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E-Mail-Spam halbiert sich

Web.de und GMX verzeichnen deutlich weniger Spam. Dafür setzen Kriminelle zunehmend auf personalisierte Phishing-Mails und QR-Code-Betrug.
14.08.26
© freepik
 

- Bei Web.de und GMX ist das Spam-Aufkommen um 45 Prozent gesunken
- Die Zahl der Spam-Mails sank auf rund 990 Millionen pro Woche
- Phishing wird gezielter und nutzt etwa gefälschte Rechnungen und QR-Codes


Bei den E-Mail-Anbietern Web.de und GMX ist das Spam-Aufkommen im ersten Halbjahr 2026 deutlich zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel die Zahl der als Spam eingestuften Nachrichten von rund 1,8 Milliarden auf etwa 990 Millionen pro Woche. Zwischen 2021 und Ende 2024 war das Aufkommen dagegen noch um rund 146 Prozent gestiegen. Mehrstufige Filtersysteme und internationale Authentifizierungsstandards erschweren es Kriminellen inzwischen, große Mengen unerwünschter Nachrichten zuzustellen, wie Stern berichtet.


Mit dem Rückgang des Massen-Spams verändert sich zugleich die Art der Angriffe. Statt identischer Nachrichten verschicken Kriminelle zunehmend individuell zugeschnittene Phishing-Mails. Auch die Übernahme bestehender Konten und gezielter Betrug an Beschäftigten von Unternehmen gehören zu den beobachteten Methoden. Ein Teil der Angriffe verlagert sich zudem auf soziale Netzwerke, SMS und Messenger.


Web.de und GMX empfehlen deshalb, unerwartete Rechnungen, Zahlungsaufforderungen und QR-Codes kritisch zu prüfen und Links in E-Mails nicht unbedacht zu öffnen. Das E-Mail-Konto sollte zudem mit einem starken, einmaligen Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt werden. Grundlage der Auswertung sind anonymisierte Plattformdaten beider Anbieter aus dem Zeitraum vom 1. Januar bis 10. Juni 2026.