Mit Copilot können jetzt eigene Apps gebaut werden
- Copilot Code erstellt Apps und Dashboards aus natürlichen Anweisungen
- Microsoft bietet Hosting für die erstellten Anwendungen im eigenen Tenant
- Code, Cowork und Autopilot werden künftig nutzungsbasiert abgerechnet
Microsoft erweitert Copilot um den neuen Code-Arbeitsbereich, mit dem Nutzer Software auf Basis natürlicher Sprache erstellen können, berichtet Search Engine Watch. Marketer sollen damit beispielsweise Reporting-Dashboards, Kampagnen-Tracker, Widgets oder kleinere Automatisierungen entwickeln können – ohne klassische Programmierung als Ausgangspunkt.
Besonders für Marketingteams und Agenturen könnte der Ansatz interessant sein. Wiederkehrende Kundenreports oder interne Prozesse lassen sich potenziell als maßgeschneiderte Anwendungen abbilden, ohne dafür jedes Mal eine separate Softwarelösung zu beschaffen. Mit dem Copilot Managed Runtime stellt Microsoft zudem eine Umgebung bereit, in der solche Anwendungen innerhalb der Microsoft-365-Infrastruktur betrieben werden können. Code ist Teil einer umfassenderen Weiterentwicklung von Copilot. Die Plattform bündelt künftig unter anderem Home, Code und Autopilot. Während Code auf die Erstellung von Software zielt, soll Autopilot Aufgaben eigenständig über längere Zeit ausführen können. Auch Word, Excel und PowerPoint werden stärker in Copilot integriert.
Für Unternehmen könnte dadurch die Schwelle sinken, individuelle Marketingtools selbst zu entwickeln. Allerdings reicht ein funktionierender Prototyp allein nicht aus: Berechnungen, Datenzugriffe, Wartbarkeit, Sicherheit und die tatsächlichen Kosten müssen vor einem produktiven Einsatz geprüft werden. Die entscheidende Frage ist daher nicht nur, was Copilot bauen kann, sondern ob das Ergebnis einen bestehenden Softwareeinsatz sinnvoll ersetzt.