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Gmail erlaubt Ändern von E-Mail-Adressen

Neue Gmail-Funktion erlaubt seit 17. Januar Namenswechsel bei Adressen und stellt E-Mail-Marketing vor neue Zuordnungsprobleme.
30.12.25

- Gmail-Nutzer können Adresse ändern und Mails behalten
- Alte Adresse bleibt als Alias und Recovery-Mail aktiv
- Neuer Stressfaktor für E-Mail-Marketer ab 2026


Google führt eine neue Funktion für Gmail ein, mit der Nutzer ihre E-Mail-Adresse ändern können, ohne gespeicherte Nachrichten oder Daten zu verlieren. Damit können Nutzer etwa alte oder unpassende Adressen ersetzen, die sie vor Jahren erstellt haben. Zwar war es auch bisher möglich, Gmail-Adressen zu ändern, allerdings gingen dabei sämtliche Inhalte verloren, wie MediaPost berichtet. Genau diese Hürde fällt nun weg.


Alte Adresse bleibt als Alias erhalten


Die neue Funktion gilt für Adressen mit der Endung @gmail.com, wobei auch die neue Adresse dieselbe Domain behalten muss. Die bisherige E-Mail-Adresse bleibt automatisch als Alias bestehen und wird zusätzlich als Wiederherstellungsadresse genutzt. Eingehende Nachrichten werden damit weiterhin zugestellt. Der Rollout erfolgt schrittweise und ist bislang nicht weltweit verfügbar; bekannt wurde er über eine übersetzte Support-Seite in Hindi. Mehrere Berichte bestätigen jedoch die Einführung.


Neue Risiken für E-Mail-Marketing


Für E-Mail-Marketer bringt die Änderung potenzielle Probleme mit sich. Die Zuordnung alter und neuer Adressen kann zu doppelten Mailings führen, was Nutzer als Spam empfinden könnten. Zudem besteht die Gefahr, dass Empfänger aus unterschiedlichen Adressen auf Kampagnen reagieren. Zwar existieren bei anderen E-Mail-Diensten bereits vergleichbare Funktionen, doch müssen kommerzielle Versender ihre Systeme darauf vorbereiten. Die Neuerung macht deutlich: Identitätsmanagement im E-Mail-Marketing wird ab 2026 komplexer.