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Mit Re-Mailings Warenkorbabbrüche reduzieren

Wie die Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH mit einem einfachen Prozess abgebrochene Warenkörbe doch noch zum Abschluss bringt.
Sebrus Berchtenbreiter | 28.04.2014
E-Mail-Marketer denken in der Regel in Trichtern: Es wird eine Empfängerliste angeschrieben, ein Teil öffnet, wiederum ein Teil klickt und am Ende bleibt ein Bruchteil Käufer übrig. Auf jeder Stufe versucht der Marketer, möglichst viele User vom Absprung abzuhalten. Durch umfangreiche Kreativtests können die einzelnen Werte (Öffnungs-, Klick- und Conversionrate) natürlich erheblich optimiert werden. Dazu gehören z.B. das Redesign von Buttons, Texten, Bildern und die Vereinfachung des Bestellprozesses. Aber auch Re-Marketing-Maßnahmen können dazu beitragen, eigentlich verloren geglaubtes Potenzial wieder zurückzuholen. Klassiker ist das Warenkorbabbrecher-Mailing, bei dem Kunden, die Artikel in einen Warenkorb gelegt haben, erneut angeschrieben werden. Lesen Sie im Folgenden, welche Umsetzungsvarianten zur Verfügung stehen und wie der Nürburgring mehr als ein Drittel der Warenkorbabbrecher reaktiviert hat.


Vielfältige Möglichkeiten für Warenkorbabbrecher-Mailings

Grundsätzlich gibt es viele verschiedene Varianten der Umsetzung eines Warenkorbabbrecher-Mailings. Bevor Sie den Prozess entwickeln, sollten Sie analysieren, wie groß das Potenzial ist. Nur wenn Sie wissen, wie viele Warenkörbe verlassen werden und wie hoch der durchschnittliche Umsatz ist, können Sie überlegen, wie aufwändig die Kampagne werden soll.

Ganz einfach ist die Abwicklung über eine Reagierer-Zielgruppe. Dabei handelt es sich streng genommen nicht um Warenkorbabbrecher, eher um „Landingpage-Abbrecher“. Kunden, die klicken, aber nicht kaufen, werden erneut mit dem Angebot kontaktiert. Das Mailing zeichnet sich durch hohe Conversionrate aus, aber kann auch zu hohen Abmeldequoten führen, da die Kaufabsichten der Klicker nicht so stark sind wie die der Warenkorbabbrecher.

Weiterhin können Sie mittels Implementierung eines Messpixels überprüfen, ob Kunden, die etwas in den Warenkorb gelegt haben, im Zeitraum von z.B. drei Stunden auch die Kaufbestätigungsseite aufgerufen haben. Ist dies nicht der Fall, erinnern Sie sie an den verlassenen Warenkorb. Mithilfe eines Incentives, z.B. eines Gutscheins, kann der Abschluss des Kaufprozesses doch noch herbeigeführt werden.

In der nächsten Ausbaustufe können Sie die Produkte des verlassenen Warenkorbs übertragen und in der E-Mail anzeigen. Lesern kann auch Kunden die Möglichkeit geboten werden, den Warenkorb per Klick wiederherzustellen.

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Erheblicher Performance-Hebel mit kleinem Aufwand

Der promio.net-Kunde Nürburgring Betriebsgesellschaft mbH hat im Oktober 2013 das erste Warenkorbabbrecher-Mailing versendet. Dabei wurde der Prozess einfach gehalten. Leser werden unabhängig vom Warenkorbinhalt mit einer allgemeinen E-Mail kontaktiert und an den Warenkorb erinnert. Zusätzlich wird mit einem 5-Euro-Gutschein incentiviert. Der Erfolg spricht für sich: Mit einer Klickrate von 45% und einer Conversionrate von fast 40% kann mehr als ein Drittel aller abgebrochenen Kaufprozesse doch noch zum Abschluss gebracht werden. Eine klassische Win-Win-Situation, denn in mehr als einem halben Jahr hat kein Empfänger auf den Abmeldelink geklickt!


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