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Daran lassen sich KI-geschriebene E-Mails erkennen

Automatisierte E-Mails nehmen zu. Experten raten zu Relevanz-Scores und Prüfung vor Versand. Übergangswörter wie "außerdem" sollen Warnsignal sein.
09.01.26
© freepik / stockboy
 

- Täglich werden weltweit über 6,7 Mrd. KI-generierte E-Mails versendet
- Rund 70 Prozent der Partnership-Texte stammen inzwischen von KI
- KI nutzt formelhafte Phrasen fast 287 Prozent häufiger als Menschen


KI-generierte E-Mails sind längst kein Randphänomen mehr. Laut Angaben von Linkee werden täglich über 6,7 Milliarden KI-generierte E-Mails verschickt. Besonders im Marketing ist der Anteil hoch: Rund 70 Prozent der Partnership-Texte werden inzwischen von Künstlicher Intelligenz verfasst, wie MediaPost berichtet. Das führt zu einer deutlichen Zunahme an Kontaktaufnahmen, deren Qualität jedoch häufig nicht mit dem Volumen Schritt hält.


Typische sprachliche Muster von KI


Automatisierte E-Mails lassen sich oft an ihrer Sprache erkennen. Auffällig sind übermäßig formelle oder veraltete Anreden, häufige Übergangswörter wie „außerdem“ oder „darüber hinaus“ sowie standardisierte Höflichkeitsfloskeln. Experten warnen, dass KI solche Phrasen fast 287 Prozent häufiger verwendet als menschliche Absender. Die Texte wirken dadurch korrekt, aber unpersönlich und austauschbar. Um das zu vermeiden, empfehlen Fachleute, KI-Systeme mit eigenen Textbeispielen zu trainieren und Inhalte vor dem Versand immer manuell zu prüfen.


Soft Spam und neue Filtermechanismen


Die starke Zunahme automatisierter E-Mail-Angebote hat auch negative Folgen. Viele Empfänger sprechen von sogenanntem Soft Spam: Nachrichten, die auf den ersten Blick seriös wirken, aber relevante Details vermissen lassen. Unternehmen reagieren darauf mit technischen Gegenmaßnahmen. So werden eingehende E-Mails zunehmend anhand von Relevanz-Scores bewertet, um echte Angebote von KI-generierter Masse zu trennen. Ziel ist es, Zeit zu sparen und den Fokus wieder auf hochwertige, relevante Kommunikation zu lenken.