KI generierte E-Mails stoßen auf Ablehnung
- Paul Graham ignoriert erkennbare KI-Mails konsequent
- Sam Altman nennt KI-Antworten „entmenschlichend“
- KI-Texte wirken oft künstlich und wenig vertrauenswürdig
Der Y-Combinator-Mitgründer Paul Graham warnt vor den Folgen KI-generierter E-Mails. Sobald er erkenne, dass eine Nachricht mit KI erstellt wurde, lese er nicht weiter. Besonders auffällig seien Texte im „journalistischen Stil“, den Gründer früher kaum verwendet hätten. Für Graham wirkt der Einsatz von KI bei persönlicher Kommunikation wie eine Täuschung. Deshalb ignoriert er erkennbare KI-Mails konsequent. Auch im Marketing sieht er darin keinen Effizienzgewinn, sondern einen Vertrauensverlust, wie MediaPost berichtet.
Hinzu kommt, dass viele KI-Texte künstlich, ausschweifend und teilweise fehlerhaft wirken. KI-Texte wirken oft künstlich und wenig vertrauenswürdig. Gerade bei E-Mails, die eigentlich Nähe oder Persönlichkeit vermitteln sollen, könne das schnell negativ auffallen. Graham kritisiert zudem, dass KI-Systeme versuchen, menschliche Sprache und Persönlichkeit nachzuahmen.
Die Kritik kommt nicht nur von außen. Auch OpenAI-Chef Sam Altman berichtet von schlechten Erfahrungen mit KI-generierter Kommunikation. Sam Altman nennt KI-Antworten „entmenschlichend“. Er habe testweise E-Mails, Textnachrichten und Slack-Antworten automatisch formulieren lassen, dies jedoch als unangenehm empfunden. Selbst wenn die Antworten funktionierten, fehle die menschliche Komponente.
Der Artikel verweist zudem auf den früheren Werbetexter Bill Jayme, der gute Kommunikation als warmherzig, charmant und lesenswert beschrieb. Genau diese Eigenschaften würden KI-generierten Texten bislang häufig fehlen. Die zentrale Botschaft: Unternehmen sollten KI zwar als Werkzeug nutzen, aber persönliche Kommunikation nicht vollständig automatisieren.