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E-Mail-Marketing-Trend 2018: Interaktive E-Mails

Interaktive E-Mails führen beinahe garantiert zu mehr Engagement. Doch der neue Hype bringt auch neue Herausforderungen für die Umsetzung mit sich.
Reinhard Janning | 04.12.2017
 

In den letzten Wochen vor dem Jahresende möchte ich ein paar spannende Trends vorstellen, die im nächsten Jahr das Potenzial zum Erfolg haben. Den Startschuss gibt die interaktive E-Mail.

Einer Studie des Marketing Automation-Anbieters Litmus zufolge sind knapp ein Drittel aller Marketer davon überzeugt, dass die interaktive E-Mail das nächste große Thema sein wird. Zugegeben, das haben sie bereits 2017 vermutet und ehrlich gesagt hat sich dieses Jahr noch nicht sehr interaktiv in unseren Inboxen gezeigt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Was sind interaktive E-Mails?



Eine interaktive E-Mail ist quasi nur eine E-Mail, in der man nicht über einen Call-to-Action auf eine Landing Page oder ähnliches gelangt, um eine Handlung auszuführen, sondern in der man direkt etwas tun bzw. interagieren kann.

Das kann eine Bilder-Slideshow sein, eine Umfrage, ein Quiz oder direkt die Platzierung eines Produktes in einen Warenkorb. Die interaktive E-Mail umgeht also einen Arbeitsschritt und macht es dem Kunden einfacher, indem er direkt in der E-Mail aktiv werden kann.

Welche Vorteile haben interaktive E-Mails?



- Der Kunde "spart" sich einen Schritt, indem er direkt in der E-Mail eine Handlung ausführen kann. Dadurch steigt die Interaktionsrate potenziell, da diese für gewöhnlich mit jedem Handlungsschritt einer Marketing-Kampagne sinkt.

- Insbesondere Kunden, die ihre E-Mails auf dem Smartphone lesen/empfangen, können im E-Mail-Programm interagieren und müssen nicht umständlich auf einen Internet-Browser weitergeleitet werden. Gerade bei der mobilen Nutzung sollte jedoch auch darauf geachtet werden, dass das interaktive Element für den mobilen Gebrauch gedacht ist.

- Animierte E-Mails stechen aus den "gewöhnlichen" E-Mails heraus und bleiben so im Gedächtnis.

- Gerade interaktive Elemente wie Gamification sorgen dafür, dass der Empfänger mehr Zeit mit der E-Mail verbringt und sich daher auch länger mit dem Produkt auseinandersetzt (beispielsweise, indem er direkt in der E-Mail ein Outfit zusammenstellen kann).

Die Herausforderungen interaktiver E-Mails



E-Mail-Browser können immer dafür sorgen, dass die E-Mail nicht so beim Empfänger ankommt, wie sie ursprünglich designt wurde. Ähnliches gilt bei interaktiven Elementen. Es kann immer sein, dass der Browser die verwendeten Tools nicht unterstützt und der Kunde daher doch nicht direkt aktiv werden kann.
Daher muss man zusätzlich immer auch eine alternative Möglichkeit anbieten, auf die der Kunde zurückgreifen kann. Und das ist natürlich wiederum mit mehr Arbeit verbunden.

Ich empfehle, interaktive Elemente mit geringen Hürden auszuprobieren. Eine kleine Umfrage oder eine Bilderschau (diese lässt sich übrigens technisch simpler mit einem GIF darstellen) können bereits eine große Wirkung erzielen.

Bei der Auswertung der Key Performance Indicators sollte man übrigens nicht vergessen, dass der Erfolg einer interaktiven E-Mail nicht unbedingt an der Klickrate festgemacht werden kann und sollte. Zusätzlich hilft es, besonders bei einer vergleichsweise aufwändigen E-Mail auch die Empfänger gezielter auszuwählen, so dass die Interaktionsrate auch wirklich ein realistisches Bild von dem Erfolg der E-Mail wiedergibt.

Mit Kundensegmentierung können Sie anhand von Analytics-Methoden und bereits dokumentiertem Kundenverhalten genau die Kunden identifizieren, die generell positiv auf E-Mail-Marketing reagieren. So kann der Erfolg spezieller interaktiver E-Mails im Vergleich zu normalen E-Mails besser gemessen werden. In unserer Webinar-Aufzeichnung zum Thema Kundensegmentierung lernen Sie, wie Sie Segmente entwickeln und im Alltag einsetzen können.

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