einen ausführlichen Fragebogen zu erhalten, in dem man alle Gründe angeben konnte, warum man nicht zufrieden mit dem angebotenen Service war.
Der Grund dahinter (seine Prozesse zu optimieren), ist natürlich lobenswert, für den Kontakt, der doch gerade erst signalisiert hat, sich nicht weiter mit Ihrem Unternehmen via E-Mail auseinandersetzen zu müssen, ist es hingegen eher lästig und kommt, ehrlich gesagt, auch zu spät. Hätten Sie zwischendurch bereits eine Befragung durchgeführt, vielleicht sogar mit einem Anreiz (Gutschein, Probeprodukte, etc.), dann hätten Sie die Abmeldung vielleicht sogar verhindern können.

Werbliche E-Mails werden vor allem dann abgemeldet, wenn sie nicht relevant genug für den Empfänger sind. Mit Marketing Automation-Methoden können Sie hingegen gezielt E-Mails versenden, die sich nach den Interessen und dem Verhalten des Kunden orientieren.
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