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Google sammelt mehr Daten für KI-Training

Google setzt auf Opt-out für KI-Daten. Selbst Gemini spricht von einer problematischen Datenschutzstrategie und empfiehlt das Abschalten.
06.07.26
© freepik / user7305671
 

- Google aktiviert neue KI-Datensammlung per Opt-out
- Gemini kritisiert Googles Datenschutzstrategie ungewöhnlich deutlich
- Nutzer müssen die Datenerfassung selbst deaktivieren


Google hat weltweit die neue Funktion „Suchdienste-Verlauf“ eingeführt, die standardmäßig aktiviert ist. Die Einstellung erfasst Aktivitäten aus Google-Diensten wie Suchanfragen, Bilder, Audio-, Video- und Dateiinhalte, um generative KI-Modelle zu verbessern. Zusätzlich kann Gemini E-Mails in Gmail analysieren, um Konversationen zusammenzufassen. Google betont dabei, dass persönliche Gmail-Inhalte nicht zum Training der Kernmodelle verwendet und die E-Mail-Daten nicht dauerhaft gespeichert werden, wie it-daily berichtet.


Für Aufmerksamkeit sorgt die Reaktion des hauseigenen Chatbots. Der Assistent bezeichnet die Vorgehensweise als Beispiel für eine sogenannte Opt-out-Müdigkeit: Datenschutzrelevante Funktionen würden standardmäßig aktiviert, weil viele Nutzer die entsprechenden Einstellungen nicht ändern. Gleichzeitig empfiehlt Gemini, die Funktionen manuell abzuschalten, um mehr Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten.


Wer die Erfassung einschränken möchte, kann dies in den Gmail-Einstellungen oder im Google-Konto unter „Suchdienste-Verlauf“ tun. Dort lassen sich unter anderem intelligente Funktionen in Gmail sowie das Speichern von Medieninhalten für das KI-Training deaktivieren. Die Einführung der neuen Standardeinstellung dürfte die Diskussion über Transparenz und Einwilligung beim Einsatz von KI in Google-Diensten weiter anheizen.