L’Oréal senkt Content-Kosten
- L’Oréal verkürzt mit generativer KI die Produktionszeit auf Stunden
- Creaitech-Labor integriert Tools wie Google Imagen, Veo und Adobe Firefly in globale Marketing-Workflows
- KI-generierte Menschen sind ausgeschlossen – ausschließlich Produktvisuals und Szenarien erlaubt
L’Oréal zeigt, wie sich generative KI konkret und produktiv im Marketing einsetzen lässt. Im firmeneigenen Creaitech-Labor werden Tools wie Google Imagen 3, Veo 2, Adobe Firefly und das 3D-GenAI-Tool Omi systematisch getestet und in bestehende Workflows integriert. Das Ergebnis: Statt wochenlanger Produktionszyklen entstehen lokalisierte Kampagnen innerhalb von Stunden oder Tagen. Produktvisuals lassen sich schnell an unterschiedliche Märkte, Plattformen und Formate anpassen – bei deutlich reduzierten Kosten und höherer Geschwindigkeit.
Klare Leitplanken für den KI-Einsatz
Trotz der umfassenden Nutzung setzt L’Oréal klare Grenzen. KI-generierte Menschen – also Gesichter, Körper oder Haut – sind für externe Kommunikation tabu. Diese Entscheidung schützt Authentizität und Vertrauen in einer Branche, in der Glaubwürdigkeit zentral ist. Die KI übernimmt vor allem repetitive und zeitintensive Aufgaben wie Visual-Erstellung, Animationen und Lokalisierungen, während menschliche Teams die Markenführung, Qualitätskontrolle und strategischen Entscheidungen verantworten.
Skalierung durch Infrastruktur und Partnerschaften
Die technologische Basis bildet das One-L’Oréal-Transformationsprogramm, das IT-, Daten- und Kreativinfrastruktur zentralisiert. Ergänzt wird dies durch strategische Partnerschaften mit Unternehmen wie Google, Adobe, Nvidia und IBM. Governance, IP-Sicherheit und Proof-of-Concept-Zyklen stellen sicher, dass nur funktionierende Lösungen skaliert werden. L’Oréal beweist damit: Generative KI ist kein Experiment mehr, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil – vorausgesetzt, sie wird strategisch integriert und verantwortungsvoll gesteuert.