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E-Mail-Marketing: Relevanz wird wichtiger

Öffnungen, Klicks und Zielgruppenfokus werden wichtiger denn je. Sichtbarkeit hängt zunehmend von Relevanz und Nutzerinteraktion ab.
29.04.26

- KI-Filter stufen 40 Prozent der Gmail-Mails herunter
- Relevanz wird wichtiger als reine Versandfrequenz
- Öffnungen und Klicks zählen als Qualitätssignale


KI-Filter stufen 40 Prozent der Gmail-Mails herunter und verändern damit die Spielregeln im E-Mail-Marketing. Statt Nachrichten rein chronologisch anzuzeigen, berücksichtigen moderne Postfächer zunehmend Faktoren wie Aktualität, Klickverhalten oder häufige Kontakte. Laut Breaker entwickelt sich der Posteingang dadurch immer stärker zu einem sozialen Feed, in dem relevante Inhalte bevorzugt sichtbar bleiben, wie MediaPost berichtet.


Qualität statt Masse entscheidet
Relevanz wird wichtiger als reine Versandfrequenz. Unternehmen müssen deshalb genauer prüfen, welche Inhalte tatsächlich Aufmerksamkeit erzeugen. Öffnungen und Klicks zählen als Qualitätssignale und sollten nicht länger nur als oberflächliche Erfolgskennzahlen betrachtet werden. Wer dauerhaft geringe Interaktionen erzielt, riskiert eine schlechtere Sichtbarkeit seiner Kampagnen in Gmail und anderen intelligenten Postfächern.


Weniger Streuverlust, mehr Zielgruppenfokus
Breaker empfiehlt Unternehmen, ihre Empfängerlisten konsequent zu bereinigen und inaktive Kontakte gezielt seltener anzuschreiben. Nutzer, die längere Zeit weder öffnen noch klicken, sollten nur noch ausgewählte Inhalte erhalten, bis die Relevanz wieder steigt. Gleichzeitig gewinnen Segmentierung und präzise Zielgruppenansprache an Bedeutung. Laut Breaker werden künftig vor allem Marken erfolgreich sein, die genau wissen, für wen ihre Inhalte gedacht sind und welche Kanäle tatsächlich engagierte Empfänger liefern.