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JPG, GIF oder PNG im Newsletter?

Typberatung: Wann trägt ein Newsletter am besten JPG, GIF oder PNG? Wir beraten und stellen die drei Grafikformate vor.
mailingwork GmbH | 20.10.2014

Verschicken Sie Ihre Marketing-Newsletter als reine Textmails? Sicherlich nicht und das aus gutem Grund. Denn Bilder sind einfach zu konsumieren, freundlich zu Suchmaschinen und Social Media und sie machen vor allem Spaß. Nur muss deren Outfit auch zum Anlass passen. mailingwork zeigt, welches Format Ihre Bilder tragen sollten.


JPG: Das farbenfrohe Format

Jeder kennt es, weltweit wird es genutzt, alle Browser und E-Mail-Anwendungen unterstützen es. Das JPG ist beliebt. Mitunter, weil es zu den farbenfrohesten Formaten zählt und ungefähr 17 Millionen Farben darstellen kann.
JPGs punkten durch Komprimierung: Wird ein Bild als JPG-Datei gespeichert, verringert sich die Dateigröße deutlich und das Laden über das Internet geht schneller.

Allerdings hat das Format auch eine Schwäche. Bei der Komprimierung kommt es zu Qualitätsverlusten, die jedoch bei richtiger Anwendung für das menschliche Auge kaum zu sehen sind. Tipp: Gängige Bildbearbeitungsprogramme fragen vor dem Speichern, wie hoch der Qualitätsfaktor sein soll. Diesen können Sie selbst regeln. Für ein optimales Verhältnis von Speichergröße und Bildqualität empfehlen wir, den Regler auf 75 bis 85 Prozent zu setzen.

Zur Verwendung
JPGs eignen sich hervorragend für Fotografien oder komplexe Bilder mit umfangreichen Farbverläufen, Schattierungen und Spiegelungen. Genauso gut macht sich das Format für lebendige Keyvisuals oder Produktfotos, die einen Newsletter-Beitrag besser veranschaulichen.
Nichts hingegen ist für das JPG der Einsatz bei harten Farbübergängen, etwa Kontrasten. Auch gelingt es ihm nicht, einfarbige Flächen und Texte sauber darzustellen.


GIF: Das bewegungsfreudige Format

Wie das JPG ist auch das GIF allgemein bekannt und bietet sich für die Verwendung in Newslettern an. Der größte Unterschied beider Formate liegt in der Komprimierung. Denn ein GIF verkleinert Bilddateien ohne Bildverluste. So werden Kanten oder dünne Linien konstant detailgetreu dargestellt, ohne zu „verwaschen”.
Zudem ermöglicht das GIF, eine oder mehrere Farben transparent erscheinen zu lassen. Das ist unter anderem nützlich für abgerundete Calls-to-Action oder Button-Schaltflächen. Denn dadurch scheint dort der Hintergrund durch.

Schade, dass es nur maximal 256 Farben auswerfen kann – leider viel zu wenig für ein fotorealistisches Bild.

Zur Verwendung
Das GIF-Format passt gut zu großen einfarbigen Flächen und Grafiken mit wenigen Farben. Dazu zählen mehrfarbige Logos, grafische Texte, Diagramme oder Screenshots. Auch bringt ein GIF Bewegung in Newsletter-Grafiken, weil es Animationen ermöglicht. Bewegte Calls-to-action etwa erzielen deutlich mehr Aufmerksamkeit und damit höhere Klickraten.

Es spricht im Übrigen nichts dagegen, mehrere Grafikformate zu kombinieren und von den jeweiligen Vorteilen zu profitieren. Zerschneiden Sie beispielsweise ein Keyvisual in zwei Teile. Teil 1 speichern Sie als JPG, Teil 2 als animiertes GIF. Oder Sie verpassen Ihrem Screenshot einen Schatten. Der Screenshot wird als GIF, der Schatten als JPG formatiert.


PNG: Der Onlineprofi unter den Formaten

Das PNG ist ein Mischling aus JPG und GIF. Es komprimiert Bilder nahezu verlustfrei und stellt zudem 17 Millionen Farben dar. Zu seinem Nachteil unterstützen größtenteils ältere Webbrowser wie der Internet Explorer oder ältere E-Mail Clients wie Lotus Notes PNG-Dateien nicht. Die Einbindung in den Newsletter sollte daher sorgfältig überlegt sein; Zustellbarkeitstests in diversen Mailclients sind unabdingbar.

Zur Verwendung
Das PNG-Format ist für Bilder mit wenigen Farben und einem einfachen Muster geeignet. Dazu zählen Icons oder Buttons, ebenso Zeichnungen oder Trennlinien im Newsletter. Es macht sich gut für Website-Inhalte, jedoch nicht als Speichermedium für Fotografien.


Noch mehr Styling-Tipps

Jedes Format, ob JPG, GIF oder PNG, hat seine Berechtigung und erfüllt spezielle Anwendungszwecke. Mixen Sie die Bildformate, wie Sie diese für Ihren Newsletter brauchen. Sie sollten lediglich auf eine ausgewogene Dateigröße achten.

Halten Sie sich ferner an die im Layout definierten Bildgrößen. Sie vermeiden damit unnötige Ladezeiten von übergroßen Bildern. Wissenswert: Auch per Newsletter-Editor verkleinerte Bilder, behalten ihre originale Dateigröße.


In Szene gesetzt: Tools für die Bearbeitung

Um Bildern den letzten Schliff zu verleihen und sie für den Einsatz im Newsletter zu pimpen, braucht es nicht gleich ein professionelles Bildbearbeitungstool wie Photoshop. Es gibt eine Reihe nützlicher, kostenfreier Programme.

Beginnen wir in eigener Sache: mailingwork macht das Bearbeiten von Bildern sehr einfach. Sie können hochgeladene Dateien direkt mit unserer Software bearbeiten, etwa Zuschneiden, Drehen oder die Bildgröße ändern. Darüber hinaus lassen sich Vorlagen erstellen, damit Ihre Bilder stets den gleichen Look haben.

Wer ein wenig mehr Hand anlegen möchte, der ist mit Splashup gut beraten. Das ist ein leicht zu bedienendes Programm und ausgezeichnet für Anfänger eignet. Splashup ähnelt vom Layout her der Photoshop-Software, umfasst allerdings wesentlich weniger Features.
Dagegen kommt Pixlr mit vielen ähnlichen Photoshop-Funktionen daher. Sogar die Tastaturkürzel beider Programme stimmen überein. Noch mehr Funktion bringt die GIMP-Software mit und liegt damit absolut auf Photoshop-Niveau. Für den herkömmlichen Gebrauch wirkt GIMP überladen.

Ein letzter Tipp bezieht sich konkret auf GIF-Dateien. Die kostenfreie App GifRocket konvertiert Videomaterial in wenigen Sekunden per Drag & Drop in animierte GIF-Bilder. Ein super Service für alle Mac-User, die mit Programmierzeilen wenig anfangen können.