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Mehr Traffic durch kürzere Ladezeit

Für den Traffic und das Google-Ranking ist eine kurze Ladezeit sehr wichtig. Tipps und Tools zum Optimieren der Ladezeit und anderer SEO-Faktoren.
Oliver Pfeil | 24.06.2019
Auf die Geschwindigkeit kommt es an. © Unsplash / Simon Connellan
 
Zeit ist das wertvollste Gut, das wir Menschen haben. Das weiß Google und das wissen auch die Besucher einer Website. Das bedeutet, dass Besucher die Website wieder verlassen, wenn die Ladezeit zu lange ist. Experten sprechen von einer langen Ladezeit, wenn der Ladevorgang 2 Sekunden übersteigt.

Die Frage lautet also, wie können Sie die Ladezeit Ihrer Website verbessern? Dafür gibt es dutzende Möglichkeiten. Die wichtigsten werde ich Ihnen in diesem Artikel zeigen.

Grundvoraussetzung: ein starkes Hostingpaket


Eine top-optimierte Website ist natürlich super. Wenn sich dahinter allerdings ein 25-PS-Motor versteckt, nützt Ihnen das so gut wie gar nichts. Der Hostinganbieter oder besser gesagt das von Ihnen gebuchte Hostingpaket ist dementsprechend sehr wichtig und eine Grundvoraussetzung für schnelle Ladezeiten. Sprechen Sie diesbezüglich am besten mit dem Support Ihres Hostinganbieters und lassen Sie sich beraten, welches Paket am besten zu Ihnen passt.

Bilder und Grafiken: enormes Optimierungs-Potential


Den größten Teil der Ladezeit einer Website nehmen Bilder und Grafiken ein. An dieser Stelle gibt es 2 Möglichkeiten, wie Sie die Ladezeit verringern:
• Sie reduzieren die Dateigröße der Bilder.
• Sie nutzen LazyLoad für verzögertes Laden.

LazyLoad bedeutet einfach ausgedrückt, dass das Bild erst dann geladen wird, wenn es im sichtbaren Bereich des Browsers ist. Falls Sie WordPress nutzen, habe ich an dieser Stelle einen tollen Tipp für Sie. Bevor Sie ein Bild auf Ihrer Website hochladen, sollten Sie dieses unbedingt verkleinern. Bilder stehen mittlerweile in gigantischen Auflösungen zur Verfügung, was man an der Dateigröße natürlich merkt. Verkleinern Sie jedes Bild auf die Größe, in der Sie das Bild auf Ihrer Website einbinden möchten.

Ladezeit messen


Vielleicht haben Sie sich schon gefragt, wie Sie die Ladezeit Ihrer Website überhaupt messen können? Das ist ein sehr guter Einwand und ich möchte Ihnen folgende 2 Tools keinesfalls vorenthalten:
Google Page Speed Tool
GTMetrix

Meine Empfehlung: Machen Sie vor und nach einer Optimierung einen Speedtest, um Ihre Änderungen überprüfen zu können.

Caching und Komprimierung


Zwei weitere Zauberworte sind Caching und Komprimierung. Diese beiden Begriffe möchte ich Ihnen kurz erklären:
• Caching: Dabei wird von jeder Unterseite Ihrer Website eine Kopie erstellt und direkt auf dem Server gespeichert. Dadurch werden externe Abfragen und Datenbankabfragen reduziert, was die Ladezeit verkürzen wird.
• Komprimierung: Dabei werden Daten vor der Übertragung vom Webserver zum Browser komprimiert, also verkleinert. Das reduziert die Größe und optimiert somit die Ladezeit.

Falls Sie ein System wie WordPress oder Joomla verwenden, haben Sie hier gute Möglichkeiten. Für WordPress stehen Ihnen dazu das sehr geniale Plugin „WP-Rocket“ zur Verfügung und in Joomla haben Sie standardmäßig eine Einstellung, wie Sie Caching und Komprimierung aktivieren können.

Website bekannt machen


Wir haben jetzt viel über die Ladezeit Ihrer Website gesprochen. Das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn damit reduzieren Sie die Absprungrate Ihrer Besucher, was zu mehr Traffic und Kunden führen wird. Zudem ist das für Google ein Rankingfaktor und wird sich positiv auf Ihre komplette Website auswirken. Denn letztendlich geht es ja darum, die Website bekannt zu machen.

Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, gibt es dafür viele verschiedene Marketing-Möglichkeiten. Auf komplexe Online-Marketing-Strategien möchte ich an dieser Stelle allerdings gar nicht eingehen. Vielmehr geht es mir um wichtige Basics, die Ihnen sicherlich weiterhelfen werden.

Google Search Console


Ein sehr wichtiges Tool ist die Google Search Console. Nach einer kostenlosen Anmeldung müssen Sie Ihre Website kurz verifizieren. Damit bestätigen Sie die Inhaberschaft. Das ist notwendig, da Google Ihnen ab diesem Zeitpunkt sehr wertvolle Daten zu Ihrer Website zur Verfügung stellen wird.

Folgende Informationen sehen Sie in der Google Search Console:
• Nach welchen Keywords Ihre Besucher gesucht haben.
• Auf welcher Position Sie mit diesen Keywords ranken.
• Wie viele Personen nach welchen Keywords suchen.
• Welche Unterseiten die Zielseiten sind.
• … und vieles mehr.

Diese Informationen geben Ihnen einen wertvollen Einblick. Damit können Sie weitere Optimierungen durchführen und Ihre Website kontinuierlich verbessern.

Usersignale


An dieser Stelle möchte ich noch kurz auf den so wichtigen SEO-Aspekt Usersignale eingehen. Da Google Usersignale mittlerweile sehr gut erkennen kann, sind diese zu einem wichtigen Rankingfaktor geworden.

Dabei geht es um die Absprungrate, die Bleibedauer und auch darum, wie viele Unterseiten sich ein Besucher ansieht. Anhand dieser Daten erkennt Google im Vergleich zu Ihrer Konkurrenz die Qualität der Website. Ihr Ziel sollte es also sein, die Absprungrate zu reduzieren und die Bleibedauer zu erhöhen. Die Absprungrate reduzieren Sie beispielsweise durch die Optimierung der Ladezeit.

Die Bleibedauer erhöhen Sie dadurch, dass Sie sehr hochwertige Inhalte auf Ihrer Website zur Verfügung stellen, die Ihren Besuchern wirklich weiterhelfen. Dazu können Sie beispielsweise Videos nutzen und einbinden.

Eine weitere Möglichkeit, um die Absprungrate zu reduzieren und gleichzeitig die Bleiberate zu erhöhen, ist folgendes: Die Aufmerksamkeitsspanne ist gerade im Internet sehr gering. Das liegt auch an der Informationsüberflutung. Ihr Job sollte es sein, die volle Aufmerksamkeit Ihres Besuchers zu generieren. Aus diesem Grund sollten Sie auf jeder Ihrer Unterseiten sofort auf den Punkt kommen und Ihren Besucher mit einem kurzen Teaser oder auch mit einem Video fesseln.

Hilfe – Was mache ich zuerst?


Am besten ist es, die Schritte der Reihe nach durchzuführen und nicht mehrere Punkte gleichzeitig anzugehen.

Folgende Reihenfolge halte ich für sehr sinnvoll:
1. Anmeldung bei der Google Search Console
2. Anmeldung bei Google Analytics
3. Ladezeitoptimierung: Hostinganbieter überprüfen
4. Ladezeitoptimierung: Bilder und Grafiken
5. Ladezeitoptimierung: Caching und Komprimierung
6. Bleiberate erhöhen: Aufmerksamkeit generieren
7. Bleiberate erhöhen: Inhalte optimieren
8. Bleiberate erhöhen: Videos einbinden

Ein kurzer Ausflug zur Technik


Mittlerweile gibt es ja wirklich sehr viele Lösungen, wie man eine Website erstellt. Meine Empfehlung ist WordPress, die Alternative ist Joomla. Von den sogenannten Homepagebaukästen von Hostinganbietern rate ich dagegen absolut ab. Diese sind unflexibel, bieten wenige Möglichkeiten und sie sind zudem absolut abhängig vom Hostinganbieter.

Wenn Sie sich intensiver mit WordPress oder Joomla auseinandersetzen möchten, können Sie sich gerne meine kompakte Schritt für Schritt Anleitung ansehen:
WordPress Tutorial
Joomla Tutorial
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Über Oliver Pfeil

Buchautor und Unternehmer Oliver Pfeil verhilft seit 2010 seinen Kunden mit Webdesign, CMS und Online-Marketing zu mehr Geschäftserfolg.

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