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Banken erstellen Newsletter im Partnerverbund

Elektronische Kommunikation erlangt bei Kreditinstituten zur Unterstützung der Beratungs- und Vertriebsaktivitäten eine zunehmende Bedeutung
Heribert Uerlings-Olk | 19.10.2007

Rasches Reaktionsvermögen und qualitativ hochwertige Standards im Kundendialog sind die maßgeblichen Erfolgsfaktoren für die elektronische Kommunikation von Kreditinstituten. Aus diesem Grunde haben sich sieben Kirchenbanken
zusammengeschlossen, um vor allem Kunden aus Kirche, Caritas und Diakonie den Zugang zu europäischen Fördermitteln zu erleichtern.

Bislang geschah dies ausschließlich über das gemeinsame Informationsportal EUBase (www.eubase.de), das im Internet den beteiligten Banken und deren Kunden über ein ausgeklügeltes Rechtesystem verschiedene Informationsstufen bereitstellte. Um das komplexe Thema der EU-Fördermittel künftig
noch aktiver zu vermitteln, entstand die Idee, zusätzlich einen hochwertigen elektronischen Newsletter einzusetzen.

Ressourcen gemeinsam nutzen, Datenbanken eigenständig betreiben
Zahlreiche Anforderungen waren dabei zu erfüllen: der Versand individualisierter E-Mails mit dynamischem Inhalt (Content Merging) im HTML-Format sollte möglich sein. Über gemeinsame Inhalte hinaus sollten die beteiligten Banken - Pax Bank, EKK, EDG, KD-Bank und Liga Bank - individuelle Ergänzungen und Anmerkungen ohne großen Aufwand einpflegen und editieren können. Corporate-Publishing sollte einen herausragenden Aspekt bilden. Die Publikation sollte selbstverständlich im individuellen Layout und Design der einzelnen Bank erfolgen. Kundendaten sollten in strikt voneinander getrennten Datenbanken gespeichert werden. Gefordert war ein detailliertes Reporting der Sende- und Lesestatistiken. Und schließlich sollte das neue Medium mit einem hochwertigen Erscheinungsbild und Lesekomfort für den Kunden aufwarten - bei minimalem Aufwand für die Anwender im Partnerverbund.

Eigene Newsletter mit dynamischen Inhalten selbst gestalten
Überzeugt hat den Partnerverbund das Konzept einer mandantenfähigen ASP-Lösung. Kernstück bildet eine bereits mehrfach im Einsatz befindliche Newsletter-Software im ASP-Betrieb (Application Service Providing: Software wird zentral beim Anbieter betrieben). Mit diesem System lassen sich ohne jede Administrations-, Programmierungs- oder Designkenntnisse magazinartige HTML-Newsletter erstellen und editieren. Durch dynamische Vorlagen ist es außerdem möglich, mit wenigen Mausklicks das Layout des Newsletters in Sekundenschnelle an das Corporate Design der jeweiligen Bank anzupassen. Archivfunktionen, Versendemechanismen, Statistik, Bounce-Management, mehrstufiges Rechtesystem und weitere Funktionen, die für professionelle E-Mail-Aktionen erforderlich sind, sind bereits im Kernmodul
enthalten und praxiserprobt. Um die zentral erstellten Inhalte für die beteiligten Banken verfügbar zu machen, wurde eine XML-Schnittstelle entwickelt, die einmalig eingepflegte Inhalte einerseits dynamisch verteilt und andererseits individualisierte Newsletter-Varianten für die einzelnen Banken erstellt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für die einzelnen Banken, ihren Newsletter um bankenindividuelle Inhalte zu erweitern.

Mandantenfähigkeit ist für alle Filialorganisationen interessant
Versicherungen benötigen ebenfalls redaktionelle Inhalte, die durch regionalspezifische Meldungen ergänzt werden. Allgemeine Texte werden zentral oder dezentral in das Newsletter-System eingepflegt. Danach werden die Inhalte in die individuellen Newsletterlayouts der Bezirksdirektionen überführt.
Diese können auf Wunsch den Newsletter um spezifische Inhalte erweitern.Für ein Autohaus ist die Erstellung eines hochwertigen Newsletters mit sehr hohem Aufwand verbunden. Ein Automobilhersteller könnte ein zentrales System bereitstellen, bei dem einzelne Autohäuser auf vorhandene Inhalte Ihres Vertragspartners zugreifen. Im individuellen Layout des Autohauses kann nun eine Ergänzung der spezifischen Inhalte, wie zum Beispiel aktuelle Aktionsangebote, Gebrauchtwagen, Veranstaltungen oder Ähnliches mit wenigen Handgriffen vorgenommen werden. In allen Fällen bleiben die Kundenstammdatenbanken in der Hoheit des jeweiligen Verbundpartners. Der Kundenschutz wird somit in jeder Hinsicht gewährleistet. Dies bedeutet auch, dass Häufigkeit, Versandzeitpunkt und der Adressverteiler vom einzelnen Verbundpartner selbst festgelegt werden.