Wie digitale Doppelgänger Event-Konzepte vorab testen
Das sind die Themen:
Von Bauchgefühl zu datengestützten Entscheidungen
Im Event Marketing werden Entscheidungen häufig aus persönlichen Vorlieben getroffen: der Vorstand möchte einen bestimmten Sprecher, weil man ihn schon immer eingeladen hat. Digital Doppelgänger ändern das Spiel. Du validierst dein Event-Konzept mit einer KI-Repräsentation deiner Zielgruppe, bevor du Geld ausgibst. Ein praktisches Beispiel: Ein Kunde wollte einen Keynote Speaker buchen – Signaturkosten 50.000 Euro. Die Digital Doppelgänger offenbarten: Die Zielgruppe braucht keinen externen Motivator, sondern interne Austauschmöglichkeiten zu ihren aktuellen Herausforderungen. Ergebnis: Das Geld floss stattdessen in Workshop-Facililatoren, und die Event-Zufriedenheit stieg.
KI-Agenten sind Teamverstärker, keine Stellenvertreter
Der große Missverständnis: KI-Agenten ersetzen Menschen. Das stimmt nicht. Die Realität ist effizienter – ein Event-Manager führt künftig nicht nur sein menschliches Team, sondern auch 6 bis 8 KI-Assistenten. Diese Agenten übernehmen die repetitiven und zeitfressenden Aufgaben: Recherche zu Event-Trends, Konzept-Entwürfe, Überprüfungen aus der Perspektive der Zielgruppe. Das Ergebnis: Fünf-Tage-Wochen verkürzen sich auf drei Tage – ohne dass Menschen aus dem Prozess verschwinden. Human in the Loop bleibt das Prizip.
Integration statt Reiß-und-Weg-Installation
KI funktioniert nicht, wenn man sie von oben herab verordnet. Das zeigen auch Forschungsgruppen wie die Wharton School of Business. Jedes Unternehmen, jedes Team hat unterschiedliche Workflows und Datenstrukturen. Deshalb braucht es eine gründliche Ermittlung: Was ist deine tägliche Arbeit? Welche Aufgaben nervtdich? Wo zeigen sich Routinen? Agenten werden dann gezielt in deine bestehenden Tools integriert – ob das Google Workspace mit Gemini, ChatGPT-Lizenzen oder Microsoft Copilot ist. Das spart Zeit bei der Einführung und senkt IT-Sicherheits-Hürden.
Zielgruppen-Profile sind dein Werkzeug für maßgeschneiderte Erlebnisse
Es gibt zwei Wege, deine Zielgruppe zu modellieren: funktional und verhaltensbasiert. Funktional fragst du, was Journalisten, CMOs oder Automobilhändler interessiert. Verhaltensbasiert fragst du, wer auf deinem Event Netzwerk-Enthusiast, Wissenssammler oder lieber allein ist – unabhängig von seiner Jobbezeichnung. Mit diesen Profilen (Archetypen wie der Explorer oder Guardian) kannst du Micro-Experiences schaffen: verschiedene Session-Strecken, Networking-Formate und Schwerpunkte für unterschiedliche Besuchertypen.
Datenhygiene ist die erste Voraussetzung – nicht danach
Wenn du KI-Agenten implementierst, wird schnell klar: Du brauchst saubere Daten. Konsistent. Gleich strukturiert. Über alle Systeme hinweg. Das ist kein KI-Problem – das ist ein klassisches Datenprozess-Problem. Viele Unternehmen haben diese Grundlage nicht, arbeiten mit E-Mail-Listen nach dem Prinzip „hier ist eine Adresse, los geht's." Business Process Mapping – wer macht hier was, wie – ist oft die größere Investition als die KI-Implementierung selbst. Präpariere deine Daten und Prozesse vor der KI-Einführung.