Marketing-Börse PLUS - Fachbeiträge zu Marketing und Digitalisierung
print logo

Wie Marken Relevanz im KI-Zeitalter behalten

Marketing-Spends sinken, Markensterben nimmt zu – und LLMs sind mittendrin. Fachgespräch über Markenstrategie und synthetische Audiences.
 

Das sind die Themen:


Marken verlieren ihre Kontrolle – KI ändert die Spielregeln

Durch Language Models haben Marken die Suchmaschinen-Manipulation aus eigener Hand verloren. Während Unternehmen früher mit Content-Strategien den Algorithmus kontrollieren konnten, ziehen sich KI-Systeme heute die Informationen selbst aus dem Netz. Das heißt: Marken müssen neu überlegen, wie sie sich positionieren – Content allein reicht nicht mehr aus.


Marketing-Budgets sinken – und das Markensterben nimmt zu

Marketing-Spends sind in den letzten Jahren von 10-12% auf 7,4% des Umsatzes gesunken. Das ist gerade im KI-Zeitalter gefährlich. Marken, die nicht in ihre Differenzierung investieren, werden von KI-Systemen nicht als unterscheidbar wahrgenommen. Die Folge: Sie verlieren an Relevanz – und das zeigt sich auch wirtschaftlich. Die Zeit für echtes Brand-Investment ist jetzt.


Synthetische Zielgruppen generieren messbare Erfolge

KI-gestützte Tests mit synthetischen Audiences zeigen: Werbemittel, die vorab mit generierten Zielgruppen getestet werden, performen real 24-25% besser. Das spart teure Testphasen, reduziert Risiko und ermöglicht Marketern, schneller zu den richtigen Botschaften zu kommen. Das ist kein Hype-Thema mehr – es ist ein bewährtes Werkzeug mit greifbarem ROI.


KI-Produktion revolutioniert die Kreation – konkrete Einsparungen

Fashion-Brands, die ihre komplette Produktion auf KI-Generierung umgestellt haben, sparen über 800.000 Euro jährlich. Statt Maldiven-Shootings entsteht hochwertige Werbung in Minuten. Das Ergebnis: bessere Performance bei deutlich niedrigeren Kosten. Agenturen brauchen heute Kreativ-Teams, die prompten können – nicht nur traditionelle Fotografen.


Strategie bleibt Mensch-Werk – Agenten übernehmen die Routine

KI-Agenten eignen sich hervorragend für standardisierte Marketing-Tasks: Research, Assistenztätigkeiten, einfache Optimierungen. Bei Strategic Work – der Frage nach dem WIE und WARUM einer Marke – braucht es weiterhin menschliche Expertise. Wer diese Grenze verschwimmen lässt, scheitert. Wer sie bewusst nutzt, gewinnt.

Img of André Soulier
André Soulier

André Soulier ist Gründer und Geschäftsführer der Münchner Onlinemarketing-Agentur Nayoki.

Erstpublikation: 07.04.2026

Newsletter