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KI-Index Mittelstand: KI-Nutzung steigt um 54 %

Die Nutzung von KI im deutschen Mittelstand ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das zeigt der neue KI-Index Mittelstand 2026.
Salesforce | 09.03.2026
© Salesforce
 

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im deutschen Mittelstand ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Das zeigt der neue KI-Mittelstandsindex, den Salesforce gemeinsam mit dem Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) erhoben hat. Mehr als jedes zweite mittelständische Unternehmen (51,2 %) nutzt oder testet inzwischen KI-Lösungen – ein Plus von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 33,1 %). Besonders dynamisch entwickelt sich der Einsatz von KI-Agenten: 16,6 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits auf diese noch junge Technologie, die eigenständig Aufgaben übernimmt und Prozesse orchestriert, damit hat sich dieser Anteil fast verdoppelt (2024: 8,7 %). Dies zeigt: Der Mittelstand ist offen für KI, sofern der konkrete Nutzen überzeugt.

„Die Ergebnisse des KI-Index Mittelstand zeigen deutlich, dass immer mehr Unternehmen in Deutschland den nächsten Schritt zum Agentic Enterprise gehen: Weg von isolierten KI-Anwendungen, hin zu intelligenten, agentenbasierten Systemen, die Prozesse ganzheitlich unterstützen“, erklärt Alexander Wallner, Deutschland-Chef und CEO Central Europe bei Salesforce. „Entscheidend ist dabei der klare Fokus auf Effizienz, Produktivität und messbaren Mehrwert für das Geschäft. Diese letzte Meile hin zu einer KI, die den Kontext des Business-Anwenders einbindet und so echten Mehrwert leistet, wird über den Erfolg des KI-Projektes entscheiden – und somit auch über den zukünftigen Geschäftserfolg.“

Marc S. Tenbieg, Geschäftsführender Vorstand des DMB führt aus: „Der KI-Mittelstandsindex 2026 zeigt, dass der deutsche Mittelstand deutlich weiter ist, als viele Vorurteile vermuten lassen. KI wird zunehmend als strategisches Werkzeug verstanden, mit klarem Fokus auf Effizienz, Produktivität und sicheren, praxisnahen Anwendungen. KI-Agenten sind dabei besonders interessant und zeigen die größte Wachstumsdynamik. Trotz aller Euphorie in einigen bereits sehr digitalisierten Unternehmen und Branchen sieht der DMB es als seine Aufgabe, die Begeisterung für KI-Lösungen in der Breite des Mittelstands zu entfachen. Positiv bewerten wir, dass die zunehmende private KI-Nutzung dazu beiträgt, auch betriebliche Anwendungsfelder schneller zu identifizieren und Berührungsängste abzubauen.”

 

Effizienz und Produktivität sind die zentralen Treiber

Die wichtigsten Motive für den KI-Einsatz liegen weiterhin klar im operativen Nutzen. Effizienzsteigerungen in internen Prozessen werden von den befragten Unternehmen am häufigsten als Mehrwert genannt (54,4 % - in 2024 waren es 22,2 %), gefolgt von Produktivitätssteigerungen (44 % - 2024: 15,5 %) und Kosteneinsparungen (41,1 % - 2024: 19,6 %).

 

Weitere erwartete oder bereits realisierte Vorteile sind eine bessere Datenanalyse und Entscheidungsfindung (35,2 %), ein verbessertes Kundenerlebnis (19,9 %) sowie die Linderung des Arbeitskräftemangels (13,7 %), die Förderung von Innovationen spielt weiterhin eine geringe Rolle (4,4 %).

 

KI -Agenten für höhere Effizienz und Geschwindigkeit im Support

Die vaylens GmbH mit Sitz in Dortmund entwickelt Softwarelösungen für den Betrieb und die Vermarktung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Das Unternehmen setzt bereits heute auf KI, um die Kundenkommunikation zu optimieren und die Effizienz im Support zu erhöhen. „Wir haben unser KI-Projekt mit dem klaren Ziel gestartet, die Kundenzufriedenheit zu steigern – insbesondere durch eine schnellere Bearbeitung von Anfragen. Für Betreiber von Ladeinfrastruktur ist es entscheidend, dass Support-Anliegen zügig gelöst werden, um eine hohe Verfügbarkeit der Ladepunkte sicherzustellen“, sagt Dennis Lüger, Chief Product Owner, vaylens GmbH. „Nach über einem halben Jahr im Live-Betrieb sehen wir bereits, dass unsere Kunden Antworten schneller erhalten. Sowohl durch den KI-Agenten als auch durch unser entlastetes Support-Team, das nun effizienter agieren kann. Gleichzeitig entwickeln wir den Agenten kontinuierlich weiter, erweitern sein Wissen und verleihen ihm immer neue Fähigkeiten.“

 

KI-Pläne werden konkreter – Zurückhaltung nimmt ab

Der Blick nach vorn bestätigt den positiven Trend: 37 Prozent der befragten KMU planen, KI im Jahr 2026 einzuführen oder bestehende Anwendungen auszubauen (gegenüber 25 % Ende 2024). Gleichzeitig ist der Anteil der Unternehmen ohne konkrete KI-Pläne deutlich gesunken, von über 40 Prozent im Vorjahr auf 31 Prozent. Zu den bevorzugten Einsatzfeldern zählen vor allem die Unterstützung von Geschäfts- und Planungsprozessen, Kundenbetreuung und -kommunikation sowie Marketing und Vertrieb.

 

KI-Projekte im Mittelstand sind erstaunlich stabil

Bemerkenswert ist, dass KI-Projekte im Mittelstand nur sehr selten abgebrochen werden. Weniger als fünf Prozent der Unternehmen haben KI-Versuche eingestellt. Gründe der betreffenden Unternehmen waren in der Hauptsache begrenzte finanzielle oder personelle Ressourcen sowie zu hohe oder enttäuschte Erwartungen.

 

Wissen, Datensicherheit und Regulierung bleiben zentrale Herausforderungen

Trotz der positiven Entwicklung sehen viele KMU weiterhin Handlungsbedarf. Um KI besser oder überhaupt einsetzen zu können, wünschen sich mittelständische Unternehmen vor allem mehr Hintergrundwissen zu potentiellen Einsatzgebieten (39,9 %). Ebenfalls hoch priorisiert ist ein besserer Schutz von Daten und Geschäftsgeheimnissen (32 %). Weitere Herausforderungen sind gesetzliche Klarheit (26,6 %) und eine bessere Datenqualität (23,7 %) sowie technisches Know-how und Zugang zu Fachkräften (20 %). Auch niedrigere Nutzungskosten (18 %) und gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten (15,6 %) bleiben wichtige Stellschrauben für eine breitere KI-Adoption.

 

Über den KI-Index Mittelstand

Mit dem KI-Index Mittelstand ermittelt der Deutsche Mittelstands-Bund gemeinsam mit Salesforce den Status Quo und die Pläne zum Einsatz von KI-Lösungen im Mittelstand. Im November 2025 haben insgesamt rund 700 mittelständische Unternehmen an der Befragung teilgenommen.

 

Über den DMB

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) e.V. ist der Bundesverband für kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Der DMB wurde 1982 gegründet und sitzt in Düsseldorf. Unter dem Leitspruch „Wir machen uns für kleine und mittelständische Unternehmen stark!“ vertritt der DMB die Interessen seiner rund 30.000 Mitgliedsunternehmen mit über 750.000 Beschäftigten. Damit gehört der DMB mit seinem exzellenten Netzwerk in Wirtschaft und Politik zu den größten unabhängigen Interessen- und Wirtschaftsverbänden in Deutschland. Der Verband ist politisches Sprachrohr und Dienstleister zugleich, unabhängig und leistungsstark. Spezielle Themenkompetenz zeichnet den DMB in den Bereichen Digitalisierung, Nachfolge, Finanzen, Internationalisierung, Energiewende und Arbeit & Bildung aus. Als dienstleistungsstarker Verband bietet der DMB seinen Mitgliedsunternehmen zudem eine Vielzahl an Mehrwertleistungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstandsbund.de.

 

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