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Neuer OVK-Leitfaden zeigt: So werden Inhalte KI-fähig

OVK zeigt in neuem Leitfaden, wie digitale Inhalte von KI-Systemen erfasst, verstanden und sichtbar gemacht werden können.
BVDW | 30.09.2026

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. zeigt in einem neuen Leitfaden, wie sich digitale Inhalte so aufbereiten lassen, damit sie von KI-Systemen erfasst, verstanden und sichtbar gemacht werden können. Dazu gibt der OVK Content-Verantwortlichen praxisnahe Handlungsempfehlungen und erklärt, wie sie die Sichtbarkeit in KI-Antworten messen und bewerten können.

 

Eine neue Form von Sichtbarkeit

Durch KI-gestützte Systeme verändern sich das digitales Suchverhalten sowie die Mediennutzung grundlegend. Menschen lassen sich Inhalte immer häufiger von Systemen kuratieren und einordnen, statt sie ausschließlich über klassische Suchabfragen und Webseiten zu finden.

In seinem Paper unterstreicht der OVK dabei, dass klassisches SEO um neue Anforderungen ergänzt wird: Mit Generative Engine Optimization (GEO) und Answer Engine Optimization (AEO) rücken semantische Klarheit, inhaltliche Autorität und Maschinenlesbarkeit digitaler Inhalte ins Zentrum.

Auch die Rolle von Content innerhalb digitaler Ökosysteme verändert sich: KI-Systeme nutzen Inhalte sowohl beim Training als auch bei laufender Websuche. Der Leitfaden des OVK unterscheidet deshalb zwischen langfristiger Verankerung von Wissen in KI-Modellen und der kurzfristigen Auffindbarkeit von Quellen in konkreten Antwortsituationen.

 

Gute Inhalte allein reichen nicht aus

Für die Content-Strategie bedeutet das: Unternehmen und Medienhäuser sollten Inhalte so aufbereiten, dass KI-Systeme Aussagen, Daten und Zusammenhänge zuverlässig erkennen und einordnen können. Dafür bündelt das Paper Best Practices für Content-Verantwortliche, Marketer und technische Verantwortliche.

Auf inhaltlicher Ebene empfehlen die Autor*innen unter anderem eine klare „Answer-first“-Struktur. Neben verständlicher Sprache braucht es ebenfalls eine gut nachvollziehbare Verbindung von Aussagen und Quellen. Fachliche Expertise, der Einsatz von Primärquellen und eigene Daten stärken die Autorität und Zitierfähigkeit von Inhalten zusätzlich. Auch die Präsenz auf Drittplattformen gewinnt weiter an Bedeutung, da KI nicht ausschließlich auf Webseiten von Unternehmen und Medienhäusern zurückgreift.

Damit KI-Systemen Inhalte auch technisch zuverlässig verarbeiten können, rückt neben der Qualität des Contents auch die technische Aufbereitung in den Fokus. Semantisches HTML, klare Inhalts- sowie Überschriftenstrukturen und strukturierte Daten schaffen die Voraussetzungen dafür, dass digitale Inhalte maschinell optimal genutzt werden können.

 

Keine Content-Silos mehr

Der Blick nach vorne zeigt, dass Content künftig stärker über unterschiedliche KI-Interfaces hinweg funktionieren muss – von AI Overviews und Chat-Interfaces bis zu Voice-Ausgaben und KI-Agenten. Dafür braucht es Inhalte, die je nach Nutzungssituation unterschiedlich ausgespielt werden können. Die Autor*innen betonen, dass es dabei wichtig wird, Inhalte ganzheitlich zu denken. Quellen, Aktualität und Nutzungsrechte sollten klar erkennbar sein. Auch Text, Bild, Audio und Video werden stärker zusammenspielen.

 

Über den OVK
Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW ist die Interessenvertretung der Online-Display- und -Video-Vermarkter am deutschen Werbemarkt. Er setzt sich für die Stärkung des nationalen Online-Werbemarktes und die Erhaltung seiner Angebotsvielfalt ein. Gemeinsam mit den Marktpartnern entwickelt und fördert er Standards und Regelwerke. Als OVK liefert er mit seinen Mitgliedern Orientierung und stellt Markttransparenz her. Er agiert lösungsorientiert; Qualität, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit stehen im Mittelpunkt der Arbeit.